Genial Regional Verein - Trockenmauern Bergstraße - Trockenmauer Kurs in Theorie und Praxis

Trockenmauer Kurs am Heppenheimer Schloßberg

Trockenmauern aus heimischen Gesteinsarten stellen in der Kulturlandschaft an der Bergstraße prägende Strukturelemente dar, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit und Geschichte z.B. am Heppenheimer Schloßberg unter Denkmalschutz stehen und seit 2018 auch anerkanntes Weltkulturerbe sind.  Sie beherbergen auch in ihren verschiedenen Zonen eine außerordentliche Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, welche ohne die Trockenmauern nur noch einen eingeschränkten Lebensraum finden.

Genial Regional Verein - Trockenmauern Bergstraße - Heppenheimer Schloßberg

Leider geht das Wissen unserer Ahnen zur Neuerrichtung oder Pflege einer mörtellosen Trockenmauer immer mehr verloren. Mit unserem Kurs möchten wir der „Wissenserosion“ entgegen wirken und die Teilnehmer befähigen, selbst Reparaturen gefahrlos vorzunehmen oder neue Trockenmauern aufzusetzen.  

Das Trockenmauerteam : Matthias Radke, Beate Weis, Tom Peichel

Genial Regional Verein - Trockenmauern Bergstraße - Das Trockenmauer Projektteam

Fragen zur evtl. eigenen Baustelle in Garten oder Landschaft werden von Matthias, Beate und Tom gerne beantworten. Gerne diskutieren Sie mit Euch und teilen Ihr Wissen aus vielen bereits durchgeführten Trockenmauer-Sanierung-Projekten.

Werkzeugkunde ist Teil des Kurses

In Trockenmauerkurs des Genial Regional Verein erfährt und lernt man auch viel über Werkzeuge und deren Verwendung für den Trockenmauerbau. Es gibt spezielle Schlag- und Bearbeitungswerkzeuge. Zum Bearbeiten der Steinansichtsseite, Bosse bearbeiten, einebnen wird z.B. der Krönel verwendet. Es gibt Sprengeisen, zum Ausbilden von Kanten und Ecken, und noch viel mehr.

Genial Regional Verein - Trockenmauern Bergstraße - Die Trockenmauer Werkzeuge

Der Trockenmauer-Kurs fand in Theorie und Praxis am Freitag und Samstag statt.

  • Freitags – 15.00 bis max. 19:30 Uhr Theorie
  • Samstags – 09.00 bis ca. max. 14:00 Uhr  Praxis

Werkzeuge wurden vom Veranstalter gestellt.

Genial Regional Verein - Trockenmauern Bergstraße - Das Steinpuzzle kann beginnen

Kommunikation und Austausch in der Gruppe sind uns wichtig – in den Pausen sorgt der Genial Regional Verein für Verpflegung mit Snacks und Getränken aus der Region.

Der Trockenmauer-Kurs „Sanierung und Neuerrichtung in Theorie und Praxis“ am Schloßberg in Heppenheim, hat im März 2023 unter Trägerschaft des Nabu Meerbachtal stattgefunden.

Basierend auf dem positiven Feedback, den guten Gesprächen mit den Teilnehmern und dem großen Interesse an solchen Kursen, hat sich der Genial Regional Verein entschlossen, diese Form der Wissensvermittlung in Theorie und Praxis auch zukünftig in weiteren Trockenmauer-Kursen anzubieten.

Nähere Infos, Kosten und Anmeldung bei : Genial Regional Verein, Beate Weis, e-mail  : streuobst-manufaktur@gmx.de  oder genialregional@-t-online.de

Beate Weis ist die Ansprechpartnerin und freut sich auf zahlreiche Teilnehmer bei den Trockenmauer-Kursen.

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  • Das Quittenprojekt – Erhaltung der Sortenvielfalt einer einzigartigen Obstart

    Die Initiatoren des Quittenprojekts Bergstraße, Ellen & Rainer, leben auf einem über 200 Jahre alten, innerörtlichen Bauernhof, der von einem kleinen Bachlauf durchzogen wird. Auf dem, seit Generationen in Familienbesitz befindlichen, Hof, wurde bis in die 60er Jahre Land- und Viehwirtschaft zur Selbstversorgung betrieben. Als Industriemeister und Krankenschwester dem Obstbau eigentlich nicht sehr verbunden, begannen sie 2009 das eigene Grundstück wieder zu reaktivieren. Der Wunsch, in und mit der Natur zu arbeiten, und die Liebe zur Quitte mit ihrem einzigartigen Aroma, lies sie auf die Suche nach zwei geeigneten Quittenbäumen bzw. Sorten gehen. Unterstützung fanden sie in dem Buch „Die Quitte“ von Monika Schirmer. Als sie keine der von uns ausgesuchten Sorten finden bzw. beschaffen konnten, war die Idee zu ihrem Quittenprojekt geboren.

    „Da haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diese wunderbare Obstart mit all ihren Facetten wieder zu kultivieren und in Erinnerung zu bringen“. Rainer Stadler und Ellen Müller, Initiatoren und Inhaber des Quittenprojekt Bergstraße

    Quittenprojekt Bergstraße Rainer Stadler und Ellen Müller

    Wegen des einzigartigen Aromas und ihrer vielen positiven Eigenschaften wurde die Quitte als Nahrungsmittel und Heilpflanze sehr geschätzt, und war bis vor 100 Jahren in vielen Haus- und Bauerngärten zu finden. Da sie sehr hart, roh nicht genießbar und auch nur sehr aufwändig zu verarbeiten ist, wurden die meisten Bäume gefällt. So geriet die Quitte in den letzten Jahrzehnten fast in Vergessenheit. Von den 200 verschiedenen Sorten, in den

    Wuchsformen Apfel- und Birnenquitte, sind nur ganz wenige in deutschen Baumschulen erhältlich. Den meisten Menschen nur als Gelee bekannt, findet die Quitte vielfältigste Verwendung. Das einzigartige Aroma und den betörenden Duft dieser Früchte den Menschen wieder näher zu bringen ist Ihr Ziel. Dafür arbeiten sie mit Energie und Leidenschaft.

