Kraut und Rüben als Genial Regional Schulprojekt

Die Rezepte zum Thema “Kraut und Rüben” stammen vom Genial Regional Verein, welcher im Rahmen des Projekts Genial Regional macht Schule Kochkurse für regional-saisonale Küche mit Lehrkräften von diversen Schulen aus der Region Bergstraße durchführt.

Folgende Gerichte wurden bei diesem Kochkurs zubereitet :

  • Winterwurzelsuppe mit Zwiebel-Chutney und dazu eine Scheibe Knoblauchbrot
  • Fruchtiger Krautsalat aus Spitzkohl und Apfel, dazu Bällchen aus Kidneybohnen und Kimchi
  • Süßkartoffeleintopf mit Polenta-Schnitten und Steckrübenpüree
  • Winterliche Fruchtgrütze mit Vanillesauce

Die Rezepte und Zubereitungstipps :

Gemüsebrühe – verkochen von allen (nicht färbenden) Gemüseresten und Abschnitten

z.B.: Abschnitte von Lauch, Schalen von Wurzelgemüse, Kohlblätter -und Strünke, Obstreste, Zwiebelschalen

keine: färbenden Gemüse, Kartoffelschalen,

dazu:

  • Gemüsereste sammeln (zwischenfrieren)
  • In kaltem Wasser ansetzen und mit verschiedenen Gewürzen (Salz, Lorbeer, Piment, Wacholder, Liebstöckel, Pfefferkörner, Fenchelsamen oder ähnliches)
  • Einmal aufkochen lassen und dann lange köcheln
  • Nach einer bis zwei Stunden ausschalten und abkühlen lassen
  • Durch ein Sieb gießen und abtropfen lassen
  • Entweder direkt verwenden oder portionsweise einfrieren.

Winterwurzelsuppe

  • 1kg Winterwurzeln (z.B.: Knollensellerie, Petersilienwurzeln, Topinambur, Steckrüben, Karotten, Kartoffeln, oä) – putzen, schälen und in 1 cm große Stücke schneiden.
  • Das grob geschnittene Gemüse auf ein Backblech und mit Pommessalz und Öl mischen und bei 160° für 20min backen.
  • Zwiebeln – die Zwiebeln grob würfeln.
  • 1 kg Gemüsebrühe – selbstgekocht-
  • Salz, Paprikapulver, Zitronensaft oder Zitronenschale – zum Abschmecken

 Den Gemüsefond in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Das Gemüse dazugeben und kochen lassen.

Zwiebelchutney

  • 1kg Zwiebeln – in grobe Scheiben schneiden – auf ein Backblech und mit Pommessalz und Öl mischen und bei 160° für 20min backen.
  • 0,4 Äpfel – in kleine Würfel schneiden.
  • 8 El Zucker – mit etwas Wasser in einem Kochtopf karamellisieren lassen.
  • 400ml Essig (Kräuteressig, Apfelessig, Zitronensaft, Apfelsaft oä).
  • Das Karamell mit dem Essig ablöschen und etwas kochen (sich auflösen) lassen. Das Gemüse dazugeben und einkochen lassen. Die Äpfel dazugeben und weiterkochen.
  • Kurkuma, Ingwer, Salz, Chili – zum Abschmecken.

Knoblauchbrot

  • Baguettes in Scheiben schneiden.
  • Knoblauch mit Öl, Salz und etwas Zitronensaft pürieren – (Knoblauch-Pesto)
  • Die Brote damit besteichen und auf ein Backblech (mit Backpapier)
  • Bei 160° für 15 min backen.

Krautsalat aus Spitzkohl und Apfel

  • Spitzkohl/ Weißkohl in feine Streifen schneiden
  • mit Salz verkneten
  • Äpfel grob reiben und dazugeben
  • Zitronensaft, Kräuteressig, Zucker dazugeben und verkneten.
  • Öl dazugeben und verkneten

Bällchen aus Kidneybohnen

  • 3 EL Leinsamen mahlen und mit 6 EL Wasser einweichen.
  • Sonnenblumenkerne mahlen
  • Zwiebeln, Möhren, Petersilienwurzel in sehr kleine Würfel schneiden und anbraten
  • Kidneybohnen abspülen und in einen Mixer geben.
  • angebratenes Gemüse dazugeben und alles mixen.
  • Haferflocken dazugeben.
  • mit Sojasauce, Senf, Salz und Paprikapulver würzen
  • Alles mischen, bis die Konsistenz stimmt.
  • Bällchen (25g) formen und frittieren/ braten.

