Genial Regional macht Schule 2025 - Kochkurs - Fermentieren und Einkochen

Einkochen, Fermentieren und haltbar machen

Am 2. September 2025 fand der 2te Kochkurs des Genial Regional Verein im Rahmen des Projekts „Genial Regional macht Schule 2025“ in der Erich-Kästner-Schule in Bürstadt statt. Referent war Stefan Beckmann, vom Bio-Catering Biond (www.biond.de).

Fermentieren

Fermentiertes Gemüse ist nicht nur eine alte Konservierungsmethode, sondern hat auch eine ganze Reihe gesundheitlicher Vorteile – aber es gibt auch Punkte, die man beachten sollte. Hier ein Überblick:

Gesundheitliche Vorteile von fermentiertem Gemüse

Fördert die Darmgesundheit

  • Milchsäurebakterien (z. B. Lactobacillus) entstehen bei der Fermentation.
  • Diese probiotischen Kulturen können die Darmflora positiv beeinflussen, die Verdauung fördern und Blähungen oder Verstopfung lindern.

Verbesserte Nährstoffaufnahme

  • Durch Fermentation werden Nährstoffe wie Vitamine (z. B. Vitamin C, B-Vitamine, Vitamin K2) besser verfügbar.
  • Mineralstoffe wie Eisen oder Magnesium können leichter aufgenommen werden.

Stärkung des Immunsystems

  • Ein gesunder Darm hängt eng mit einem starken Immunsystem zusammen.
  • Probiotische Bakterien können Entzündungen regulieren und das Risiko für Infektionen senken.

Längere Haltbarkeit & natürliche Konservierung

  • Gemüse bleibt ohne Zusatzstoffe über Monate haltbar..
  • Der Säuregehalt (pH-Wert) verhindert das Wachstum schädlicher Keime.

Positive Wirkung auf Stoffwechsel und Gewicht

  • Einige Studien deuten darauf hin, dass fermentierte Lebensmittel das Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können.

Mögliche Risiken & Dinge zum Beachten

Salzgehalt

  • Bei der klassischen Milchsäuregärung wird viel Salz verwendet. Zu hoher Konsum kann problematisch für Herz-Kreislauf-Patienten oder Menschen mit Bluthochdruck sein.

Histaminbildung

  • Bei der Fermentation entsteht Histamin. Menschen mit Histaminintoleranz reagieren darauf oft mit Kopfschmerzen, Hautausschlägen oder Verdauungsproblemen.

Individuelle Verträglichkeit

  • Zu Beginn können Blähungen, Völlegefühl oder Bauchgrummeln auftreten, bis sich der Darm an die neuen Bakterien gewöhnt.
  • Langsam einführen (z. B. mit 1–2 EL Sauerkraut täglich starten).

Hygiene & Sicherheit

  • Wichtig: Sauberes Arbeiten, sauberes Equipment, richtige Salzkonzentration.
  • Wenn es stark faulig riecht, schleimig wird oder Schimmel bildet → nicht mehr essen.

Nicht für alle geeignet

  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder nach Organtransplantationen sollten vorsichtig sein und ggf. vorher ärztlich abklären.

Kurz gesagt: Fermentiertes Gemüse kann ein echtes Superfood für den Darm und das Immunsystem sein – solange es richtig hergestellt und individuell verträglich ist.

Ideen für fermentiertes Gemüse

Kimchi (klassisch)

  • Chinakohl, Karotten, Paprika, rote Zwiebeln, Kurkuma, Ingwer, Chiliflocken

CurryKraut

  • Chinakohl, Spitzkohl, Weißkohl (manchmal etwas Wirsing), Kurkuma, Ingwer, Cilliflocken, Curry (Kreuzkümmel)

BlumenkohlCurry

  • Blumenkohl (Scheiben), Chinakohl, Spitzkohl, Karotten (Scheiben), rote Zwiebeln, getrocknete Tomaten, Ingwer, Kurkuma, Chiliflocken)

Lauch/Karotten – Kimchi

  • Spitzkohl (grob), Lauch, Karotte (grob gerieben)

Blumenkohl/ Lauch/ Karotten Kimchi

  • Blumenkohl (Röschen), Karotte (grob gerieben), Spitzkohl (grob), Lauch

Rotes Kimchi

  • Rotkraut, Blumenkohl, rote Bete, Chinakohl, Möhre

mit Gelber Bete

  • Gelbe Bete (Würfel), Karotten (Scheiben), Lauch, Spitzkohl (grob), Chinakohl

Sauerkraut (klassisch)