    Der Anbau der Quitte – Der Start des Quittenprojekts

    2009 pflanzten wir unsere ersten beiden Quittenbäume. Eine Konstantinopler Apfelquitte und eine Portugieser Birnenquitte. Um in der Produktentwicklung flexibel zu sein, wurden noch Aprikosenbäume und Jostabeerensträucher, eine Kre4uzung aus schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere, gepflanzt.

    2010 rodeten wir auf unserem eigenen Grundstück, mit Ausnahme einer großen Süßkirsche und einer Walnuss, alle alten und kaputten Bäume. Parallel konzipierten wir mit dem Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Weinheim die Bepflanzung einer Ökokontofläche mit 46 Quittenbäumen in 15 Sorten. 9 Apfel- und Birnbäume ergänzen das Streuobstsortiment.

    2011 wurde diese Fläche von uns in Pflege genommen. Ökokontoflächen bieten einen ökologischen Mehrwert und unterliegen strengen Pflegeauflagen. Es darf erst ab der Jahresmitte gemäht werden, damit die Samen der Wildblumen und Kräuter ausfallen können und die Flächen im Sinne der Biodiversität vielen Insekten und Kleinlebewesen zur Heimat werden. Das Mähgut muss in Form einer Maht oder eines Beweidungskonzeptes erfolgen und von der Fläche abgetragen werden.

    2012 übernahmen wir die Pflege einer 10.000 m² großen Ausgleichsfläche, die von der Stadt Weinheim angelegt und derzeit in der Zuständigkeit des Rhein-Neckar-Kreises liegt. Hier entstand eine Streuobstwiese mit Mandeln, Birnen, Kirschen, Äpfeln und durch unsere Ergänzungspflanzung noch Quitten. Weiter haben wir auf unserem Grundstück die nächsten 25 Quittenbäume gepflanzt.

    Quittenprojekt Bergstraße - Der Start des Quittenprojekts

    2013 stand die erste große Pflanzung an. In einer Vielzahl von Baumschulen konnten wir bundesweit 190 Quittenbäume in 16 verschiedenen Sorten erwerben. Diese haben wir auf eine, von Freunden gepachtete, 6.500 m² große Fläche gepflanzt.

    2014 wurde diese Pflanzung mit 26 weiteren Bäumen der Arten Reneclaude, Aprikose, Pfirsich, Zwetschge, Kaki, Kirsche, Nashi und Mirabelle ergänzt. Diese haben wir auf der jährlichen Obstbaumverkaufsaktion des Obst- und Gartenbauverein Sulzbach e.V.  erworben, bei dem wir seit Jahren aktive Mitglieder sind.

    2015 erweiterten wir das Sortiment um 25 Quittenbäume der Sorte Leskovac in Birnenform. Das restliche Jahr, standen der Außenauftritt unseres Projekts, die operative Ausrichtung und die Produktentwicklung auf der Agenda.

    2016 kümmerten wir uns in der Nachbargemeinde Hemsbach um eine Herzensangelegenheit. Ein völlig mit Brombeeren überwuchertes und verbuschtes Grundstück. Auf 2.000 m² wurden hier jahrelang von allen Seiten Müll und Grünschnitt entsorgt. Nach Rodung der Brombeeren und Fällung der alten Bäume haben wir 900 kg Müll abgesammelt und entsorgt. Um die Brombeeren dauerhaft einzudämmen, wurde die Fläche gepflügt, gefräst und Gras eingesät. Im Anschluss pflanzten wir hier ca. 60 Quittenbäume der Sorten Limon Ayvasi und Muskatnaja, denen man spezielle, namensgebende Aromanoten nachsagt.

    2017 standen die ersten Pflanzungen im Vorgebirge von Laudenbach auf dem Programm. In das Projekt „Ilek – Blühende badische Bergstraße“ eingebunden, pflanzten wir auf einem Grundstück der Gemeinde Laudenbach die ersten 9 Quittenbäume direkt am Blütenweg.

    2018 pflanzten wir weitere Bäume am Laudenbacher Abschnitt des Blütenwegs. Hier ergänzen wir durch eine private Zupachtung zwei weitere Aktionsflächen des Ilek-Projekts und verbinden diese. Neben Quittenbäumen sollen hier auch alte Birnensorten gepflanzt werden.

    2019 stand die Pflanzung weiterer 200 Quittenbäume in 40 Sorten an. Das mühe voll gesammelte Veredelungsmaterial haben wir im Sommer 2017 von einer Baumschule auf spezielle Unterlagen aufpfropfen lassen.  Somit erweiterte sich unser Sortiment auf ca. 800 Bäume in 60 Sorten.

    Die Beschreibung der Quitte

    Die Quitte bildet 3–6 m hohe und ebenso breite Gehölze mit strauch- oder bauchförmigem Wuchs und kann bis zu 100 Jahre alt werden. Die Jungtriebe sind dicht filzig behaart, und die Zweige verkahlen mit zunehmendem Alter. Die duftende Blüte hat bis zu 7 cm Durchmesser und wird aus fünf weiß oder rosa gefärbten Blütenblättern gebildet.