Dip für die Bällchen

  • Kimchi mit Frischkäsecreme mischen

Süßkartoffel-Eintopf mit Schwarzen Bohnen

  • 3 Süßkartoffeln – schälen und in Würfel schneiden.
  • Anderes Gemüse (Karotten, Petersilienwurzel, Zucchini, oä) – in Würfel schneiden.
  • 1 Paprika rot – in Würfel schneiden.
  • 2 rote Zwiebel – in Würfel schneiden.
  • Das Gemüse auf ein Backblech geben du mit ÖL, Salz, Kräutersalz und Paprikapulver mischen. Backen bei 180°C für 20 Minuten in den Backofen.
  • 1 weiße Zwiebel, Knoblauch, Kurkuma, Ingwer putzen, ganz klein würfeln und in Öl anbraten.
  • Curry, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Currypaste – mitrösten.
  • 500ml Wasser/ Gemüsebrühe – selbstgekocht – zum Aufgießen.
  • 1 Dosen gehackte Tomaten – dazugeben.
  • Salz, Chili – zum Abschmecken.
  • 1-2 El Reismehl zum Binden – bei Bedarf
  • das Gemüse aus dem Ofen dazugeben.
  • 1 Dose schwarze Bohnen – dazugeben.
  • 300g frischer Blattspinat – für die Deko

Polenta-Würfel

  • 1 l Gemüsebrühe und ca. 50 g Pflanzenmargarine – zum Kochen bringen.
  • 250 g Polenta (Maisgrieß) – in die Brühe einrühren – kurz quellen lassen.
  • Kräutersalz, Muskatnuss – damit würzen.
  • frische Kräuter (nach Belieben und Geschmack) – geschnitten unterheben.
  • In eine rechteckige Form (oder Backblech mit Backpapier) die gequollene Polenta geben und glattstreichen.  Auskühlen lassen.
  • Von allen Seiten goldgelb anbraten.

Steckrübenpüree

  • 500g Steckrüben – schälen und in Würfel schneiden.
  • 500g Kartoffeln – schälen und in Würfel schneiden.
  • 1l Wasser oder Gemüsebrühe – damit aufgießen und weichkochen.
  • Salz, Muskat, Pflanzenmargarine, Pflanzenmilch – zum Abschmecken.
  • Mit einem Kartoffelstampfer (Mixer) zu Püree verarbeiten und Flüssigkeit nach Bedarf dazugeben.

Geht auch nur mit Kartoffel oder mit Süßkartoffeln

Winterliche Fruchtgrütze

  • Birne, Apfel, Pflaume in dekorative Stücke schneiden.
  • In Birnensaft kochen mit Speisestärke binden.

Vanillesauce

  • Mandelmilch aufkochen und Pudding einrühren.

Wir bedanken uns bei Stefan Beckmann für den interessanten Kochkurs, die Rezepte und die Informationen rund um BIO und Veganes Kochen.

Weitere aktuelle Informationen zu „Genial regional macht Schule“ findet man unter Genial Regional macht Schule !! – Jahreszeiten regional erleben bei unserem Kooperationspartner Jahreszeiten regional erleben.

Genial Regional macht Schule - Jahreszeiten regional erleben

Wenn Sie im schulischen Bereich tätig sind und auch mitmachen möchten, dann melden Sie Sich bitte kurz per Mail Genialregional@t-online.de beim Genial Regional Verein.

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    Seit Jahren engagiert sich der Naturpark für regionale Produkte, ihre Vermarktung und die Stärkung der Landwirte, Produzenten und Anbieter im Naturparkgebiet.