  • Spitzkohl, Weißkraut, (Lorbeer, Wachholder)

Rettich Kimchi

  • Rettich (dünne Scheiben), Karotte (dünne Scheiben), Lauch

Grundrezept: Fermentiertes Gemüse

  • ca. 1 kg Gemüse (z. B. Kohl, Karotten, Blumenkohl, Lauch, Rettich, Bete …)
  • 20 g Salz (= 2 % vom Gemüsegewicht) → am besten naturbelassenes Meersalz oder Steinsalz
  • Gewürze nach Belieben: Knoblauch, Ingwer, Chili, Kümmel, Lorbeer, Pfefferkörner …
  • Optional: Starterkultur (z. B. etwas vom Saft eines vorherigen Ferments)

Gemüse vorbereiten

  • Waschen, ggf. schälen und in die gewünschte Form schneiden (Scheiben, Raspeln, Röschen). – unterschiedliche Schnittform – anderer Geschmack

Salzen

  • Gemüse in eine große Schüssel geben, Salz dazu.
  • Mit den Händen kräftig kneten oder stampfen, bis Flüssigkeit austritt (das ist die spätere Lake).

Abfüllen

  • Gemüse dicht in ein sauberes Bügel- oder Schraubglas pressen.
  • Es muss komplett mit Flüssigkeit bedeckt sein. Falls zu wenig Lake da ist: etwas Salzlösung (2 %) nachgießen.

Beschweren

  • Mit einem Gewicht (Glasgewicht, kleiner Teller, sauberes Kohlblatt) das Gemüse unter der Flüssigkeit halten.
  • Wichtig: Gemüse darf nicht mit Luft in Kontakt kommen → sonst Schimmelgefahr.

Fermentieren lassen

  • Glas (Weck-Gläser) verschließen. Nicht öffnen – es darf kein Sauerstoff reinkommen
  • Zimmertemperatur (18–22 °C) für 3–7 Tage stehen lassen.
  • Unterschiedliche Temperatur – anderer Geschmack

Reifen lassen

  • Im Kühlschrank entwickelt sich das Aroma weiter.
  • Haltbarkeit: mehrere Monate, solange das Gemüse unter der Lake bleibt.

Tipps

  • Menge Salz ist entscheidend: ca. 2 % ist optimal (z. B. 1 kg Gemüse → 20 g Salz).
  • Schaumbildung / Blubbern ist normal: das sind die Milchsäurebakterien.
  • Wenn sich ein weißer Film (Kahmhefe) bildet → meist harmlos, aber bei Schimmel (flauschig, farbig) entsorgen.
  • Immer sauber arbeiten – Glas, Hände, Schneidebrett.
  • Geruchs- und Geschmackskontrolle

Die Kursteilnehmer konnten dabei praktische Erfahrung sammeln, über das Fermentieren diskutieren und hatten viel Spaß beim Schneiden, Salzen, Stampfen und Befüllen der Gläser.

Genial Regional macht Schule 2025 - Kochkurs - Geschnittem, Gesalzen und Gestampft

Einkochen

Gesundheitliche Vorteile beim Einkochen

Längere Haltbarkeit

  • Durch Erhitzen werden Mikroorganismen und Enzyme abgetötet → Lebensmittel sind über Monate bis Jahre haltbar.
  • Praktisch für Vorratshaltung und weniger Lebensmittelverschwendung.

Nährstoffsicherung

  • Viele Mineralstoffe (z. B. Kalium, Magnesium, Eisen) bleiben beim Einkochen gut erhalten.
  • auch Ballaststoffe bleiben unverändert und fördern die Verdauung.

Saisonale Vielfalt

  • Saisonales Obst & Gemüse kann eingekocht und ganzjährig genutzt werden – fördert eine abwechslungsreiche Ernährung.

Selbstgemacht = kontrollierte Zutaten

  • Im Gegensatz zu industriellen Konserven enthält Selbstgemachtes keine Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder unnötigen Zucker/Salz (außer man fügt es selbst zu).

Gesundheitliche Nachteile & Risiken

Vitaminverluste

  • Hitzeempfindliche Vitamine (v. a. Vitamin C, B-Vitamine, Folsäure) gehen teilweise verloren.
  • Der Verlust hängt von Temperatur & Dauer ab (besonders bei langem Einkochen oder hoher Hitze).