    Wenn die Temperaturen unter –25°C sinken gibt es Schäden an den Fruchtknospen. Die Quitte ist demnach winterfrostgefährdet. Sonnige Standorte fördern eine optimale Holzreife und vermindern dadurch die Frostanfälligkeit.

    Wegen ihrer späten Blüte (Mai/Juni) ist die Quitte auch für Spätfrostlagen geeignet. Der Baum ist selbstfruchtbar und wird hauptsächlich von Bienen bestäubt. Die einzelnstehenden, großen Blüten haben wie die Früchte einen hohen Zierwert.

    Quittenprojekt Bergstrasse - Beschreibung der Quitte

    In der Wildform weist die gelbe, stark duftende, behaarte vielsamige Frucht einen Durchmesser von 3 cm bis 5 cm auf. Kultivierte Sorten können größere Früchte bilden, die nicht selten bis zu 900 g schwer werden. Sie gehört zu den letzten Früchten im Saisonkalender und wird im Spätherbst, also normalerweise im Oktober bis hinein in den November, geerntet.

    Das Fruchtfleisch besitzt zahlreiche Steinzellen, wie man sie auch von der Birne kennt. Der angenehme Duft beruht auf einem Gemisch von mindestens 80 Duftstoffen, vor allem von Estern. Die bekannte goldgelbe Färbung der Früchte, das sogenannte „quittegelb“ geht hauptsächlich auf das Flavon Quercetin zurück.

    Die Geschichte der Quitte

    Die Quitte wird seit 4.000 Jahren kultiviert. Ursprünglich war sie im Iran, in Armenien und im Kaukasus beheimatet. Ihren botanischen Namen „Cydonia“ verdankt sie der antiken

    Stadt Kydonia auf Kreta, dem heutigen Chania, wo sie erstmals als Feldobst von Bauern angebaut wurde. Goldapfel nannten die alten Griechen diese herrliche Frucht.

    Quittenprojekt Bergstraße - Geschichte der Quitte

    Wahrscheinlich war sie auch die paradiesische Frucht, die Herakles stahl. Die „kydarischen“ Äpfel waren in Griechenland als Symbol der Liebe und Fruchtbarkeit hoch geschätzt. Brautleute aßen vor der Hochzeitsnacht gemeinsam eine dieser Früchte der Liebesgöttin Aphrodite. Neben ihrem süßlichen, weist die Quitte gleichzeitig einen herb-bitteren Geschmack auf. Dies wurde in der Antike als Vorgeschmack auf die Freuden, als auch die möglichen Schattenseiten einer Ehe interpretiert. Noch im 8. Jhd. n. Chr., am Hofe Kaiser Karls des Großen, wurde diese Tradition gepflegt.

    Im alten Rom waren die gelben Früchte als Gabe an die Nachtgöttin in Herrenzimmern zu finden. Ihr starker Duft sollte die Angebetete betören. Man war nicht nur von den Früchten begeistert, sondern fing bereits ihren verführerischen Duft in Form von Parfüms ein. Auch heute ist die Quitte Bestandteil vieler kosmetischer Produkte.

    Die Verwendung der Quitte

    Die in der Schweiz, Deutschland und Österreich wachsenden Quittensorten sind für den Rohverzehr nicht geeignet, da sie sehr hart und durch die Gerbstoffe bitter sind. Andernorts gibt es aber auch Sorten die roh gegessen werden können, zum Beispiel die in der Türkei angebaute Shirin-Quitte.

    Bei der Zubereitung mitteleuropäischer Sorten muss in jedem Fall vor dem Verarbeiten der Früchte der Flaum oder Pelz der Quitten mit Hilfe eines (groben) Tuches gründlich abgerieben werden, da er reichlich Bitterstoffe enthält. Dann kann die Frucht geschält oder ungeschält verwendet werden.

    Die Ernte erfolgt am besten im nicht zu reifen Zustand, da sonst das in den Früchten enthaltene Pektin zunehmend abgebaut ist. Am sinnvollsten ist als Erntezeitpunkt die Phase, in der die Farbe der Früchte von grün nach gelb umschlägt. Grasgrüne Früchte bleiben trotz eventueller Nachreife geschmacklich unbefriedigend. Bei zu später Ernte tritt rasch eine Bräunung des Fruchtfleisches auf. Knapp reif geerntete Früchte lassen sich getrennt von anderem Obst bis zu zwei Monate lagern.

    Quittenprojekt Bergstraße - Verwendung der Quitte

    Aus Quitten kann u.a. Konfitüre, Kompott, Mus, Saft und daraus Gelee, Likör, Wein, Schnaps sowie Secco hergestellt werden. Von regionaler Bedeutung ist die Zugabe in der Apfelwein oder -saftherstellung. Gebacken eignen sie sich als Dessert oder Beilage zu Fleisch. Quittenbrot ist eine Süßigkeit, hergestellt aus mit Zucker vermischtem, eingedicktem Quittenmus, das etwa 1 cm dick auf einem Backblech verstrichen im Backofen gedörrt und anschließend in 2–3 cm große Rauten geschnitten und in Zucker gewendet wird. In spanisch- und portugiesisch sprachigen Ländern ist es als „Dulce de membrillo“ eine verbreitete traditionelle Weihnachts- oder Wintersüßigkeit.

    Die Vermarktung der Quitte

    Um das Projekt zu finanzieren und die anfallenden Erträge sinnvoll zu nutzen, starteten wir nach der ersten kleinen Ernte im Oktober 2015 mit der Produktentwicklung. Da wir nicht nur den Saft sondern die ganze Frucht verwenden wollten, begannen wir nach dem klassischen Quittengelee mit der Entwicklung von Fruchtaufstrichen aus Quittenpüree. Anfangs hart wie Beton, erreichten wir nach monatelanger Versuchsproduktion eine samtwiche Textur ohne den Einsatz von Zusatz- oder Konservierungsstoffen.