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    Weiter Informationen dazu finden Sie in diesem Flyer

    Bild-Quelle : Gabriele Henn

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    Zu den monatlichen Vespertouren des Naturparks Neckartal-Odenwald gibt es am 26. September ganz besondere Angebote. Betriebe laden zu einer Weideführung, einem Einblick in ihre Backstube, einer Stallführung oder einer Weinverkostung. Lernen Sie so die Arbeitsbedingungen lokaler Betriebe kennen!

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    Unterstützten sie das Engagement von klein- und mittelständigen Betrieben in unserer Region

    Mit dem Kauf einer Vespertasche unterstützten sie im Gegensatz dazu das Engagement von klein- und mittelständigen Betrieben in unserer Region. Über den Online-Shop des Naturparks können Interessierte eine mit lokalen Leckereien zum Sofortverzehr gefüllte Vespertasche buchen. Beim Direktvermarkter ihrer Wahl holen sie die Tasche mit hofeigenen Produkten ab. Ein lokaler Wandervorschlag, der ab Hof startet, wird der Tasche ebenfalls beiliegen. So lassen sich während einer Pause in entspannter Atmosphäre regionale Produkte kosten!

    Diese Betriebe bieten am 26. September um 11.00 Uhr Sonderaktionen an:

    Bäckerei Fritzebeck: Backstubenführung in Seckach

    Leon Scholl Direktvermarktung: Weideführung in Eberbach

    Matthias & Lukas Berberich GbR: Stallführung in Hardheim

    Weingut Uhler & Blank: Weinprobe in Eschelbronn

    Buchung der Vespertaschen und Sonderaktionen unter

    www.naturpark-neckartal-odenwald.de/service/online-shop/

    Weitere Infos unter
    www.naturpark-neckartal-odenwald.de/geniessen/vespertouren-2021/

    Bild-Quelle : Laura Willer

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    Bei den Hofführungen erfahren die Gäste alles, was sie über die moderne Landwirtschaft wissen wollen: Wie werden die Tiere gehalten, warum trägt Bio zur Biodiversität bei, wie werden die hofeigenen Produkte produziert und wie trägt die kleinbäuerliche Landwirtschaft zur Pflege unserer Kulturlandschaft bei?

    Die angebotenen Spezialitäten stammen nahezu ausschließlich von den Betrieben selbst: Hausmacher Wurst, Gemüse aus eigenem Anbau, selbstgebackenes Brot, eingekochte Fruchtaufstriche, Nudeln aus der eigenen Nudelstube, Eier frisch vom Hof und vieles, vieles mehr. Die Besucher*innen können so sinnlich erfahren, welcher Gaumenschmaus qualitätvolle, regionale Produkte sind.

    Auch die Kleinsten werden mit unterschiedlichen Angeboten wie einer Strohhüpfburg oder einem Spielplatz gut unterhalten, während die Erwachsenen in geselliger Runde schlemmen.

    Weitere Infos unter www.naturpark-neckartal-odenwald.de/geniessen/brunch-auf-dem-bauernhof. Eine Anmeldung bei den teilnehmenden Höfen ist Voraussetzung. Denn die Platzzahl ist begrenzt.

    Der Brunch auf dem Bauernhof ist ein landesweites Projekt. Im Naturpark Neckartal-Odenwald wird es gefördert durch Europäische Union, das Land Baden-Württemberg und die Lotterie Glücksspirale.

    Kontakt:
    Naturpark Neckartal-Odenwald
    Kellereistr. 36
    69412 Eberbach
    Tel.: 06271/9469801
    Regionalentwicklung@np-no.de

    Bild-Quelle : Naturpark Neckartal-Odenwald

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    JUNI 2022 : Es wird grün neben dem Jahreszeiten

    Das erste Hochbeet in der Friedhofstr 35 ist jetzt gefüllt mit Erde und die ersten grünen Kräuter sind gepflanzt. Wir werden das weiter ausbauen und suchen dafür noch Holzpaletten und größere Töpfe zur Bepflanzung. Wer uns damit unterstützen kann / möchte, bitte kurze Mail an spundloch@t-online.de oder info@jahreszeitenregionalerleben.de

    Neu ist auch das Schild mit dem QR-Code am Hochbeet. Wenn man den scanned, dann landet man auf einem Beitrag auf der Jahreszeiten Webseite. Dort kann man mehr darüber erfahren, was wir mit URBAN GARDENING in der Friedhofstrasse 35 in Bensheim vorhaben und wie man an diesem Gemeinschaftsprojekt mitmachen kann.

