Letzte Vespertouren des Naturparks Neckartal-Odenwald
Ein genussvolles Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Am Sonntag, den 24. Oktober 2021 lädt die letzte Runde Vespertouren zum Entdecken der Landschaften im Naturpark Neckartal-Odenwald und gleichzeitigem Genießen von regionalen Köstlichkeiten!
Bei den Vespertouren des Naturparks Neckartal-Odenwald und der mit ihm zusammenarbeitenden Betriebe werden regionale Köstlichkeiten zum Unterwegsverzehr mit einer Wanderung in der heimischen Natur verbunden.
Da jeder Betrieb die Vespertaschen mit seinen hofeigenen Spezialitäten und denen seiner Partner füllt, variiert die Zusammenstellung der Produkte: Von frischen Backwaren über Hausmacher Wurst und Käse, Obst und Gemüse bis hin zu Mostbirnensenf. Vegetarische Vespertaschen werden ebenfalls angeboten.
Regional wirtschaftende Betriebe erhalten durch ihre Arbeit die uns vertraute Kulturlandschaft. Sie erzeugen köstliche Produkte, deren kurze Transportwege Klima und Umwelt schonen. Für Verbraucher*Innen garantieren sie Frische und Qualität. Umgekehrt ist jeder Kauf soziales Engagement, das die in Baden-Württemberg typischen kleinbäuerlichen Strukturen unterstützt. Die Vespertouren bieten die Möglichkeit, inmitten unserer Kultur- und Naturlandschaft diese regionalen Produkte direkt vom Betrieb und seinen Kooperationspartnern aus der Region zu verkosten.
So geht’s: Über den Online-Shop des Naturparks können Interessierte eine mit lokalen Leckereien zum Sofortverzehr gefüllte Vespertasche buchen. Beim Direktvermarkter ihrer Wahl holen sie die Tasche mit hofeigenen Produkten ab. Ein Wandervorschlag, der direkt am teilnehmenden Betrieb startet, liegt jeder Vespertasche bei.
Zum krönenden Finale der Vespertouren bieten alle neun teilnehmenden Betriebe noch einmal ihre ganz individuellen Vespertaschen an:
Weingut Uhler & Blank, Sinsheim (Taschenausgabe in Eschelbronn) Heinrich Hof Gbr, Obrigheim Es-Cider-Haus – Frucht im Glas, Waldbrunn Hof Edelmann, Waldbrunn Bäckerei Englert, Elztal Lauers Grünkern, Walldürn Biobackstube Fritzebeck, Seckach Leon Scholl Direktvermarktung, Mudau (Taschenausgabe in Eberbach) Matthias & Lukas Berberich GbR, Hardheim
Die Rezepte zum Thema “Kraut und Rüben” stammen vom Genial Regional Verein, welcher im Rahmen des Projekts Genial Regional macht Schule Kochkurse für regional-saisonale Küche mit Lehrkräften von diversen Schulen aus der Region Bergstraße durchführt.
Folgende Gerichte wurden bei diesem Kochkurs zubereitet :
Winterwurzelsuppe mit Zwiebel-Chutney und dazu eine Scheibe Knoblauchbrot
Fruchtiger Krautsalat aus Spitzkohl und Apfel, dazu Bällchen aus Kidneybohnen und Kimchi
Süßkartoffeleintopf mit Polenta-Schnitten und Steckrübenpüree
Winterliche Fruchtgrütze mit Vanillesauce
Die Rezepte und Zubereitungstipps :
Gemüsebrühe – verkochen von allen (nicht färbenden) Gemüseresten und Abschnitten
z.B.: Abschnitte von Lauch, Schalen von Wurzelgemüse, Kohlblätter -und Strünke, Obstreste, Zwiebelschalen
keine: färbenden Gemüse, Kartoffelschalen,
dazu:
Gemüsereste sammeln (zwischenfrieren)
In kaltem Wasser ansetzen und mit verschiedenen Gewürzen (Salz, Lorbeer, Piment, Wacholder, Liebstöckel, Pfefferkörner, Fenchelsamen oder ähnliches)
Einmal aufkochen lassen und dann lange köcheln
Nach einer bis zwei Stunden ausschalten und abkühlen lassen
Durch ein Sieb gießen und abtropfen lassen
Entweder direkt verwenden oder portionsweise einfrieren.