    Im Mai 2016 feierten wir die Eröffnung unseres Hofladens in der Hintergasse 5 in Weinheim-Sulzbach, in dem sich unser Hang zur Tradition widerspiegelt. Eine Obstpresse aus dem 17. Jahrhundert und ein Apothekerschrank von 1924 verleihen dem Laden seinen besonderen Charme. Ergänzt mit einer antiken Registrierkasse und anderen historischen Gegenständen entführt er unsere Besucher in die „Blütezeit“ der Quitte.

    Quittenprojekt Bergstraße - Die Vermarktung und der Hofladen in Weinheim

    Nach und nach erweiterten wir unser Produktsortiment, um ein Quittenessigbalsam, verschiedene Sirupe, Senf in zwei Varianten und ein naturtrüber Quittendirektsaft ergänzen unsere Fruchtaufstriche in 19 Sorten.

    In den darauffolgenden Jahren starteten wir in unserer Versuchsküche mit Dips und Chutneys. Die spanische Spezialität „Dulce de membrillo“, bei uns als Quittenbrot oder Quittenspeck bekannt, ist ebenfalls in Planung. Es folgten Quittenbrand , Quittenwein und Quittensecco in Zusammenarbeit mit einem Bioweingut.

    Um mit unseren Kunden und Interessenten in Kontakt zu treten, besuchen wir mit unserem quittengelben Marktstand regelmäßig Veranstaltungen wie die Märkte des „Naturpark Neckartal-Odenwald“ oder der Initiative „BürGenLand“, die sich für eine genfreie Landwirtschaft einsetzt. Auch auf Fach- und Genussmessen tauschen wir uns mit Kunden und anderen Manufakturen aus.

    Synergien & Netzwerke in der Region Bergstraße

    Der Verein „Blühende Bergstraße e. V.“, dessen Mitglied wir sind, hat als Ziel, das meist verbuschte, überwucherte und kaum noch mit Fahrzeugen befahrbare Vorgebirge entlang der Bergstraße zwischen Laudenbach und Dossenheim wieder in sein ursprüngliches Erscheinungsbild zurückzuführen.

    Durch Gerhard Röhner, den Vorsitzenden der BUND Ortsgruppe Hemsbach / Laudenbach entstand die Idee mit den Pflanzungen der Quittenbäume entlang der neuen Kreisverbindungsstrasse. In einem gemeinsamen Meeting mit der Gemeindeverwaltung Laudenbach wurde die Pflanzung konzipiert und abgesegnet. Als Mitglieder dieser sehr aktiven Ortsgruppe haben wir auch schon einen Vortrag über unser Projekt gehalten und sind stets über Naturschutzprojekte in unserer Region informiert. So stehen wir auch seit der Gründung des Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar e.v. (kurz. Genial Regional Verein) im Kontakt mit dessen Gründungsmitgliedern und unterstützen das Vorhaben des Vereins, durch diverse Aktivitäten in der Region, das Bewusstsein und die Wertschätzung für nachhaltige regionale Produkte in der Bevölkerung zu aktivieren und das Vertrauen in Regionales zu stärken.  

    Leitmotiv : „Heimat entdecken, erhalten und gestalten“

    Text-Quelle : © Quittenprojekt Bergstraße

    Bild-Quelle : Quittenprojekt Bergstraße und Ottmar Meissner

    Quittenprojekt Bergstraße - Verein Blühende Bergstraße - Geinal Regional Verein

  • Genial Regional macht erfolgreich Schule

    Saisonal und regional Kochen mit Kindern im Unterricht. Dieses Thema hat der Verein „Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar“ in vier Workshops erfolgreich aufgearbeitet. Bei diesem praxisbetonten Fortbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte und Vereinsmitglieder haben im abgelaufenen Schuljahr rund 20 Männer und Frauen viele Ideen für Projekttage gesammelt. Vereinsvorsitzende Brigitte Zimmermann überreichte in Bürstadt beim abschließenden „Grilllehrgang“ den Anwesenden ihre Teilnahmebestätigungen.

    Warum dieses Fortbildungsangebot?

    Das Wissen um heimisches Gemüse der Saison und die Fähigkeiten es gesund und schmackhaft zuzubereiten, verschwindet in Zeiten von „industriellen Fertiggerichten“ immer mehr. Um diesem Trend entgegen zu wirken hat der Verein das Fortbildungsprogramm gestartet, „Mit unseren Kursen wollen wir genussvollen Klimaschutz auf dem Teller anbieten. “ so Brigitte Zimmermann im Rückblick auf die Fortbildungen. „Nun sind 20 Multiplikatoren bereit das erworbene Wissen an Kinder und Jugendliche weiter zu geben.

    Kreis- und Länderübergreifender Workshop

    Die Kursleitung hatten Gastronomiefachkräfte. Teilnehmen konnten Multiplikatoren aus Bildungseinrichtungen aus Südhessen und Nordbaden. Ziel war auch der Kreis- und Länderübergreifende Austausch. Der Verein „Genial Regional“ hatte den DEHOGA Hessen, die Heinrich Metzendorf Schule, den Geo-Naturpark Bergstraße Odenwald und den Naturpark Neckartal sowie die Location und Plattform „Jahreszeiten regional erleben“ mit im Boot. Kurzfristig hat sich auch noch die Erich-Kästner-Schule in Bürstadt für das Abschlussmodul mit Küche und Freifläche beteiligt. Dafür dankte Brigitte Zimmermann Schulleiterin Stefanie Dekker. Bei allen Modulen wurden neben viel Praxis und Genuss auch neue Kontakte sowie Wissen zu den regional-saisonalen Lebensmitteln vermittelt.