Botulismus-Risiko (sehr selten, aber ernst)

  • Clostridium botulinum kann in sauerstoffarmen, feucht-warmen Milieus wachsen (z. B. bei unsachgemäß eingekochtem Gemüse/Fleisch).
  • Vorbeugung:
  • Strikte Hygiene beim Einkochen.
  • Säurehaltige Lebensmittel (z. B. Obst, Tomaten) sind unkritischer.
  • Bei Gemüse/Fleisch → unbedingt lange genug bei mind. 100 °C (besser 120 °C im Druckkochtopf) einkochen.

Nährstoffeinseitigkeit

  • Wenn man sich stark auf Eingekochtes verlässt, kann es auf Dauer zu weniger Frischkost und Rohkost kommen → schlechtere Vitaminversorgung.

Salz- oder Zuckergehalt

  • Viele Rezepte nutzen Zucker (Marmelade, Kompott) oder Salz (eingelegtes Gemüse). Ein übermäßiger Konsum kann gesundheitlich nachteilig sein.

Auch für das leibliche Wohl der Kursteilnehmer wurde gesorgt. Zum gemeinsamen Mittagessen gab’s frisch zubereitete Grünkern-Bolognese, Apfelmus mit eingekochten Kirschen und schöne Bilder vom Kochkurs des Genial Regional Verein.

Genial Regional macht Schule 2025 - Kochkurs - Grünkern-Bolognese zum gemeinsamen Mittag

Grünkern-Bolognese

  • 200 g Grünkern (geschrotet)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Karotte, klein gewürfelt oder geraspelt
  • 1 Stange Staudensellerie, fein gewürfelt (optional)
  • 1 Dose Tomaten (stückig, ca. 400 g)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 2 TL Oregano (getrocknet)
  • 1 TL Thymian (getrocknet)
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz & Pfeffer nach Geschmack

Grünkern vorbereiten

  • Grünkernschrot in einer trockenen Pfanne kurz anrösten, bis er duftet (gibt ein nussiges Aroma).
  • Danach mit der Gemüsebrühe übergießen und ca. 15 Minuten quellen lassen.

Gemüse anbraten

  • Öl in einem Topf erhitzen.
  • Zwiebel, Knoblauch, Karotte (und Sellerie) anschwitzen, bis sie weich sind.

Tomatenbasis

  • Tomatenmark kurz mitrösten.
  • Mit Rotwein (oder etwas Brühe) ablöschen.
  • Stückige Tomaten und Gewürze (Oregano, Thymian, Lorbeerblatt) dazugeben.

Grünkern untermischen

Mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Den gequollenen Grünkern mit der Brühe unterrühren.

Alles bei mittlerer Hitze ca. 20–30 Minuten köcheln, bis die Sauce schön sämig ist.

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    Kartoffel und Kürbis als Genial Regional Schulprojekt

    Mit Kartoffeln und Kürbissen lassen sich rasch leckere Gerichte zubereiten. Doch das Wissen um heimisches Gemüse der Saison und die Fähigkeiten es gesund und schmackhaft zuzubereiten, verschwindet in Zeiten von „industriellen Fertiggerichten“ immer mehr.  Davon berichtet Guy Bastian von der Kochschule Heidelberg, beim 1. Workshop von „genial regional macht Schule“ zum Thema „Kartoffeln und Kürbisse“.  „Oft habe ich bei meinen Koch-Kursen gebildete Menschen, die nicht wissen, wie man Gemüse schält oder andere Lebensmittel verarbeitet!“

    Sabine Gnauck, Abteilungsleiterin an der Heinrich Metzendorfschule – dem Veranstaltungsort des Workshops, weist auf die Wichtigkeit hin, das Thema „regionale, saisonale und nachhaltige Ernährung“ verstärkt den Basismultiplikatoren zu vermitteln. Die Metzendorfschule als schulischer Partner für die Berufsausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe und Lebensmittelhandwerk stelle dafür gerne ihre Räume zur Verfügung. Gnauck führt weiter aus: „Leider ist die Realität so, dass Kinder und Jugendliche kaum noch eigene Kocherfahrungen zuhause, in der KiTa oder in der Schule machen.“ Die Fortbildungsreihe „genial regional macht Schule“, die sich über das Schuljahr 23/ 24 erstreckt, richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen und Schulstufen. Lehrkräfte können im Laufe der Fortbildung zum einen persönliche Kontakte zu Erzeugern und den beteiligten Vereinen an der Bergstraße knüpfen und zum anderen ihr erworbenes Wissen als Multiplikatoren weitergeben.