Winterwurzelsuppe
1kg Winterwurzeln (z.B.: Knollensellerie, Petersilienwurzeln, Topinambur, Steckrüben, Karotten, Kartoffeln, oä) – putzen, schälen und in 1 cm große Stücke schneiden.
Das grob geschnittene Gemüse auf ein Backblech und mit Pommessalz und Öl mischen und bei 160° für 20min backen.
Zwiebeln – die Zwiebeln grob würfeln.
1 kg Gemüsebrühe – selbstgekocht-
Salz, Paprikapulver, Zitronensaft oder Zitronenschale – zum Abschmecken
Den Gemüsefond in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Das Gemüse dazugeben und kochen lassen.
Zwiebelchutney
1kg Zwiebeln – in grobe Scheiben schneiden – auf ein Backblech und mit Pommessalz und Öl mischen und bei 160° für 20min backen.
0,4 Äpfel – in kleine Würfel schneiden.
8 El Zucker – mit etwas Wasser in einem Kochtopf karamellisieren lassen.
Das Karamell mit dem Essig ablöschen und etwas kochen (sich auflösen) lassen. Das Gemüse dazugeben und einkochen lassen. Die Äpfel dazugeben und weiterkochen.
Kurkuma, Ingwer, Salz, Chili – zum Abschmecken.
Knoblauchbrot
Baguettes in Scheiben schneiden.
Knoblauch mit Öl, Salz und etwas Zitronensaft pürieren – (Knoblauch-Pesto)
Die Brote damit besteichen und auf ein Backblech (mit Backpapier)
Bei 160° für 15 min backen.
Krautsalat aus Spitzkohl und Apfel
Spitzkohl/ Weißkohl in feine Streifen schneiden
mit Salz verkneten
Äpfel grob reiben und dazugeben
Zitronensaft, Kräuteressig, Zucker dazugeben und verkneten.
Öl dazugeben und verkneten
Bällchen aus Kidneybohnen
3 EL Leinsamen mahlen und mit 6 EL Wasser einweichen.
Sonnenblumenkerne mahlen
Zwiebeln, Möhren, Petersilienwurzel in sehr kleine Würfel schneiden und anbraten
Kidneybohnen abspülen und in einen Mixer geben.
angebratenes Gemüse dazugeben und alles mixen.
Haferflocken dazugeben.
mit Sojasauce, Senf, Salz und Paprikapulver würzen
Alles mischen, bis die Konsistenz stimmt.
Bällchen (25g) formen und frittieren/ braten.
Dip für die Bällchen
Kimchi mit Frischkäsecreme mischen
Süßkartoffel-Eintopf mit Schwarzen Bohnen
3 Süßkartoffeln – schälen und in Würfel schneiden.
Anderes Gemüse (Karotten, Petersilienwurzel, Zucchini, oä) – in Würfel schneiden.
1 Paprika rot – in Würfel schneiden.
2 rote Zwiebel – in Würfel schneiden.
Das Gemüse auf ein Backblech geben du mit ÖL, Salz, Kräutersalz und Paprikapulver mischen. Backen bei 180°C für 20 Minuten in den Backofen.
1 weiße Zwiebel, Knoblauch, Kurkuma, Ingwer putzen, ganz klein würfeln und in Öl anbraten.
Wenn Sie im schulischen Bereich tätig sind und auch mitmachen möchten, dann melden Sie Sich bitte kurz per Mail Genialregional@t-online.de beim Genial Regional Verein.