    Warum sollte an Schulen gekocht werden?

    Sabine Gnauck, Abteilungsleiterin an der Heinrich Metzendorf Schule –weist auf die Wichtigkeit hin verstärkt den Basismultiplikatoren, das Thema „regionale, saisonale und nachhaltige Ernährung“ zu vermitteln. Deshalb hat die Metzendorfschule als schulischer Partner für die Berufsausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe und Lebensmittelhandwerk dem Verein gerne ihre Räume für zwei Workshops zur Verfügung gestellt. Gnauck führt weiter aus: „Leider ist die Realität so, dass Kinder und Jugendliche kaum noch eigene Kocherfahrungen zuhause, in der KiTa oder in der Schule machen.

    Übrigens: Die Fortbildungsreihe „genial regional macht Schule“, die sich über das Schuljahr 23/ 24 erstreckte, richtete sich an Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen und Schulstufen. Lehrkräfte konnten im Laufe der Fortbildung persönliche Kontakte zu Erzeugern und den beteiligten Vereinen an der Bergstraße knüpfen.

    Regionale und saisonale Genüsse zubereiten

    Den Start der Workshopreihe machte Guy Bastian von der Kochschule Heidelberg mit dem Thema „Kartoffeln und Kürbisse“ in der Metzendorfschule.

    Im Winter lockte Bio-Koch Stefan Beckmann von Biond an dieTöpfen in der Metzendorfschule. Der Spezialist für vegane Küche zeigte, was man aus Kraut und Rüben so zaubern kann.

    Im Frühjahr hat Kräuterfrau Dorisa Winkenbach von „artemis“ mit Wissbegierigen in Bensheim Kräuter gesammelt. Anschließend wurden sie in der Location „Jahreszeiten“, sortiert und für Speisen verwendet.

    Zum Schuljahresende 23/24 war es dann tierisch: Grillen stand auf dem Plan. Die mehrfachen Hessenmeister Oliver und Sandra Schröbel lieferten Basiswissen und viele Tipps zum Grillen.

    Petra Wagner-Brunnengräber vom Verein dokumentierte Rezepte, um sie den Teilnehmenden zur Verfügung zu stellen. Vereinsmitglied Ottmar Meissner wird einige davon auch über seine digitale Plattform „Jahreszeiten regional erleben“ bereitstellen. So wollen die Organisatoren mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit das „regionale Genuss-Erbe“ für künftige Generationen bewahren.

    Regionale und saisonale Lebensmittel besorgen

    Für den praktischen Teil hatte Landwirt Sigi Ochsenschläger Kartoffel, Kürbisse, Kohl, Kräuter, Salate, Knoblauch und vieles mehr geliefert. Der Erzeuger aus Biblis-Wattenheim nutzte die Treffen, um von seinen Nöten zu berichten. Eigentlich möchte er Gemüse und gutes Fleisch für die Region erzeugen. Doch immer weitere Vorschriften, Dokumentationspflichten und Kontrollen erschweren seine Arbeit. Mit der Gründung einer Solidarischen Landwirtschaft gibt er 100 Leuten Einblicke in die Arbeit. Jeden Freitag liefert er an 3 Standorte deren wöchentlichen Ernteanteil. Seine Frau Dagmar Ochsenschläger sorgt mit ihrem kleinen Hofladen für ein Nahversorgung, die früher kleine Lebensmittelgeschäfte machten. Ergänzt wird das Angebot mit einem Onlineshop eigener Produkte und Erzeugnissen von regionalen Kollegen.

    Austausch über Branchen hinweg

    Beim gemeinsamen Essen kamen auch Themen zur Sprache, wie Fachkräftemangel, bürokratische Hürden für Handarbeitende Kleinerzeuger oder die Probleme bei den Lieferketten und bei der Transparenz bezügliche der Lebensmittelqualität. Doch bei allen Problemen – der Spaß stand im Vordergrund. „Die Kurse waren kurzweilig, die Gerichte alle lecker und wir sind beim nächsten Mal wieder dabei!“, so der einhellige Wunsch der Lehrkräfte und der teilnehmenden Vereinsmitglieder

    „Es ist wunderbar, dass mit diesen Kochkursen die Aufmerksamkeit auf die regionale und saisonale Küche gelenkt wird.  Die teilnehmenden Lehrer und Lehrerinnen werden dabei auch für den Ausbildungsberuf des Kochs und der Köchin sensibilisiert. Dies ist wichtig, denn bei der Berufswahl ihrer Schüler und Schülerinnen spielen die Lehrkräfte oftmals eine entscheidende Rolle und das Gastgewerbe braucht dringend Fachkräfte, damit es auch in einigen Jahren noch Restaurants mit frisch zubereiteten Speisen gibt. Deshalb unterstützt der DEHOGA Hessen Kreisverband Bergstraße dieses Projekt von Genial Regional sehr gerne, „ so Christine Friedrich von der Kreisgeschäftsstelle.

    Fortsetzung für 24 /25 in der Vorbereitung

    Für das kommende Schuljahr prüft der Verein nun, welche Fortbildungen zu welchen Terminen und zu welchen Konditionen angeboten werden können. Beim Grillworkshop in Bürstadt wurden für das Schuljahr 24/25 folgende Termine, Themen und Locations vorgeschlagen:

    1. Herbst 24: Rund um den Apfel – Beate Weis Streuobstmanufaktur in Heppenheim
    2. Winterte 24/25: Jogurt und Käse in der Heinrich-Metzendorf Schule
    3. Frühling 25: Brotbacken in der Berufsschule in Groß-Gerau
    4. Sommer 25: Haltbarmachen (Trocknen, Dörren, Entsaften, Einkochen, Fermentieren) Erich-Kästner-Schule in Bürstadt

    Weite Informationen zu unserem Projekt „Genial Regional macht Schule“ findet man auf unserer Webseite und im Beitrag Frag Jahreszeiten : Genial Regional macht Schule !! – Jahreszeiten regional erleben bei unserem Partner Jahreszeiten regional erleben.