    „Mit unseren Kursen wollen wir genussvollen Klimaschutz auf dem Teller anbieten. “ so Beate Weis, 2. Vorsitzende des „Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar e.V.“ bei der Begrüßung in der Lehrküche der Bensheimer Berufsschule. Das Projekt besteht aus 4 Modulen, die einzeln buchbar sind. Der Verein gestaltet die Kochkurse in Kooperation mit dem DEHOGA Hessen, der Heinrich Metzendorfschule, dem Geo-Naturpark Bergstraße Odenwald und dem Naturpark Neckartal sowie die Plattform „Jahreszeiten regional erleben“. Neben viel Praxis und Genuss werden neue Kontakte und das Wissen zu den regional-saisonalen Lebensmitteln auch in der Theorie vermittelt.

     „Es ist wunderbar, dass mit diesen Kochkursen die Aufmerksamkeit auf die regionale und saisonale Küche gelenkt wird und dabei die teilnehmenden Lehrer und Lehrerinnen für den Ausbildungsberuf des Kochs und der Köchin sensibilisiert werden. Dies ist wichtig, denn bei der Berufswahl ihrer Schüler und Schülerinnen spielen die Lehrkräfte oftmals eine entscheidende Rolle und das Gastgewerbe braucht dringend Fachkräfte, damit es auch in einigen Jahren noch Restaurants mit frisch zubereiteten Speisen gibt. Deshalb unterstützt der DEHOGA Hessen Kreisverband Bergstraße (Hotel- und Gastronomieverband) dieses Projekt von Genial Regional sehr gerne.“ So Christine Friedrich von der Kreisgeschäftsstelle.

    Für den praktischen Teil des 1. Moduls hat Landwirt Siggi Ochsenschläger verschiedene Kartoffel– und Kürbissorten geliefert. Der Erzeuger aus Biblis-Wattenheim berichtet von der wachsenden Bürokratie, die auf alle – auch die kleinen – Landwirte einwirke. Eigentlich möchte er Gemüse und gutes Fleisch für die Region erzeugen. Doch immer weitere Vorschriften, Dokumentationspflichten und Kontrollen erschweren seine Arbeit. Mit der Gründung einer Solidarischen Landwirtschaft gibt er 100 Leute Einblicke in die Arbeit. Jeden Freitag liefert er an 4 Standorte deren wöchentlichen Ernteanteil. Seine Frau Dagmar Ochsenschläger sorgt mit ihrem kleinen Hofladen für ein Nahversorgung, den früher die lokalen Lebensmittelgeschäfte machten. Ergänzt wird das Angebot mit einem Onlineshop eigener Produkte und Erzeugnissen von regionalen Kollegen.

    Beim gemeinsamen Essen der deftigen und süßen Kürbis- und Kartoffelgerichte wurde auch über die heutige Nahversorgung, Lieferketten und Transparenz bei der Lebensmittelqualität diskutiert. Petra Wagner-Brunnengräber vom Verein dokumentierte die Rezepte, die Ottmar Meissner über die Plattform Jahreszeiten regional erleben – Regionales an der Bergstraße bereitstellen will. Die Organisatoren wollen mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit künftigen Generationen das regionale Genuss-Erbe bewahren.

    „Der Kurs hat Spaß gemacht, die Gerichte sind alle lecker und ich bin beim nächsten Mal wieder dabei!“, so ein Vereinsmitglied von „genial regional“ Da es im Kurs noch freie Plätze gibt, sucht der Verein noch pädagogisch aktive Menschen aus den Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar für die verbleibenden Koch-Events.

    —————–

    Weiter geht es dann im neuen Jahr, am Mittwoch 31. Januar 24. Dann steht Bio-Koch Stefan Beckmann mit den Teilnehmenden an den Töpfen. Der Spezialist für vegane Küche, zeigt was man aus Kraut und Rüben so zaubern kann.  Im Frühjahr ist Torsten Lettmann vom Restaurant „Herzblut und Zinke“ im Landesmuseum in Darmstadt an der Reihe. Er bearbeitet mit den Lehrkräften das Thema „Kräuter, Erdbeeren und Spargel“. Zum Schuljahresende 23/24 wird es dann tierisch: Grillen steht auf dem Plan und die mehrfachen Hessenmeister Oliver und Sandra Schröbel stehen mit Tipps bereit. 

    Weitere Informationen zu „Genial regional macht Schule“ findet man unter Genial Regional macht Schule !! – Jahreszeiten regional erleben, inkl. Rezepte, der 5 zubereiteten Gerichte.