Das Kochevent „Naturparke kulinarisch“ des Naturparks Neckartal-Odenwald, des BUND Steinachtal und von Slow Food Rhein-Neckar steht unter dem Motto „gesund – regional – nachhaltig – gemeinsam“. Bei gemeinsamem Kochen und persönlichem Austausch können die Naturparke Baden-Württembergs anhand saisonaler und regionaler Spezialitäten entdeckt werden. Dabei können Sie den geübten Helfern von Slow Food nicht nur über die Schulter schauen, sondern auch selbst tatkräftig mitanpacken, mitkochen und sich Tipps und Tricks in der Küche abschauen. Zwischen den Gängen aus saisonalen und regionalen Köstlichkeiten gibt es Informatives zum Themenschwerpunkt des Abends. Ein Event voller Genuss und Austausch!
Mit dem Naturpark Stromberg-Heuchelberg zu Gast
Am Samstag, den 12. November 2022, ist der Naturpark Stromberg-Heuchelberg zu Gast bei „Naturparke kulinarisch“, der mit Maultaschen den kulinarischen Akzent des Abends innerhalb des 4-Gänge-Menüs setzt und ein Referat über die Wildkatzen in seiner Gebietskulisse dabeihat. Auch im Odenwald ist diese zu einem Thema geworden.
Die dort verbreitete Wildkatzenpopulation ist eine Besonderheit. Dorthin kehrten die scheuen Einzelgänger bereits Ende der 1960er-Jahre zurück. Auch im Odenwald wurde dieses Jahr vom BUND Steinachtal ein Lockstockmonitoring zum Nachweis der Wildkatze durchgeführt. Die Ergebnisse der genetischen Untersuchungen, die eine Verbreitung bestätigen würden, stehen allerdings noch aus.
Bei der Reihe aus sieben Kochevents, zu denen der Naturpark Neckartal-Odenwald, das Slow Food Convivium Rhein-Neckar und der BUND Steinachtal zweimal jährlich einladen, ist jedes Mal ein anderer der sieben Naturparke Baden-Württembergs zu Gast. Nach diesem richtet sich das Menü aus saisonalen und regionalen Spezialitäten. Außerdem bringt er ein spannendes Thema aus seinem Gebiet mit.
Gut zu wissen
Letzte Plätze sichern bis einschließlich 6. November bei Jochen Schwarz unter: bund.steinachtal@bund.net oder 06220/9143581
Bitte geben Sie bei Anmeldung an, ob Sie die vegetarische Hauptspeise oder das Fleischgericht bevorzugen. Falls Sie unter Allergien oder Unverträglichkeiten leiden, können Sie uns diese ebenfalls mitteilen. Wir werden uns bemühen, diese im Menüplan zu berücksichtigen.
Der Camino Incluso führt 84 km durch den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Entlang alter Handelsstraßen gelangen Pilger zu kraftvollen Orten in der Natur, zu Kirchen, Kapellen und Klöstern unterschiedlicher religiöser Tradition. Das besondere an diesem Pilgerweg ist es, dass behinderte Menschen zusammen mit nicht behindertenMenschen in der Natur etwas erleben können. Entstanden ist der Pilgerweg aus einem Schulprojekt der SRH Stephen-Hawking-Schule, Neckargemünd bei Heidelberg. Zu Erkennen ist der Pilgerweg Camino Incluso an folgender Kennzeichnung :
Mitglieder des Genial Regional Verein und der Behindertenhilfe Bergstraße (bhb) trafen sich mit den Initiatoren des Camino Incluso in Bensheim um über gemeinsame Aktivitäten und die Unterstützung des Projekts zu sprechen.
Der Pilgerweg startet in Bensheim-Auerbach und geht über 6 Etappen, quer durch den Odenwald, bis nach Heidelberg. Für jede der 6 Etappen gibt es reichlich Informationen zur Streckenführung, geeigneten Unterkünften und Gaststätten, den Stempelstellen mit Pilgerbuch und Infoblatt, sowie den vielen kulturellen und naturnahen Erlebnissen für die Pilger.
Den Pilgerpass kann per Mail an pilgerweg.shs@srh.de bestellt werden.
