Genial Regional macht Schule - Projekt - Jahreszeiten regional erleben

Projekt – Genial Regional macht Schule !!

Klimaschutz durch regionale und saisonale Lebensmittel. Dieses Thema soll über die Schulen in die Bevölkerung getragen werden. Um dafür eine Grundlage zu schaffen, will der gemeinnützige Verein „Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar e.V. in Kooperation mit der Bensheimer Heinrich-Metzendorfschule ein Vernetzungs- und Bildungsangebot im Schuljahr 23/ 24 schaffen.

“Dabei wollen wir regionale Landwirtschaft, Gastronomie und Bildung zusammenzubringen“, so Brigitte Zimmermann-Petrullat, die Vorsitzende des Genial Regional Verein. Bei Kursen mit Profis aus Betrieben des DEHOGA , der regionalen Landwirtschaft sowie Lehrkräften der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sollen saisonal-regionale Themen für Projekttage oder -wochen erarbeitet werden. „Bei der anschließenden Umsetzung solcher Projekte in den Schulen besteht die Chance, junge Menschen für einen hauswirtschaftlichen oder gastronomischen Beruf zu begeistern“,  so Sabine Gauck Bereichsleiterin bei der Heinrich-Metzendorfschule.

Geplanter Start ist im Herbst 2023 mit dem Thema „Kartoffeln und Kürbis“ vorgesehen. Weitere Themen sind „Kraut und Rüben“ im Winter, „Kräuter, Erdbeeren und Spargel“ im Frühling sowie „Salate und Grillbares“ im Sommer 2024.

ModulVeranstaltungsterminThema
1Di., 26.09.2023Kartoffeln und Kürbis
2Mi., 31.01.2024Kraut und Rüben
3Do., 25.04.2024Kräuter, Erdbeeren und Spargel
4Di., 02.07.2024Salate und Grillbares

Erste Kontakte und Informationen können Interessierte beim Ausbildungs- und Studieninfotag der Heinrich Metzendorf Schule am Mittwoch, den 29.03.2023 bekommen. Die Vorsitzende des Genial Regional Verein und DEHOGA-Mitglied Brigitte Zimmermann-Petrullat wird am Info-Stand des DEHOGA (Deutscher Hotellerie und Gastronomieverband) Auskunft geben.

Pro Modul können 16 Personen teilnehmen, davon 2-3 Personen vom Verein, 2 Produzenten, 1 Koch, 1 Person DEHOGA, 1 Presse, 10 Lehrkräfte. Die Veranstaltung ist insbesondere für Lehrkräfte der Grundschulen, der Haupt- und Realschulen gedacht. Die Inhalte der Fortbildungsreihe können im Rahmen von Projektwochen und –tagen der entsprechenden Lerngruppe angepasst werden.

AGENDA / INHALTE und GEPLANTER VERLAUF

ZeitInhalt
09.00 Uhr – 10.00 UhrGegenseitiges Kennenlernen Info zum Verein Genial Regional  
10.00 Uhr – 11.00 UhrVorstellung der Produzenten und deren Produkte, Informationen zu den Produkten, Rezeptauswahl zum jeweiligen Thema  
11.00 Uhr – 13.30 UhrGemeinsames Kochen und Essen    
13.30 Uhr – 14.00 UhrInformation zu Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Hotellerie und Gastronomie  
14.00 Uhr – 15.00 Uhr    Reflektion und Abschluss der Veranstaltung

ANMELDUNG und TEILNAHMEMÖGLICHKEIT

Der Anmeldeschluss liegt jeweils 3 Wochen vor dem Veranstaltungstermin. Es besteht die Möglichkeit, an einzelnen, oder auch an allen Modulen teilzunehmen. Für die Teilnahme wird ein kleiner Kostenbeitrag erhoben, welcher in den nächsten Tagen noch final abgestimmt wird.

Die jeweiligen Akteure eines Moduls treffen sich 1 Woche vorher, um den genauen Ablauf zu besprechen und die Räumlichkeiten kennenzulernen. Die Veranstaltungen beginnen um 09.00 Uhr und enden gegen 15.00 Uhr.