  • Genial Regional Verein beim Quittenprojekt Bergstraße

    Der Genial Regional Verein war zu Besuch beim zukünftigen Mitglied Quittenprojekt Bergstraße in Weinheim-Sulzbach. Das Quittenprojekt Bergstraße ist eine Initiative von Ellen Müller und Rainer Stadler. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Quitte, eine wunderbare Obstsorte, mit all Ihren Facetten wieder zu kultivieren, zu erhalten, zu verarbeiten und damit die Quitte als Obstsorte bei den Menschen wieder in Erinnerung zu bringen.

    Der Genial Regional Verein wird in einem gesonderten Bildungs-Beitrag auf dieser Webseite noch ausführlich über die Quitte, Ihre Geschichte und das Quittenprojekt selbst berichten.

    Gestern, am 10. August 2021 trafen sich die Mitglieder des Genial Regional Vereins auf Einladung des Quittenprojekts auf deren Hof in Weinheim-Sulzbach. Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellungsrunde, gab es einen Impulsvortrag von Rainer Stadler zum Thema Quitte sowie eine Besichtigung des Hofladens. Gerhard Röhner, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Blühende Bergstraße berichtete dann über die Zusammenarbeit mit dem Quittenprojekt an der badischen Bergstraße und über Initiativen, die man gemeinsam mit dem Genial Regional Verein zum Thema Landschaftserhalt und Bewusstseinsbildung in der Region Bergstraße angehen möchte.

    Erhalt der Quitte als Obstsorte und Landschaftserhalt an der Bergstraße sind gemeinsame Themen.

    Im Anschluss berichtete Brigitte Zimmermann, 1. Vorsitzende, über den Status der Aktivitäten des Vorstands und der Mitglieder des Genial Regional Vereins. Ziel ist es, im Wirkungsgebiet des Vereins, welches bis in den Kraichgau reicht, möglichst bald mit Aktivitäten in Erscheinung zu treten und damit auch Werbung für weitere Mitglieder und Unterstützer zu machen.

    Das Anschließende Netzwerken unter den Teilnehmern wurde, mit den vom Quittenprojekt vorbereiteten kulinarischen Leckerbissen auf Quittenbasis noch mal zu etwas ganz Besonderem.

    Genial Regional Verein zu Besuch beim Quittenprojekt

    Sie möchten mehr über den Genial Regional Verein erfahren ???

    Folgen Sie uns in den Sozialen Medien und Besuchen Sie unsere Webseite. Wir werden in den nächsten Monaten dort von unserer Arbeit mit dem Fokus auf Bildung in den Bereichen Regionalität, Nachhaltigkeit und Landschaftspflege berichten.

    Auf unserer Webseite finden Sie auch alle Kontaktdaten, für eventuelle Rückfragen.

    Text-Quelle : Ottmar Meissner

    Bild-Quelle : Ottmar Meissner

  • Trockenmauer-Projekt des NABU Meerbachtal : Vorher & Nachher

    Die Trockenmauer im Meerbachtal bei Zell/Gronau ist ein kulturhistorisch und ökologisch wertvolles Bauwerk mit einem geschätzten Alter von rund 120 Jahren. Sie stellt nicht nur ein eindrucksvolles Zeugnis traditioneller Bauweise dar, sondern ist auch ein bedeutender Lebensraum für zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten wie Eidechsen, Wildbienen, Moose und Flechten. Das Ziel des NABU Meerbachtal war die fachgerechte Restaurierung dieser Mauer, die über Jahrzehnte durch Erosion und Bewuchs stark beschädigt wurde. Die Maßnahme wurde ergänzt durch den Bau eines kleinen, schlichten Unterstands in unmittelbarer Nähe – als Ort für Naturbeobachtung, Umweltbildung und das Zusammenkommen von Ehrenamtlichen, Schulklassen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

    Bildhafte Dokumentation des Projekts : Vorher – Nachher

    Im November 2024 startete das Projekt in Gronau (im Steinförst Fl. 5 Nr. 51) mit der Entbuschung und Freilegung der noch vorhandenen Mauerreste.

    Trockenmauer-Projekt des NABU Meerbachtal 2025 (1) - Entbuschung und Freilegung

    Nach der Entbuschung musste die Fläche noch vom Mulchmaterial befreit werden. In der Luftaufnahme wird nicht nur der Fortschritt der Arbeiten, sondern auch die Grüße des zu bearbeitenden Grundstücks sichtbar.

    Trockenmauer-Projekt des NABU Meerbachtal 2025 (2) - Luftaufnahme nach dem Entbuschen im Meerbachtal

    Im Februar 2025 wurden die Arbeiten am Trockenmauer-Projekt Meerbachtal wieder aufgenommen. Die Fläche wurde modelliert, sauber eingeebnet und abgerecht bzw. geschoben. Der auf der Fläche abgelagerte Müll wurde abtransportiert und ein Weg zum Grundstück wieder angelegt.

    Trockenmauer-Projekt des NABU Meerbachtal 2025 (3) - Müllentsorgung und Weg zum Grundstück anlegen

    Im April 2025 wird mit den Sanierungsarbeiten an der Trockenmauer im Meerbachtal begonnen. Eine große Menge an Steinen wird bewegt. Die Sanierung der Mauer zeigt sichtbare Fortschritte.