    Genial Regional macht Schule - 1. Kochkurs (3)

    Wenn Sie im schulischen Bereich tätig sind und auch mitmachen möchten, dann melden Sie Sich bitte kurz per Mail Genialregional@t-online.de beim Genial Regional Verein.

  • Naturparkmarkt in Waldbrunn-Strümpfelbrunn

    Am Sonntag, 10. Oktober findet der erste Naturparkmarkt seit zwei Jahren statt! Die Stände mit regionalen Produkten aus dem Naturpark Neckartal-Odenwald laden von 11-17 Uhr in die Alte Marktstraße in Waldbrunn-Strümpfelbrunn.

    Der Markt zum Schauen, Verweilen, Schlemmen, Genießen und Einkaufen bietet beste Möglichkeiten die Erzeugnisse, die im Naturpark wachsen, produziert und veredelt werden, kennen zu lernen. Er schafft ideale Voraussetzung, die typisch regionalen Besonderheiten und Leckereien der Heimat zu präsentieren. Zum Beispiel wird angeboten: saisonales Obst und Gemüse, Käse und Eier, Wurst- und Fleischspezialitäten, Wildfruchtleckereien, Essige, Brotvielfalt und Nudeln, Linsen und Grünkern, Honige und Marmeladen, Lupinenkaffee, Säfte und Hochprozentiges; eine bunte Auswahl davon gibt es außerdem in Bioqualität. Aber nicht nur gesunde und frische Lebensmittel sind im Angebot, sondern auch handwerklich hergestellte Waren wie Naturseifen, Schaffelle, Keramik, Foto-Karten, Produkte aus Holz und sowie Floristik und Pflanzen. Bei Vorführungen vom Drechseln und Spinnen mit dem Spinnrad kann man der Herstellung ganz nah sein und gespannt sein darf man, was Kettensägenschnitzer Micha Reichert aus seinem Holzblock entstehen lässt.

    In heimeliger Marktatmosphäre ist auch das Angebot an Leckereien zum direkt Verspeisen vielfältig. Zur Wahl stehen beispielsweise Flammkuchen, Frikadellen im Brötchen, Pilzspezialitäten, Wildfleischkäse und Wildbratwürste, Linsenbratlinge, Hausmacher Bratwürste sowie Ziegen- und Lammbratwürste und außerdem saisonaler Kuchen sowie Kaffee, Kaffeespezialitäten und Lupinenkaffe. Die Marktbesucher können sich selbst von der Qualität, der Frische und Vielfalt der Produkte überzeugen und dabei mit den Anbietern ins Gespräch kommen.

    „Es ist großartig, dass es in diesem Jahr noch einen Naturparkmarkt geben wird“, so der Vorsitzende des Naturparks Landrat Dr. Achim Brötel. „Dieses Schaufenster für regionale Produkten ist eine wichtige Plattform, wo sich Anbieter und Freunde der Produkte aus der Region treffen.“ Und auch bei Bürgermeister Markus Haas ist die Vorfreude auf den Markt im Herzen Strümpfelbrunns groß: „Wir freuen uns sehr, den einzigen Naturparkmarkt dieses Jahres in Strümpfelbrunn zu haben und mit über 40 Anbietern ist eine vielfältige Produktpalette „Made in Naturpark“ geboten“.

    Die Begrüßung auf dem Markt mit Bürgermeister Markus Haas und dem Naturparkvorsitzenden Landrat Dr. Achim Brötel findet um 13 Uhr vor dem Rathaus statt und ab 15 Uhr unterhält die Blaskapelle „Descharanka“ die Besucher.

    Auch zu Corona-Zeiten kann man auf dem Naturparkmarkt sicher unterwegs sein: Auf der gesamten Marktfläche gilt Maskenpflicht. Außerdem sind die Verkaufs- und Genussstände sowie Sitzgelegenheiten in dieser besonderen Zeit großzügig und mit ausreichend Abstand zueinander aufgebaut. Die am Veranstaltungstag gültigen Corona-Vorgaben sind selbstverständlich einzuhalten.

    Seit Jahren engagiert sich der Naturpark für regionale Produkte, ihre Vermarktung und die Stärkung der Landwirte, Produzenten und Anbieter im Naturparkgebiet.

    Der Naturparkmarkt in Strümpfelbrunn ist coronabedingt der einzige Naturparkmarkt im Jahr 2021 im Naturpark Neckartal-Odenwald und findet in Kooperation mit der Gemeinde Waldbrunn statt. Die Naturparkmärkte werden durch die durch EU, das Land Baden-Württemberg und die Lotterie Glücksspirale finanziell gefördert.