Rückfragen beantwortet die Vorsitzende Brigitte Zimmermann-Petrullat gerne freitags zwischen 15 und 18 Uhr im Laden „Jahreszeiten regional erleben“ in der Friedhofstr. 35 in Bensheim. Anmeldung und weitere Infos auch per Mail an genialregional@t-online.de

Gerne dürfen Sie auch den dazugehörigen FLYER herunterladen und an interessierte Menschen in Ihrem Umfeld verteilen. Hier geht’s zum DOWNLOAD 

Weitere aktuelle Infos zum Projekt auch bei unserem Partner Jahreszeiten regional erleben unter : Frag Jahreszeiten : Genial Regional macht Schule !! – Jahreszeiten regional erleben

Der Verein „Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar e.V.“ organisiert Kreis- und Landesgrenzen überschreitende Projekte rund um regionale Lebensmittel an der Bergstraße, im Odenwald, Kraichgau und Heidelberg. Dabei geht darum die Wertschätzung für nachhaltige, regionale Produkte in der Bevölkerung zu aktivieren und das Vertrauen in Regionales zu stärken. Dazu soll mit Schulen, DEHOGA und anderen Einrichtungen kooperiert werden. Themen:  Gesundes Essen aus der Region, Vernetzung und Know-How-Transfer. Weitere Infos dazu auf der Webseite des Vereins.

Ähnliche Beiträge

  • Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi)

    Was ist Solidarische Landwirtschaft, kurz SoLaWi genannt ?

    Die Idee einer Solidarischen Landwirtschaft (SolaWi) ist einfach: Eine Gruppe von Verbraucherinnen und Verbrauchern schließt sich mit einem oder mehreren landwirtschaftlichen Betrieben zu einer Gemeinschaft zusammen. Die Landwirtinnen und Landwirte versorgen die Mitglieder der Gemeinschaft mit Lebensmitteln. Umgekehrt stellen die Mitglieder den Landwirtinnen und Landwirten Geld zur Verfügung, um ohne Verluste wirtschaften zu können.

    Geteilte Ernte, geteilte Kosten, geteiltes Risiko

    Auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten der landwirtschaftlichen Erzeugung verpflichtet sich jedes Mitglied in Form eines Ernteanteils, für ein Jahr einen monatlichen Betrag an die Landwirtinnen und Landwirte zu zahlen.  Durch die gemeinschaftliche Finanzierung können insbesondere kleinbäuerliche und regionale Landwirtschaftsbetriebe mit einem arbeitsintensiven, vielfältigen Angebot erhalten und gefördert werden.

    Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) – Hofgut Ochsenschläger

    Hoflädchen Ochsenschläger - Solidarische Landwirtschaft 1

    Das Hofgut Ochsenschläger in Biblis-Wattenheim ist Anbieter einer solchen Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) und hat bereits mehrjährige Erfahrung mit dem Betriebsmodell gemacht. Für die Nutzer des SoLaWi-Angebots der Familie Ochsenschläger gibt es eine Menge guter Gründe, und das sind nur ein paar davon:

    • Regionale Lebensmittel
    • Saisonale Ernährung
    • Seltene Sorten
    • 100% ohne chemische Keule
    • Vom Acker direkt an unsere Mitglieder
    • Keine Umverpackung
    • Garantiert nachhaltig

    Die Liste der guten Gründe ist lang. Einer der Besten: Frischer und nachhaltiger geht es nicht!

    In der SoLaWi Ochsenschläger gibt es frisches, saisonales Gemüse aus eigenem Anbau, Kartoffeln, Obst von der eigenen Streuobstwiese, Vollkornmehl und je nach Verfügung Freilandeier. Es wird jede Woche geerntet und die Ernte unter den Mitgliedern aufgeteilt. Je nach Jahreszeit kann es mal mehr oder weniger sein. Es gibt bis zu 60 verschiedene Gemüse, Salate und Kräuter, die auf dem eigenen Acker den Jahreszeiten entsprechend angebaut werden.

    Nach und nach stellt die Familie Ochsenschläger die Bearbeitung auf ÖKÖ um. Ohne Pflügen, mit organischem Dünger, ohne spritzen, mit Bodenverbesserung/Humusaufbau, Schädlingskontrolle durch die Förderung von Nützlingen. Geplant ist, den Acker nach Permakultur–Richtlinien nach und nach umzugestalten.

    Den Verbrauchern bietet Familie Ochsenschläger auch die Möglichkeit an, die SoLaWi in Biblis-Wattenheim zu besuchen und im Gespräch mit Siggi Ochsenschläger mehr über den Anbau und die Produkte zu erfahren. Jahreszeiten regional erleben und Genial Regional Verein waren im Sommer 2022 bei einer solchen Führung durch die SoLaWi mit dabei.

    Hoflädchen Ochsenschläger - Solidarische Landwirtschaft 3

    Was finden die Verbraucher 2023 in Ihrem wöchentlichen Ernteanteil ?

    Anbauplan Gemüse 2023: Kohlrabi, Mangold, gelbe Karotten, Radieschen, Wirsing, Rotkraut, Grünkohl, Fenchel, Rote Bete, Zucchini, Tomaten, Auberginen, Zwiebeln, Brokkoli, Blumenkohl, Lauch, Sellerie, Spitzkohl, Weißkraut, Kartoffeln, Spinat, Eiszapfen, orange Karotten, bunte Karotten, Gurken, Flower Sproud, Rosenkohl, Paprika…..