  • Mittelalter-Kochkurs im Freilichtlabor Lauresham

    Sehr spannend war es am 7. Mai 2026 für die Mitglieder des Genial Regional Verein und teilnehmende Lehrkräfte von Bergsträßer Schulen, die sich zum mittelalterlichen Kochkurs in Lorsch trafen. Am Besucher-Informations-Zentrum des Freilichtlabors Lauresham wurden die Teilnehmer freundlich begrüßt und bekamen eine Führung durch das Freilichtlabor Lauresham mit den Schwerpunkten Grundherrschaft, Landwirtschaft, Versorgung und Ernährung im frühen Mittelalter.

    Genial Regional macht Schule 2026 - Kochkurs - Mittelalterliches Kochen - Führung Lauresham

    Bei der Führung durch das Freilichtlabor Lauresham, erfuhren die Kursteilnehmer, wie man früher gekocht und die Lebensmittel angebaut bzw. verarbeitet hat.

    Heute finden wir im Supermarkt fast alles auf Anhieb im Regal, das im Kochtopf oder Backofen verarbeitet wird. Im Mittelalter mussten sich die Menschen deutlich mehr anstrengen, um zu ihrer Nahrung zu kommen. Es fing mit der Bearbeitung des Bodens an, danach kam die Aussaat, und am Ende standen die Ernte und das Kochen.

    Statt einer schier unerschöpflichen Auswahl an Speisen gab es nur das, was angepflanzt werden und gedeihen konnte. Im Mittelalter hatte man auch nur sehr begrenzte Möglichkeiten der Haltbarmachung, zum Beispiel der Kühlung von Nahrungsmitteln. Heute kocht man auf hochmodernen Kochfeldern, im Mittelalter war es der selbst gebaute Ofen oder eine große Steinplatte, auf der gekocht wurde. Das Essen binnen einer Viertelstunde auf die Teller zu zaubern, war früher absolut undenkbar. Die Teilnehmenden erfuhren im Kurs, was es heißt, regional und saisonal zu kochen. Genaue Mengenangaben waren Fehlanzeige und eine Speisefolge gab es ebenfalls nicht. Um regional und saisonal zu kochen, müssten Menschen umdenken. Die geliebten Erdbeeren zum Beispiel müssten sie für die meiste Zeit des Jahres von ihrem Speisezettel streichen.

    Zum Kochkurs wurde der Ofen befeuert und darin Brötchen gebacken. Als Kochstelle diente ein großer Steinblock, auf dem Holzstücke verfeuert wurden. Darüber hing das rustikale Gefäß, in dem ein Eintopf köchelte. Schnell breitete sich ein leckerer Duft aus. Wer Speck und Kräuter für seinen Eintopf haben wollte, nahm sich das selbst aus einer Schale.

    Genial Regional macht Schule 2026 - Kochkurs - Mittelalterliches Kochen und Essen

    Genial Regional macht Schule 2026 – Kochkurse für Lehrkräfte 

    Klimaschutz durch mehr regionale und saisonale Lebensmittel. Dieses Thema soll über die Schulen in die Bevölkerung getragen werden. Um dafür eine Grundlage zu schaffen, hat der gemeinnützige Genial Regional Verein in Kooperation mit regionalen Partnern ein Vernetzungs- und Bildungsangebot im Schuljahr 23/ 24 geschaffen und umgesetzt. Das im Jahr 2024 erfolgreich mit 4 Kochkursen gestartete Projekt wird in 2026 fortgesetzt. Es werden weitere 3 saisonal-regionale Kochkurse für Mitglieder und Lehrkräfte allgemeinbildender und beruflicher Schulen angeboten. Mittelalterliches Kochen in Lauresham, war der 1 dieser 3 Kochkurse in 2026.