    Trockenmauer-Projekt des NABU Meerbachtal 2025 (4) - Sanierungsarbeiten an der Mauer beginnen

    Der 1. Teilabschnitt der Trockenmauer ist bald fertig. Ober- und unterhalb der Trockenmauer wird die Fläche modelliert und für die Aussaat eingeebnet. Eine Treppe zur nächsten Terrasse wird gebaut.

    Trockenmauer-Projekt des NABU Meerbachtal 2025 (5) - Eine Treppe zur nächsten Terrasse wird gebaut

    Offizielle Übergabe der Fördersumme in Höhe von 45.000 € an den NABU Meerbachtal. Das Projekt wurde aus Mitteln der naturschutzrechtlichen Ersatzzahlungen des Kreises gefördert. Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf und Herrn Michael Weidner von der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) übergeben den Förderbescheid.

    Trockenmauer-Projekt des NABU Meerbachtal 2025 (6) - Offizielle Übergabe der Fördermittel vom Kreis

    Im zweiten Bauabschnitt wurden die Grundsteine gesetzt. Besonders gut sichtbar ist hier die Hinterschüttung. Die Firma Thomas und Lutz Müller hat passende Steine in Birkenau besorgt. Die großen Steine werden mithilfe eines Baggers platziert.

    Trockenmauer-Projekt des NABU Meerbachtal 2025 (7) - Bauarbeiten mit Bagger am 2 Bauabschnitt

    Auch der zweite Bauabschnitt nähert sich der Fertigstellung. Im Juni 2025 ist der zweite Bauabschnitt der Trockenmauer im Meerbachtal abgeschlossen – der Boden wird modelliert und angeglichen. Am 27. Juni 2025 erfolgt die Einsaat der neu modellierten Flächen mit regionalem Saatgut vom NABU-Meerbachtal.

    Trockenmauer-Projekt des NABU Meerbachtal 2025 (8) - Zweiter Bauabschnitt fertiggestellt

    Das Projekt des NABU Meerbachtal Zell/Gronau e.V. vereint ökologische, kulturelle und soziale Aspekte auf beispielhafte Weise:

    Ökologischer Nutzen: Durch die Sanierung der Trockenmauer werden wertvolle Kleinstlebensräume dauerhaft erhalten und gefördert. Die Maßnahme trägt direkt zum regionalen Arten- und Biotopschutz bei.

    Soziales Engagement: Die Planung und Umsetzung erfolgten unter aktiver Beteiligung der ehrenamtlich engagierten Mitglieder des NABU Meerbachtal. Die gemeinsame Arbeit fördert den sozialen Zusammenhalt in der Region.

    Der geplante Unterstand schafft einen dauerhaften Ort für Umweltbildung, Führungen und gemeinsame Aktivitäten – offen für alle Generationen. Hier kann Natur erlebbar gemacht und Wissen weitergegeben werden.

    Die Bilder zur Dokumentation dieses Trockenmauer-Projekts wurden uns von Jürgen Schneider, dem Vorsitzenden des NABU Meerbachtal Zell/Gronau e.V. bereitgestellt. Vielen Dank dafür. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit dem NABU Meerbachtal Zell/Gronau e.V. zum Thema Trockenmauern an der Bergstraße.

    Trockenmauer-Projekt des NABU Meerbachtal 2025 (99)

  • Genial Regional Verein @ Pegasus Late Night Show

    Regionale Produkte, Regionalvermarktung und Nachhaltigkeit, waren die Themen der „PEGASUS Late Night Show“ am Montag 26. April 2021 um 19:00 Uhr.

    Die Veranstaltung kam auf Initiative des Projekts HeimatLeben 4.0 – Bergstraße-Odenwald in Kooperation mit dem Genial Regional Verein zustande. Die Gäste des Abends sind Mitglieder des Vereins, oder arbeiten eng in unseren gemeinsamen Projekten zusammen.

    Pegasus Late Night Show - Regional

    Die Gesprächspartner in der Pegasus Late Night Show :

    • Brigitte Zimmermann – Jahreszeiten Regional erleben und Genial regional Verein
    • Beate Weis – Jahreszeiten Regional erleben und Kernhaus Streuobst
    • Birgit Rinke – Marktschwärmer
    • Charlotte Freiberger – Weingut Freiberger

    Charlotte Freiberger brachte 4 Weine mit und stellte sie vor, Brigitte Zimmermann hatte dazu passende regionale Speisen (Käse, Wurst usw.) ausgewählt.

    Genial Regional Verein - Charlotte Freiberger

    Seit dem 12.04.2021 gibt es auch eine eigene Pegasus Late Night Band „HopSocks“ bestehend aus Martin Schäfer, Nico Klein, Dominik Lasic und Philip Möke.

    Die Pegasus Late Night Show vom 26.04.2021 gibt es ONLINE auf YouTube (etwa ab Minute 14 im Video ist Regionalität das Thema) : https://www.youtube.com/channel/UCimQEAhBWYz1dHNvXdyWOvA

    Der Genial Regional Verein bedankt sich beim Team der Pegasus Late Night Show für die Einladung und die Möglichkeit, gemeinsam über Regionalität, Nachhaltigkeit und Landschaftserhalt an der Bergstraße zu sprechen.