    Weiter Informationen dazu finden Sie in diesem Flyer

    Bild-Quelle : Gabriele Henn

  • Mittelalter-Kochkurs im Freilichtlabor Lauresham

    Sehr spannend war es am 7. Mai 2026 für die Mitglieder des Genial Regional Verein und teilnehmende Lehrkräfte von Bergsträßer Schulen, die sich zum mittelalterlichen Kochkurs in Lorsch trafen. Am Besucher-Informations-Zentrum des Freilichtlabors Lauresham wurden die Teilnehmer freundlich begrüßt und bekamen eine Führung durch das Freilichtlabor Lauresham mit den Schwerpunkten Grundherrschaft, Landwirtschaft, Versorgung und Ernährung im frühen Mittelalter.

    Genial Regional macht Schule 2026 - Kochkurs - Mittelalterliches Kochen - Führung Lauresham

    Bei der Führung durch das Freilichtlabor Lauresham, erfuhren die Kursteilnehmer, wie man früher gekocht und die Lebensmittel angebaut bzw. verarbeitet hat.

    Heute finden wir im Supermarkt fast alles auf Anhieb im Regal, das im Kochtopf oder Backofen verarbeitet wird. Im Mittelalter mussten sich die Menschen deutlich mehr anstrengen, um zu ihrer Nahrung zu kommen. Es fing mit der Bearbeitung des Bodens an, danach kam die Aussaat, und am Ende standen die Ernte und das Kochen.

    Statt einer schier unerschöpflichen Auswahl an Speisen gab es nur das, was angepflanzt werden und gedeihen konnte. Im Mittelalter hatte man auch nur sehr begrenzte Möglichkeiten der Haltbarmachung, zum Beispiel der Kühlung von Nahrungsmitteln. Heute kocht man auf hochmodernen Kochfeldern, im Mittelalter war es der selbst gebaute Ofen oder eine große Steinplatte, auf der gekocht wurde. Das Essen binnen einer Viertelstunde auf die Teller zu zaubern, war früher absolut undenkbar. Die Teilnehmenden erfuhren im Kurs, was es heißt, regional und saisonal zu kochen. Genaue Mengenangaben waren Fehlanzeige und eine Speisefolge gab es ebenfalls nicht. Um regional und saisonal zu kochen, müssten Menschen umdenken. Die geliebten Erdbeeren zum Beispiel müssten sie für die meiste Zeit des Jahres von ihrem Speisezettel streichen.

    Zum Kochkurs wurde der Ofen befeuert und darin Brötchen gebacken. Als Kochstelle diente ein großer Steinblock, auf dem Holzstücke verfeuert wurden. Darüber hing das rustikale Gefäß, in dem ein Eintopf köchelte. Schnell breitete sich ein leckerer Duft aus. Wer Speck und Kräuter für seinen Eintopf haben wollte, nahm sich das selbst aus einer Schale.

    Genial Regional macht Schule 2026 - Kochkurs - Mittelalterliches Kochen und Essen

    Genial Regional macht Schule 2026 – Kochkurse für Lehrkräfte 

    Klimaschutz durch mehr regionale und saisonale Lebensmittel. Dieses Thema soll über die Schulen in die Bevölkerung getragen werden. Um dafür eine Grundlage zu schaffen, hat der gemeinnützige Genial Regional Verein in Kooperation mit regionalen Partnern ein Vernetzungs- und Bildungsangebot im Schuljahr 23/ 24 geschaffen und umgesetzt. Das im Jahr 2024 erfolgreich mit 4 Kochkursen gestartete Projekt wird in 2026 fortgesetzt. Es werden weitere 3 saisonal-regionale Kochkurse für Mitglieder und Lehrkräfte allgemeinbildender und beruflicher Schulen angeboten. Mittelalterliches Kochen in Lauresham, war der 1 dieser 3 Kochkurse in 2026.

  • NEWS : food.net:z – Lebensmittelnetzwerk Rhein-Neckar

    Der Verein „food.net:z – Lebensmittelnetzwerk Rhein-Neckar e.V.“ bildet die gesamte Lebensmitte Wertschöpfungskette ab, vom Feld bis in den Supermarkt. Erzeuger, Weiterverarbeiter/Produzenten, Groß- und Einzelhandelsunternehmen, Zulieferer, Logistikunternehmen, Dienstleister, Vereine sowie die Akteure aus der Wissenschaft: Sie alle haben ihren festen Platz in diesem für den Rhein-Neckar Raum einzigartigen Netzwerk.

    food.net:z – Lebensmittelnetzwerk Rhein-Neckar e.V. ist auch Gründungsmittglied des Genial Regional Verein. In diesem Zusammenhang freuen wir uns sehr darüber, dass food.net:z sein Wirkungsgebiet in der Region erweitert.