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    Einkochen, Fermentieren und haltbar machen

    Am 2. September 2025 fand der 2te Kochkurs des Genial Regional Verein im Rahmen des Projekts „Genial Regional macht Schule 2025“ in der Erich-Kästner-Schule in Bürstadt statt. Referent war Stefan Beckmann, vom Bio-Catering Biond (www.biond.de).

    Fermentieren

    Fermentiertes Gemüse ist nicht nur eine alte Konservierungsmethode, sondern hat auch eine ganze Reihe gesundheitlicher Vorteile – aber es gibt auch Punkte, die man beachten sollte. Hier ein Überblick:

    Gesundheitliche Vorteile von fermentiertem Gemüse

    Fördert die Darmgesundheit

    • Milchsäurebakterien (z. B. Lactobacillus) entstehen bei der Fermentation.
    • Diese probiotischen Kulturen können die Darmflora positiv beeinflussen, die Verdauung fördern und Blähungen oder Verstopfung lindern.

    Verbesserte Nährstoffaufnahme

    • Durch Fermentation werden Nährstoffe wie Vitamine (z. B. Vitamin C, B-Vitamine, Vitamin K2) besser verfügbar.
    • Mineralstoffe wie Eisen oder Magnesium können leichter aufgenommen werden.

    Stärkung des Immunsystems

    • Ein gesunder Darm hängt eng mit einem starken Immunsystem zusammen.
    • Probiotische Bakterien können Entzündungen regulieren und das Risiko für Infektionen senken.

    Längere Haltbarkeit & natürliche Konservierung

    • Gemüse bleibt ohne Zusatzstoffe über Monate haltbar..
    • Der Säuregehalt (pH-Wert) verhindert das Wachstum schädlicher Keime.

    Positive Wirkung auf Stoffwechsel und Gewicht

    • Einige Studien deuten darauf hin, dass fermentierte Lebensmittel das Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können.

    Mögliche Risiken & Dinge zum Beachten

    Salzgehalt

    • Bei der klassischen Milchsäuregärung wird viel Salz verwendet. Zu hoher Konsum kann problematisch für Herz-Kreislauf-Patienten oder Menschen mit Bluthochdruck sein.

    Histaminbildung

    • Bei der Fermentation entsteht Histamin. Menschen mit Histaminintoleranz reagieren darauf oft mit Kopfschmerzen, Hautausschlägen oder Verdauungsproblemen.

    Individuelle Verträglichkeit

    • Zu Beginn können Blähungen, Völlegefühl oder Bauchgrummeln auftreten, bis sich der Darm an die neuen Bakterien gewöhnt.
    • Langsam einführen (z. B. mit 1–2 EL Sauerkraut täglich starten).

    Hygiene & Sicherheit

    • Wichtig: Sauberes Arbeiten, sauberes Equipment, richtige Salzkonzentration.
    • Wenn es stark faulig riecht, schleimig wird oder Schimmel bildet → nicht mehr essen.

    Nicht für alle geeignet

    • Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder nach Organtransplantationen sollten vorsichtig sein und ggf. vorher ärztlich abklären.

    Kurz gesagt: Fermentiertes Gemüse kann ein echtes Superfood für den Darm und das Immunsystem sein – solange es richtig hergestellt und individuell verträglich ist.