Klimaschutz durch mehr regionale und saisonale Lebensmittel. Dieses Thema soll über die Schulen in die Bevölkerung getragen werden. Um dafür eine Grundlage zu schaffen, hat der gemeinnützige Genial Regional Verein in Kooperation mit der Bensheimer Heinrich-Metzendorfschule und weiteren Partnern ein Vernetzungs- und Bildungsangebot im Schuljahr 23/ 24 geschaffen und umgesetzt. Das im Jahr 2024 erfolgreich mit 4 Kochkursen gestartete Projekt des Vereins und seinen Partnern, wird in 2025 fortgesetzt. Es werden weitere 4 saisonal-regionale Kochkurse für Mitglieder und Lehrkräfte allgemeinbildender und beruflicher Schulen angeboten.
“Dabei wollen wir regionale Landwirtschaft, Gastronomie und Bildung zusammenbringen“, so Brigitte Zimmermann-Petrullat, die Vorsitzende des Genial Regional Verein. Bei Kursen mit Profis aus Betrieben des DEHOGA, der regionalen Landwirtschaft, sowie Lehrkräften der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sollen saisonal-regionale Themen für Projekttage oder -wochen erarbeitet werden. „Bei der anschließenden Umsetzung solcher Projekte in den Schulen besteht die Chance, junge Menschen für einen hauswirtschaftlichen oder gastronomischen Beruf zu begeistern“, so Sabine Gnauck, Abteilungsleiterin bei der Heinrich Metzendorf Schule (HMS) in Bensheim.
„Es ist wunderbar, dass mit diesen Kochkursen die Aufmerksamkeit auf die regionale und saisonale Küche gelenkt wird und dabei die teilnehmenden Lehrer und Lehrerinnen für den Ausbildungsberuf des Kochs und der Köchin sensibilisiert werden“, so Christine Friedrich, Geschäftsführerin des DEHOGA Südhessen. Dies ist wichtig, denn bei der Berufswahl ihrer Schüler und Schülerinnen spielen die Lehrkräfte oftmals eine entscheidende Rolle und das Gastgewerbe braucht dringend Fachkräfte, damit es auch in einigen Jahren noch Restaurants mit frisch zubereiteten Speisen gibt. Deshalb unterstützt der Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA Hessen (Kreisverband Bergstraße) dieses Projekt von Genial Regional sehr gerne.
Geplant ist die Fortsetzung im Frühjahr 2025 mit dem Thema „Milchverarbeitung, Mozzarella, Joghurt & Käse“, sowie 3 weiteren Veranstaltungsthemen bis Ende des Jahres 2025.
Modul
Veranstaltungstermin
Thema und Ort
1
Di., 01.04.2025
Milchverarbeitung, Mozzarella, Joghurt & Käse – Koch / Referent : Christine Kaiser (HMS) und Brigitte Zimmermann (Genial Regional Verein) – Veranstaltungsort : Heinrich Metzendorf Schule (HMS), Bensheim
2
Do., 05.06.2025 (Verschoben)
Brot zubereiten und backen – Koch / Referent : Daniel Petruccelli (Berufsschule GG) – Veranstaltungsort : Berufliche Schulen Groß-Gerau (BSGG)
3
Di., 02.09.2025
Einkochen, Fermentieren und haltbar machen – Koch / Referent : Stefan Beckmann (Biokoch) – Veranstaltungsort : Heinrich Metzendorf Schule (HMS), Bensheim
4
Do., 13.11.2025
Teigwaren und Soßen – Koch / Referent : Boris Bornhorst (HMS) – Veranstaltungsort : Heinrich Metzendorf Schule (HMS), Bensheim
Pro Modul können 16 Personen teilnehmen, davon 2-3 Personen vom Verein, 1 Referent/Koch, 12 Lehrkräfte. Die Veranstaltung ist insbesondere für Lehrkräfte der Grundschulen, der Haupt- und Realschulen, sowie beruflichen Schulen gedacht. Die Inhalte der Fortbildungsreihe können im Rahmen von Projektwochen und –tagen der entsprechenden Lerngruppe angepasst werden.