    Satzungsänderung – food.net:z öffnet sich für neue Regionen!

    Die Mitglieder des Vereins food.net:z – Lebensmittelnetzwerk Rhein-Neckar e.V. haben auf ihrer Mitgliederversammlung am 28. März 2025 eine wichtige Satzungsänderung beschlossen, die den Kreis der ordentlichen Mitglieder deutlich erweitert.

    Künftig können Unternehmen und Organisationen aus angrenzenden Stadt- und Landkreisen nicht nur als Fördermitglieder, sondern auch als ordentliche Mitglieder dem Netzwerk beitreten – unabhängig davon, ob sie ihren Sitz oder eine Niederlassung in der Metropolregion Rhein-Neckar haben. Die neue Satzung erlaubt nun auch die Aufnahme aus angrenzenden Stadt- und Landkreisen.

    Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie hier : Pressemitteilung: 04/2025 – food.net:z

    Verleihung des Bronze Label der European Cluster Excellence Initiative (ECEI)

    Gratulieren möchten wir unserem Vereinsmitglied food.net:z auch zur offiziellen Zertifizierung als Cluster. food.net:z darf ab sofort das Bronze Label der European Cluster Excellence Initiative (ECEI) führen.

    Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie hier : Pressemitteilung: 05/2025 – food.net:z

    Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit für Nachhaltigkeit in der Lebensmittelwirtschaft.

    Genial Regional Verein - Food.netz - Rhein-Neckar

  • Genial Regional Verein feiert 2-jähriges Gründungsjubiläum

    Mitglieder entwickeln neue Ideen & Aktivitäten

    Der Verein „Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar e.V.“  hat Grund zum Feiern. Im November 2020 digital gegründet, haben die Mitglieder in den vergangenen beiden Jahren bereits etliche Kreis- und Landesgrenzen überschreitende Projekt rund um regionale Lebensmittel, Nachhaltigkeit und Landschaftserhalt auf den Weg gebracht.

    Bei einer kleinen Feierstunde in der „Alten Dorfmühle“ in Bensheim-Auerbach, bedankte sich die Vorsitzende Brigitte Zimmermann-Petrullat bei den Mitgliedern des Vereins für die tatkräftige Unterstützung in den vergangenen Jahren.

    Bei saisonaler und regionaler Küche des Mitgliedes „Alte Dorfmühle“  entwickelten die Anwesenden neue Idee, wie das Bewusstsein und die Wertschätzung für nachhaltige regionale Produkte in der Bevölkerung aktiviert und das Vertrauen in Regionales gestärkt werden könnte. Thema war auch die Mitgliederwerbung und die Stärkung des Ehrenamtes. Eine Idee aus der Runde, die der Vorstand in 2023 umsetzen möchte ist, ein saisonal-regionaler Kochkurs für Mitglieder und Unterrichtspersonal. Dazu soll mit Schulen, DEHOGA und anderen Einrichtungen kooperiert werden.

    Der Verein freut sich, wenn weitere Personen und Organisationen ein Interesse an der Zusammenarbeit mit dem Genial Regional Verein haben. Nehmen Sie gerne Kontakt zum Verein – Genial Regional Verein auf.

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    Projekt – Genial Regional macht Schule !!

    Klimaschutz durch regionale und saisonale Lebensmittel. Dieses Thema soll über die Schulen in die Bevölkerung getragen werden. Um dafür eine Grundlage zu schaffen, will der gemeinnützige Verein „Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar e.V. in Kooperation mit der Bensheimer Heinrich-Metzendorfschule ein Vernetzungs- und Bildungsangebot im Schuljahr 23/ 24 schaffen.

    Dabei wollen wir regionale Landwirtschaft, Gastronomie und Bildung zusammenzubringen“, so Brigitte Zimmermann-Petrullat, die Vorsitzende des Genial Regional Verein. Bei Kursen mit Profis aus Betrieben des DEHOGA , der regionalen Landwirtschaft sowie Lehrkräften der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sollen saisonal-regionale Themen für Projekttage oder -wochen erarbeitet werden. „Bei der anschließenden Umsetzung solcher Projekte in den Schulen besteht die Chance, junge Menschen für einen hauswirtschaftlichen oder gastronomischen Beruf zu begeistern“,  so Sabine Gauck Bereichsleiterin bei der Heinrich-Metzendorfschule.