    Ideen für fermentiertes Gemüse

    Kimchi (klassisch)

    • Chinakohl, Karotten, Paprika, rote Zwiebeln, Kurkuma, Ingwer, Chiliflocken

    CurryKraut

    • Chinakohl, Spitzkohl, Weißkohl (manchmal etwas Wirsing), Kurkuma, Ingwer, Cilliflocken, Curry (Kreuzkümmel)

    BlumenkohlCurry

    • Blumenkohl (Scheiben), Chinakohl, Spitzkohl, Karotten (Scheiben), rote Zwiebeln, getrocknete Tomaten, Ingwer, Kurkuma, Chiliflocken)

    Lauch/Karotten – Kimchi

    • Spitzkohl (grob), Lauch, Karotte (grob gerieben)

    Blumenkohl/ Lauch/ Karotten Kimchi

    • Blumenkohl (Röschen), Karotte (grob gerieben), Spitzkohl (grob), Lauch

    Rotes Kimchi

    • Rotkraut, Blumenkohl, rote Bete, Chinakohl, Möhre

    mit Gelber Bete

    • Gelbe Bete (Würfel), Karotten (Scheiben), Lauch, Spitzkohl (grob), Chinakohl

    Sauerkraut (klassisch)

    • Spitzkohl, Weißkraut, (Lorbeer, Wachholder)

    Rettich Kimchi

    • Rettich (dünne Scheiben), Karotte (dünne Scheiben), Lauch

    Grundrezept: Fermentiertes Gemüse

    • ca. 1 kg Gemüse (z. B. Kohl, Karotten, Blumenkohl, Lauch, Rettich, Bete …)
    • 20 g Salz (= 2 % vom Gemüsegewicht) → am besten naturbelassenes Meersalz oder Steinsalz
    • Gewürze nach Belieben: Knoblauch, Ingwer, Chili, Kümmel, Lorbeer, Pfefferkörner …
    • Optional: Starterkultur (z. B. etwas vom Saft eines vorherigen Ferments)

    Gemüse vorbereiten

    • Waschen, ggf. schälen und in die gewünschte Form schneiden (Scheiben, Raspeln, Röschen). – unterschiedliche Schnittform – anderer Geschmack

    Salzen

    • Gemüse in eine große Schüssel geben, Salz dazu.
    • Mit den Händen kräftig kneten oder stampfen, bis Flüssigkeit austritt (das ist die spätere Lake).

    Abfüllen

    • Gemüse dicht in ein sauberes Bügel- oder Schraubglas pressen.
    • Es muss komplett mit Flüssigkeit bedeckt sein. Falls zu wenig Lake da ist: etwas Salzlösung (2 %) nachgießen.

    Beschweren

    • Mit einem Gewicht (Glasgewicht, kleiner Teller, sauberes Kohlblatt) das Gemüse unter der Flüssigkeit halten.
    • Wichtig: Gemüse darf nicht mit Luft in Kontakt kommen → sonst Schimmelgefahr.

    Fermentieren lassen

    • Glas (Weck-Gläser) verschließen. Nicht öffnen – es darf kein Sauerstoff reinkommen
    • Zimmertemperatur (18–22 °C) für 3–7 Tage stehen lassen.
    • Unterschiedliche Temperatur – anderer Geschmack

    Reifen lassen

    • Im Kühlschrank entwickelt sich das Aroma weiter.
    • Haltbarkeit: mehrere Monate, solange das Gemüse unter der Lake bleibt.

    Tipps

    • Menge Salz ist entscheidend: ca. 2 % ist optimal (z. B. 1 kg Gemüse → 20 g Salz).
    • Schaumbildung / Blubbern ist normal: das sind die Milchsäurebakterien.
    • Wenn sich ein weißer Film (Kahmhefe) bildet → meist harmlos, aber bei Schimmel (flauschig, farbig) entsorgen.
    • Immer sauber arbeiten – Glas, Hände, Schneidebrett.
    • Geruchs- und Geschmackskontrolle

    Die Kursteilnehmer konnten dabei praktische Erfahrung sammeln, über das Fermentieren diskutieren und hatten viel Spaß beim Schneiden, Salzen, Stampfen und Befüllen der Gläser.

    Genial Regional macht Schule 2025 - Kochkurs - Geschnittem, Gesalzen und Gestampft

    Einkochen

    Gesundheitliche Vorteile beim Einkochen

    Längere Haltbarkeit

    • Durch Erhitzen werden Mikroorganismen und Enzyme abgetötet → Lebensmittel sind über Monate bis Jahre haltbar.
    • Praktisch für Vorratshaltung und weniger Lebensmittelverschwendung.