    Bild-Quelle : Ottmar Meissner

  • Schulprojekt Lebendige Werkstatt am Marktplatz

    Brigitte Zimmermann-Petrullat, Vorsitzende des Genial Regional Verein und Dr. Angela Forberg, Kulturbeauftragte der Heinrich Metzendorf Schule, haben eine Kooperation zwischen Verein und Schule ins Leben gerufen. Auf der kleinen Bühne der Regionalbude, die seit 11. Juni am Bensheimer Marktplatzbrunnen regionale Köstlichkeiten anbietet, präsentieren sich ab sofort Auszubildende und Schüler der Heinrich Metzendorf Schule im Rahmen des Schulprojektes „Lebendige Werkstatt am Marktplatz“. Nach langer Zeit, die geprägt war von Distanzunterricht und Aufgaben am Computer von zuhause aus, freuen sich die Schüler nun wieder aktiv zu zeigen was sie drauf haben und dies in der Öffentlichkeit an exponierter Stelle in Bensheim zu zeigen, sagt Frau Forberg. Das für den Kreis Bergstraße zuständige berufliche Schulzentrum mit gewerblichen Schwerpunkt gibt im Rahmen dieses Schulprojekts Einblicke in das berufliche Bildungsangebot.

    Heinrich Metzendorf Schule & Genial Regional Verein starten gemeinsames Schulprojekt „Lebendige Werkstatt am Marktplatz“

    Der feierliche Start  des gemeinsamen Projektes findet am Freitag, dem 2. Juli um 15 Uhr statt. Berufsfachschüler haben Snacks passend zur Weissen-Riesling-Weinverkostung vorbereitet und werden diese dem Publikum am Marktplatz anbieten sagt die für den Weinausschank zuständige Brigitte Zimmermann-Petrullat. Zu diesen Anlass werden  Angela Forberg und Anja Windus als Vertreterinnen der Schulleitung der Heinrich Metzendorf Schule anwesend sein, als Gäste werden erwartet Nicole Rauber-Jung von der Stadt Bensheim und Ingrid Schich-Kiefer vom Kreis Bergstraße sowie  Christiane Bartmann für den Tourismusservice Bergstraße. Wie Brigitte Zimmermann-Petrullat mitteilt, werden außerdem an diesem Tag zur Verkostung am Weinstand neben der Weinkönigin von der hessischen Bergstraße Heike Knapp als auch die Schriesheimer Weinkönigin Sofia Hartmann erwartet.

    Die Klasse, die sich an diesem Tag unter Anleitung ihrer Fachlehrerinnen Folke Matlok und Silke Brose präsentiert, heißt 10BFN, das ist die Zweijährige Berufsfachschule mit dem beruflichen Schwerpunkt Ernährung, Hauswirtschaft und Gastronomie. Es sind insg. 10 Schüler/-innen in der Klasse. Es ist eine Vollzeitschulform. Das Ziel ist neben der beruflichen Orientierung das Erreichen des mittleren Bildungsabschlusses (Realschulabschluss, Mittlere Reife).

    Die Schüler*innen der Klasse 10BFN gestalten ein Projekt, das sie in vielfältiger Form herausfordert. Begleitend zu den stattfindenden Weinverkostungen des „Tischlein Deck‘ dich“ von Brigitte Zimmermann bieten die Schüler*innen selbst hergestellte Produkte, in diesem Fall verschiedene vegetarische Brotaufstriche, an.

    Die Schüler*innen haben im Praxisunterricht mehrere vegetarische Brotaufstriche hergestellt und nach einem intensiven Entscheidungsprozess über Geschmack, Aussehen, Farbe und Gesamteindruck ihre Auswahl getroffen.

    Im begleitenden Theorieunterricht haben die Schüler*innen diese vollständige Handlung bearbeitet. So mussten sie sich neben einer Preiskalkulation für das fertige Produkt und dem daraus resultierenden Angebotspreis auch mit der Lebensmittelkennzeichnungs-Verordnung und der Allergiekennzeichnung auseinandersetzen.

    Außerdem werden die Schüler*innen noch Kleingebäcke zum Verkauf anbieten, die geschmacklich ebenfalls zu einem guten Wein passen.

    Unterstützt werden sie dabei von den Auszubildenden des Bäckerhandwerks an der Heinrich Metzendorf Schule, die im schuleigenen Backhaus das „Metzendorfbrot“ – ein Holzofenbrot – backen. Durch das Backen im Holzofen entsteht ein kräftig ausgebackenes Brot, das hervorragend zu den Brotaufstrichen korrespondiert. Die Gäste werden nicht nur von Duft und Geschmack des Brotes überzeugt sein, sondern auch vom sensorischen Erlebnis.

    Der Kundenkontakt mit Verkauf und Beratung ist eine gute Ergänzung zum Praxisunterricht im beruflichen Schwerpunkt.

    Dieses Projekt ist nach langer Pause in der Schulküche, bedingt durch den Distanzunterricht, der Einstieg in den Praxisunterricht mit seinen Lernfeldern.

    Das Programm für die nächsten 2 Wochen auf dem Bensheimer Marktplatz

    Am Donnerstag, den 8. Juli  in der Zeit von 8-13 Uhr bauen auszubildende Schüler des BGJ Holz (Berufsgrundbildungsjahr) für den Marktstand Stehtische aus Holz zusammen mit ihrem Werkstattlehrer, dem Tischlermeister Hubertus Gärtner, auf.

    Am Mittwoch, 14. Juli, in der Zeit von 8-13 Uhr  stellen auszubildende Zimmerer zusammen mit ihrem Berufsschullehrer Dirk Rensen Sitzbänke für den Marktstand her.

    Brigitte Zimmermann-Petrullat und Angela Forberg sind sich einig, bei diesem gemeinsamen Projekt handelt es sich um eine gelungene Bündelung von Synergieeffekten, die zur  Belebung des Marktplatzes im Herzen von Bensheim beiträgt!