    Geplanter Start ist im Herbst 2023 mit dem Thema „Kartoffeln und Kürbis“ vorgesehen. Weitere Themen sind „Kraut und Rüben“ im Winter, „Kräuter, Erdbeeren und Spargel“ im Frühling sowie „Salate und Grillbares“ im Sommer 2024.

    ModulVeranstaltungsterminThema
    1Di., 26.09.2023Kartoffeln und Kürbis
    2Mi., 31.01.2024Kraut und Rüben
    3Do., 25.04.2024Kräuter, Erdbeeren und Spargel
    4Di., 02.07.2024Salate und Grillbares

    Erste Kontakte und Informationen können Interessierte beim Ausbildungs- und Studieninfotag der Heinrich Metzendorf Schule am Mittwoch, den 29.03.2023 bekommen. Die Vorsitzende des Genial Regional Verein und DEHOGA-Mitglied Brigitte Zimmermann-Petrullat wird am Info-Stand des DEHOGA (Deutscher Hotellerie und Gastronomieverband) Auskunft geben.

    Pro Modul können 16 Personen teilnehmen, davon 2-3 Personen vom Verein, 2 Produzenten, 1 Koch, 1 Person DEHOGA, 1 Presse, 10 Lehrkräfte. Die Veranstaltung ist insbesondere für Lehrkräfte der Grundschulen, der Haupt- und Realschulen gedacht. Die Inhalte der Fortbildungsreihe können im Rahmen von Projektwochen und –tagen der entsprechenden Lerngruppe angepasst werden.

    AGENDA / INHALTE und GEPLANTER VERLAUF

    ZeitInhalt
    09.00 Uhr – 10.00 UhrGegenseitiges Kennenlernen Info zum Verein Genial Regional  
    10.00 Uhr – 11.00 UhrVorstellung der Produzenten und deren Produkte, Informationen zu den Produkten, Rezeptauswahl zum jeweiligen Thema  
    11.00 Uhr – 13.30 UhrGemeinsames Kochen und Essen    
    13.30 Uhr – 14.00 UhrInformation zu Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Hotellerie und Gastronomie  
    14.00 Uhr – 15.00 Uhr    Reflektion und Abschluss der Veranstaltung

    ANMELDUNG und TEILNAHMEMÖGLICHKEIT

    Der Anmeldeschluss liegt jeweils 3 Wochen vor dem Veranstaltungstermin. Es besteht die Möglichkeitan einzelnen, oder auch an allen Modulen teilzunehmen. Für die Teilnahme wird ein kleiner Kostenbeitrag erhoben, welcher in den nächsten Tagen noch final abgestimmt wird.

    Die jeweiligen Akteure eines Moduls treffen sich 1 Woche vorher, um den genauen Ablauf zu besprechen und die Räumlichkeiten kennenzulernen. Die Veranstaltungen beginnen um 09.00 Uhr und enden gegen 15.00 Uhr.

    Rückfragen beantwortet die Vorsitzende Brigitte Zimmermann-Petrullat gerne freitags zwischen 15 und 18 Uhr im Laden „Jahreszeiten regional erleben“ in der Friedhofstr. 35 in Bensheim. Anmeldung und weitere Infos auch per Mail an genialregional@t-online.de

    Gerne dürfen Sie auch den dazugehörigen FLYER herunterladen und an interessierte Menschen in Ihrem Umfeld verteilen. Hier geht’s zum DOWNLOAD 

    Weitere aktuelle Infos zum Projekt auch bei unserem Partner Jahreszeiten regional erleben unter : Frag Jahreszeiten : Genial Regional macht Schule !! – Jahreszeiten regional erleben

    Der Verein „Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar e.V.“ organisiert Kreis- und Landesgrenzen überschreitende Projekte rund um regionale Lebensmittel an der Bergstraße, im Odenwald, Kraichgau und Heidelberg. Dabei geht darum die Wertschätzung für nachhaltige, regionale Produkte in der Bevölkerung zu aktivieren und das Vertrauen in Regionales zu stärken. Dazu soll mit Schulen, DEHOGA und anderen Einrichtungen kooperiert werden. Themen:  Gesundes Essen aus der Region, Vernetzung und Know-How-Transfer. Weitere Infos dazu auf der Webseite des Vereins.