AGENDA / INHALTE und GEPLANTER VERLAUF
Zeit
Inhalt
09.00 Uhr – 10.00 Uhr
Gegenseitiges Kennenlernen und Info zum Verein Genial Regional
10.00 Uhr – 11.00 Uhr
Vorstellung der Produzenten und deren Produkte, Informationen zu den Produkten, Rezeptauswahl zum jeweiligen Thema
11.00 Uhr – 13.30 Uhr
Gemeinsames Kochen und Essen
13.30 Uhr – 14.00 Uhr
Information zu Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Hotellerie und Gastronomie
14.00 Uhr – 15.00 Uhr
Reflektion und Abschluss der Veranstaltung
ANMELDUNG und TEILNAHMEMÖGLICHKEIT
Der Anmeldeschluss liegt jeweils 3 Wochen vor dem Veranstaltungstermin. Es besteht die Möglichkeit, an einzelnen, oder auch an allen Modulen teilzunehmen. Für die Teilnahme wird ein kleiner freiwilliger Kostenbeitrag erhoben, welcher in Form einer Spende am Tag der Veranstaltung entrichtet werden kann.
Rückfragen beantwortet die Vorsitzende des Genial Regional Verein, Brigitte Zimmermann-Petrullat gerne freitags zwischen 15 und 18 Uhr im Laden „Jahreszeiten regional erleben“ in der Friedhofstr. 35 in Bensheim. Anmeldung zur Teilnahme und weitere Infos auch per Mail an genialregional@t-online.de
Gerne dürfen Sie auch den dazugehörigen FLYER herunterladen und an interessierte Menschen in Ihrem Umfeld verteilen. Hier geht’s zum DOWNLOAD 😊
Wir, die Initiatoren und Organisatoren, das sind fünf Institutionen an der Bergstraße, denen das Thema „Gesunde, nachhaltige, saisonale und regionale Ernährung“ ein wichtiges Anliegen ist. Der „Genial Regional Verein“, die Heinrich-Metzendorf-Schule, der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, der DEHOGA und „Jahreszeiten regional erleben“, die Plattform für Regionales an der Bergstraße.
Der „Genial Regional Verein“ organisiert Kreis- und Landesgrenzen überschreitende Projekte rund um regionale Lebensmittel an der Bergstraße und im Odenwald. Dabei geht es darum, die Wertschätzung für nachhaltige, regionale Produkte in der Bevölkerung zu aktivieren und das Vertrauen in Regionales zu stärken. Dazu kooperiert der Verein mit Schulen, DEHOGA und anderen Einrichtungen in der Region. Weitere Infos zum Verein auf der Webseite des Genial Regional Vereins.
Im November besteht der Verein seit 1 Jahr. Aus diesem Grund möchten die Vereinsmitglieder ein wenig zurückschauen, feiern und die gemeinsamen Projekte und Aktivitäten für das Jahr 2022 planen.
Deshalb wurden alle von der Vereinsvorsitzenden Brigitte Zimmermann eingeladen.
Jahreshauptversammlung des Verein „Genial Regional Heidelberg-Rhein-Neckar e.V.“
Beginn: Dienstag 9.11.21 um 18 Uhr mit einer Betriebsbesichtigung mit Brezel-Imbiss
Start des offiziellen Teils ab 19 Uhr
Tagesordnung:
Begrüßung durch die Vorsitzende
Rechenschaftsbericht der Vorsitzenden
Rechenschaftsbericht des Kassiers
Aussprache zu den Berichten
Bestätigung oder Widerruf der vom Vorstand akzeptierten neuen Mitgliedern
Wahl von zwei Kassenprüfern
Festlegung der „Übungsleiterbezeichnung“
Jahresplanung und Projekte 2022
Verschiedenes, Anträge
Für die Anreise mit dem ÖPNV bitte für die 3minütige Laufstecke von der Endhaltestation „Im Emmertsgrund“ durch den Wald zum Weingut eine Taschenlampe mitbringen.
Autofahrer werden gebeten Fahrgemeinschaften zu bilden.
Für die Veranstaltung gelten 3G-Regeln. Bitte Belege mitbringen.