    Nährstoffsicherung

    • Viele Mineralstoffe (z. B. Kalium, Magnesium, Eisen) bleiben beim Einkochen gut erhalten.
    • auch Ballaststoffe bleiben unverändert und fördern die Verdauung.

    Saisonale Vielfalt

    • Saisonales Obst & Gemüse kann eingekocht und ganzjährig genutzt werden – fördert eine abwechslungsreiche Ernährung.

    Selbstgemacht = kontrollierte Zutaten

    • Im Gegensatz zu industriellen Konserven enthält Selbstgemachtes keine Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder unnötigen Zucker/Salz (außer man fügt es selbst zu).

    Gesundheitliche Nachteile & Risiken

    Vitaminverluste

    • Hitzeempfindliche Vitamine (v. a. Vitamin C, B-Vitamine, Folsäure) gehen teilweise verloren.
    • Der Verlust hängt von Temperatur & Dauer ab (besonders bei langem Einkochen oder hoher Hitze).

    Botulismus-Risiko (sehr selten, aber ernst)

    • Clostridium botulinum kann in sauerstoffarmen, feucht-warmen Milieus wachsen (z. B. bei unsachgemäß eingekochtem Gemüse/Fleisch).
    • Vorbeugung:
    • Strikte Hygiene beim Einkochen.
    • Säurehaltige Lebensmittel (z. B. Obst, Tomaten) sind unkritischer.
    • Bei Gemüse/Fleisch → unbedingt lange genug bei mind. 100 °C (besser 120 °C im Druckkochtopf) einkochen.

    Nährstoffeinseitigkeit

    • Wenn man sich stark auf Eingekochtes verlässt, kann es auf Dauer zu weniger Frischkost und Rohkost kommen → schlechtere Vitaminversorgung.

    Salz- oder Zuckergehalt

    • Viele Rezepte nutzen Zucker (Marmelade, Kompott) oder Salz (eingelegtes Gemüse). Ein übermäßiger Konsum kann gesundheitlich nachteilig sein.

    Auch für das leibliche Wohl der Kursteilnehmer wurde gesorgt. Zum gemeinsamen Mittagessen gab’s frisch zubereitete Grünkern-Bolognese, Apfelmus mit eingekochten Kirschen und schöne Bilder vom Kochkurs des Genial Regional Verein.

    Genial Regional macht Schule 2025 - Kochkurs - Grünkern-Bolognese zum gemeinsamen Mittag

    Grünkern-Bolognese

    • 200 g Grünkern (geschrotet)
    • 2 EL Olivenöl
    • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
    • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
    • 1 Karotte, klein gewürfelt oder geraspelt
    • 1 Stange Staudensellerie, fein gewürfelt (optional)
    • 1 Dose Tomaten (stückig, ca. 400 g)
    • 2 EL Tomatenmark
    • 500 ml Gemüsebrühe
    • 2 TL Oregano (getrocknet)
    • 1 TL Thymian (getrocknet)
    • 1 Lorbeerblatt
    • Salz & Pfeffer nach Geschmack

    Grünkern vorbereiten

    • Grünkernschrot in einer trockenen Pfanne kurz anrösten, bis er duftet (gibt ein nussiges Aroma).
    • Danach mit der Gemüsebrühe übergießen und ca. 15 Minuten quellen lassen.

    Gemüse anbraten

    • Öl in einem Topf erhitzen.
    • Zwiebel, Knoblauch, Karotte (und Sellerie) anschwitzen, bis sie weich sind.

    Tomatenbasis

    • Tomatenmark kurz mitrösten.
    • Mit Rotwein (oder etwas Brühe) ablöschen.
    • Stückige Tomaten und Gewürze (Oregano, Thymian, Lorbeerblatt) dazugeben.

    Grünkern untermischen

    Mit Salz & Pfeffer abschmecken.

    Den gequollenen Grünkern mit der Brühe unterrühren.

    Alles bei mittlerer Hitze ca. 20–30 Minuten köcheln, bis die Sauce schön sämig ist.