Am 2. September 2025 fand der 2te Kochkurs des Genial Regional Verein im Rahmen des Projekts „Genial Regional macht Schule 2025“ in der Erich-Kästner-Schule in Bürstadtstatt. Referent war Stefan Beckmann, vom Bio-Catering Biond (www.biond.de).
Fermentieren
Fermentiertes Gemüse ist nicht nur eine alte Konservierungsmethode, sondern hat auch eine ganze Reihe gesundheitlicher Vorteile – aber es gibt auch Punkte, die man beachten sollte. Hier ein Überblick:
Gesundheitliche Vorteile von fermentiertem Gemüse
Fördert die Darmgesundheit
Milchsäurebakterien (z. B. Lactobacillus) entstehen bei der Fermentation.
Diese probiotischen Kulturen können die Darmflora positiv beeinflussen, die Verdauung fördern und Blähungen oder Verstopfung lindern.
Verbesserte Nährstoffaufnahme
Durch Fermentation werden Nährstoffe wie Vitamine (z. B. Vitamin C, B-Vitamine, Vitamin K2) besser verfügbar.
Mineralstoffe wie Eisen oder Magnesium können leichter aufgenommen werden.
Stärkung des Immunsystems
Ein gesunder Darm hängt eng mit einem starken Immunsystem zusammen.
Probiotische Bakterien können Entzündungen regulieren und das Risiko für Infektionen senken.
Längere Haltbarkeit & natürliche Konservierung
Gemüse bleibt ohne Zusatzstoffe über Monate haltbar..
Der Säuregehalt (pH-Wert) verhindert das Wachstum schädlicher Keime.
Positive Wirkung auf Stoffwechsel und Gewicht
Einige Studien deuten darauf hin, dass fermentierte Lebensmittel das Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können.
Mögliche Risiken & Dinge zum Beachten
Salzgehalt
Bei der klassischen Milchsäuregärung wird viel Salz verwendet. Zu hoher Konsum kann problematisch für Herz-Kreislauf-Patienten oder Menschen mit Bluthochdruck sein.
Histaminbildung
Bei der Fermentation entsteht Histamin. Menschen mit Histaminintoleranz reagieren darauf oft mit Kopfschmerzen, Hautausschlägen oder Verdauungsproblemen.
Individuelle Verträglichkeit
Zu Beginn können Blähungen, Völlegefühl oder Bauchgrummeln auftreten, bis sich der Darm an die neuen Bakterien gewöhnt.
Langsam einführen (z. B. mit 1–2 EL Sauerkraut täglich starten).
Wenn es stark faulig riecht, schleimig wird oder Schimmel bildet → nicht mehr essen.
Nicht für alle geeignet
Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder nach Organtransplantationen sollten vorsichtig sein und ggf. vorher ärztlich abklären.
Kurz gesagt: Fermentiertes Gemüse kann ein echtes Superfood für den Darm und das Immunsystem sein – solange es richtig hergestellt und individuell verträglich ist.
ca. 1 kg Gemüse (z. B. Kohl, Karotten, Blumenkohl, Lauch, Rettich, Bete …)
20 g Salz (= 2 % vom Gemüsegewicht) → am besten naturbelassenes Meersalz oder Steinsalz
Gewürze nach Belieben: Knoblauch, Ingwer, Chili, Kümmel, Lorbeer, Pfefferkörner …
Optional: Starterkultur (z. B. etwas vom Saft eines vorherigen Ferments)
Gemüse vorbereiten
Waschen, ggf. schälen und in die gewünschte Form schneiden (Scheiben, Raspeln, Röschen). – unterschiedliche Schnittform – anderer Geschmack
Salzen
Gemüse in eine große Schüssel geben, Salz dazu.
Mit den Händen kräftig kneten oder stampfen, bis Flüssigkeit austritt (das ist die spätere Lake).
Abfüllen
Gemüse dicht in ein sauberes Bügel- oder Schraubglas pressen.
Es muss komplett mit Flüssigkeit bedeckt sein. Falls zu wenig Lake da ist: etwas Salzlösung (2 %) nachgießen.
Beschweren
Mit einem Gewicht (Glasgewicht, kleiner Teller, sauberes Kohlblatt) das Gemüse unter der Flüssigkeit halten.
Wichtig: Gemüse darf nicht mit Luft in Kontakt kommen → sonst Schimmelgefahr.
Fermentieren lassen
Glas (Weck-Gläser) verschließen. Nicht öffnen – es darf kein Sauerstoff reinkommen
Zimmertemperatur (18–22 °C) für 3–7 Tage stehen lassen.
Unterschiedliche Temperatur – anderer Geschmack
Reifen lassen
Im Kühlschrank entwickelt sich das Aroma weiter.
Haltbarkeit: mehrere Monate, solange das Gemüse unter der Lake bleibt.
Tipps
Menge Salz ist entscheidend: ca. 2 % ist optimal (z. B. 1 kg Gemüse → 20 g Salz).
Schaumbildung / Blubbern ist normal: das sind die Milchsäurebakterien.
Wenn sich ein weißer Film (Kahmhefe) bildet → meist harmlos, aber bei Schimmel (flauschig, farbig) entsorgen.
Immer sauber arbeiten – Glas, Hände, Schneidebrett.
Geruchs- und Geschmackskontrolle
Die Kursteilnehmer konnten dabei praktische Erfahrung sammeln, über das Fermentieren diskutieren und hatten viel Spaß beim Schneiden, Salzen, Stampfen und Befüllen der Gläser.
Einkochen
Gesundheitliche Vorteile beim Einkochen
Längere Haltbarkeit
Durch Erhitzen werden Mikroorganismen und Enzyme abgetötet → Lebensmittel sind über Monate bis Jahre haltbar.
Praktisch für Vorratshaltung und weniger Lebensmittelverschwendung.
Nährstoffsicherung
Viele Mineralstoffe (z. B. Kalium, Magnesium, Eisen) bleiben beim Einkochen gut erhalten.
auch Ballaststoffe bleiben unverändert und fördern die Verdauung.
Saisonale Vielfalt
Saisonales Obst & Gemüse kann eingekocht und ganzjährig genutzt werden – fördert eine abwechslungsreiche Ernährung.
Selbstgemacht = kontrollierte Zutaten
Im Gegensatz zu industriellen Konserven enthält Selbstgemachtes keine Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder unnötigen Zucker/Salz (außer man fügt es selbst zu).
Gesundheitliche Nachteile & Risiken
Vitaminverluste
Hitzeempfindliche Vitamine (v. a. Vitamin C, B-Vitamine, Folsäure) gehen teilweise verloren.
Der Verlust hängt von Temperatur & Dauer ab (besonders bei langem Einkochen oder hoher Hitze).
Botulismus-Risiko (sehr selten, aber ernst)
Clostridium botulinum kann in sauerstoffarmen, feucht-warmen Milieus wachsen (z. B. bei unsachgemäß eingekochtem Gemüse/Fleisch).
Vorbeugung:
Strikte Hygiene beim Einkochen.
Säurehaltige Lebensmittel (z. B. Obst, Tomaten) sind unkritischer.
Bei Gemüse/Fleisch → unbedingt lange genug bei mind. 100 °C (besser 120 °C im Druckkochtopf) einkochen.
Nährstoffeinseitigkeit
Wenn man sich stark auf Eingekochtes verlässt, kann es auf Dauer zu weniger Frischkost und Rohkost kommen → schlechtere Vitaminversorgung.
Salz- oder Zuckergehalt
Viele Rezepte nutzen Zucker (Marmelade, Kompott) oder Salz (eingelegtes Gemüse). Ein übermäßiger Konsum kann gesundheitlich nachteilig sein.
Auch für das leibliche Wohl der Kursteilnehmer wurde gesorgt. Zum gemeinsamen Mittagessen gab’s frisch zubereitete Grünkern-Bolognese, Apfelmus mit eingekochten Kirschen und schöne Bilder vom Kochkurs des Genial Regional Verein.
Bewusstsein und Wertschätzung für nachhaltige regionale Produkte in der Bevölkerung aktivieren und Naturschutz, Landschaftspflege sowie den Klimaschutz in der Region fördern.
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