    Anbauplan Salate 2023: Kopfsalat, Friseesalat, Feldsalat, Chinakohl, Eichblatt, Romanasalat, Eissalat, Mibuna, Mizuna, Rucola, Bataviasalat, Zuckerhut, Pflücksalate, asiatische Schnittsalate…..

    Anbauplan Kräuter 2023: Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Rosmarin, Salbei

    Auf dem SoLaWi – Kalender stehen außerdem regelmäßig frische Eier, von den eigenen sehr glücklichen Freilandhühnchen sowie auch Vollkornmehle aus selbst angebautem Getreide.

    Haben wir Euer Interesse an SoLaWi geweckt ?

    Wenn Ihr noch mehr über die SoLaWi erfahren möchtet, z.B.: was die Mitgliedschaft kostet oder was, wann angebaut wird, dann findet Ihr alle gewünschten Informationen hier auf : SoLaWi – riedgockel.de

    Abholstationen gibt es in Biblis/Wattenheim, Bensheim, Gernsheim und Worms!

    Abonnements für das Jahre 2023 können noch bis 1. April 2023 entgegengenommen werden.

    Bei Fragen, gerne Kontakt mit Familie Ochsenschläger oder auch Jahreszeiten aufnehmen. Eure Fragen rund um die Solidarische Landwirtschaft werden schnellstmöglich beantwortet

    Dagmar und Siggi Ochsenschläger sind gern für Euch da.

  • |

    Milchverarbeitung, Mozzarella, Joghurt & Käse

    Ein Hauch von Käse und frischen Erdbeeren lag in der Luft, als an der Heinrich Metzendorf Schule das erste Modul der Fortbildungsreihe „Genial regional macht Schule“ stattfand. Lehrkräfte aus Grundschulen, Haupt- und Realschulen und beruflichen Schulen an der Bergstraße tauchten tief in die Welt der Milchverarbeitung ein.

    Der Tag begann mit der Herstellung von Mozzarella. Unter fachkundiger Anleitung von Christine Kaiser, Fachbereichsleiterin Hauswirtschaft, verwandelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Milch in den beliebten Käse. Doch damit nicht genug: Der frisch zubereitete Mozzarella wurde in zwei köstliche Varianten weiterverarbeitet. Die klassische italienische Version mit Tomaten und Basilikum brachte mediterranes Flair in die Schulküche, während die hessische Variante mit Rote Beete und glatter Petersilie eine regionale Note hinzufügte.

    Auch die Herstellung von Joghurt stand auf dem Programm. Mit den ersten Erdbeeren der Saison zauberten die Lehrkräfte eine süße Nachspeise, die nicht nur den Gaumen erfreute, sondern auch die Vielfalt regionaler Produkte unterstrich.

    Es folgte eine Käseverkostung, bei der acht verschiedene Käsesorten probiert wurden. Unterhaltsam moderiert wurde die Verkostung von Brigitte Zimmermann, der Vorsitzenden des Vereins „genial regional“. Begleitet von passendem Brot, Chutneys und herzhaften Marmeladen, bot die Verkostung eine wahre Geschmacksexplosion. Die Lehrkräfte nutzten die Gelegenheit, um sich über die unterschiedlichen Käsesorten auszutauschen und neue Ideen für den Unterricht zu sammeln.

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben durchweg ein positives Feedback und gingen vollgepackt mit Ideen für den eigenen Unterricht nach Hause. Gemeinsam überlegten die Teilnehmer, wie das Thema Milch und Käse in den Unterricht integriert werden kann. Dabei wurden kreative Ansätze entwickelt, um sowohl Grundschulkinder als auch junge Erwachsene in der Berufsschule für die Thematik zu begeistern.

    Sabine Gnauck, die Abteilungsleiterin, zeigte sich begeistert: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie engagiert und kreativ die Lehrkräfte sind. Diese Fortbildungsreihe bietet eine wunderbare Gelegenheit, regionale Produkte und handwerkliche Fähigkeiten in den Unterricht zu integrieren und so den Schülern praxisnahe und wertvolle Erfahrungen zu ermöglichen.“

    Genial Regional macht Schule : Fortbildung zum Thema Milchverarbeitung an der Metzendorf-Schule

    Bereits im zweiten Jahr findet an der Heinrich Metzendorf Schule in Kooperation mit dem Genial Regional Verein die Fortbildungsreihe „Genial regional macht Schule“ statt.  Wie auch im vergangenen Jahr werden vier Veranstaltungen angeboten. Im nächsten Modul wird das Thema „Brot und Brötchen backen“ bearbeitet. Dann folgt noch das Thema „Einkochen und Fermentieren“ und abschließend das Thema „Teigwaren und Soßen“.

    Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und machte Lust auf mehr. Die Fortbildungsreihe „Genial regional macht Schule“ verspricht, auch in den kommenden Modulen spannende und praxisnahe Einblicke in die regionale Lebensmittelproduktion zu bieten. Interessierte Lehrkräfte können sich auf der Homepage „Jahreszeiten regional erleben“ informieren.

  • | |

    Trockenmauer Kurs am Heppenheimer Schloßberg

    Trockenmauern aus heimischen Gesteinsarten stellen in der Kulturlandschaft an der Bergstraße prägende Strukturelemente dar, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit und Geschichte z.B. am Heppenheimer Schloßberg unter Denkmalschutz stehen und seit 2018 auch anerkanntes Weltkulturerbe sind.  Sie beherbergen auch in ihren verschiedenen Zonen eine außerordentliche Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, welche ohne die Trockenmauern nur noch einen eingeschränkten Lebensraum finden.

    Genial Regional Verein - Trockenmauern Bergstraße - Heppenheimer Schloßberg

    Leider geht das Wissen unserer Ahnen zur Neuerrichtung oder Pflege einer mörtellosen Trockenmauer immer mehr verloren. Mit unserem Kurs möchten wir der „Wissenserosion“ entgegen wirken und die Teilnehmer befähigen, selbst Reparaturen gefahrlos vorzunehmen oder neue Trockenmauern aufzusetzen.  

    Das Trockenmauerteam : Matthias Radke, Beate Weis, Tom Peichel

    Genial Regional Verein - Trockenmauern Bergstraße - Das Trockenmauer Projektteam

    Fragen zur evtl. eigenen Baustelle in Garten oder Landschaft werden von Matthias, Beate und Tom gerne beantworten. Gerne diskutieren Sie mit Euch und teilen Ihr Wissen aus vielen bereits durchgeführten Trockenmauer-Sanierung-Projekten.

    Werkzeugkunde ist Teil des Kurses

    In Trockenmauerkurs des Genial Regional Verein erfährt und lernt man auch viel über Werkzeuge und deren Verwendung für den Trockenmauerbau. Es gibt spezielle Schlag- und Bearbeitungswerkzeuge. Zum Bearbeiten der Steinansichtsseite, Bosse bearbeiten, einebnen wird z.B. der Krönel verwendet. Es gibt Sprengeisen, zum Ausbilden von Kanten und Ecken, und noch viel mehr.

    Genial Regional Verein - Trockenmauern Bergstraße - Die Trockenmauer Werkzeuge

    Der Trockenmauer-Kurs fand in Theorie und Praxis am Freitag und Samstag statt.

    • Freitags – 15.00 bis max. 19:30 Uhr Theorie
    • Samstags – 09.00 bis ca. max. 14:00 Uhr  Praxis

    Werkzeuge wurden vom Veranstalter gestellt.

    Genial Regional Verein - Trockenmauern Bergstraße - Das Steinpuzzle kann beginnen

    Kommunikation und Austausch in der Gruppe sind uns wichtig – in den Pausen sorgt der Genial Regional Verein für Verpflegung mit Snacks und Getränken aus der Region.

    Der Trockenmauer-Kurs „Sanierung und Neuerrichtung in Theorie und Praxis“ am Schloßberg in Heppenheim, hat im März 2023 unter Trägerschaft des Nabu Meerbachtal stattgefunden.

    Basierend auf dem positiven Feedback, den guten Gesprächen mit den Teilnehmern und dem großen Interesse an solchen Kursen, hat sich der Genial Regional Verein entschlossen, diese Form der Wissensvermittlung in Theorie und Praxis auch zukünftig in weiteren Trockenmauer-Kursen anzubieten.

    Nähere Infos, Kosten und Anmeldung bei : Genial Regional Verein, Beate Weis, e-mail  : streuobst-manufaktur@gmx.de  oder genialregional@-t-online.de

    Beate Weis ist die Ansprechpartnerin und freut sich auf zahlreiche Teilnehmer bei den Trockenmauer-Kursen.

  • Gemeinsam für Nachhaltigkeit im Gewächshaus

    Der Genial Regional Verein war zu Besuch bei Mitglied Franz Schreier (r.) in Bürstadt. Er hat die ehemalige Gärtnerei Haller (Boxheimerhof) gekauft, umgebaut und zu einem Labor für Nachhaltigkeit im Gewächshaus weiterentwickelt.

    Das allererste Mal trafen sich die Mitglieder des Genial Regional Vereins persönlich auf dem ehemaligen Gelände der Gärtnerei Haller. „Zuvor hatten alle Zusammenkünfte wegen Corona nur digital stattgefunden“, berichtete Vorsitzende Brigitte Zimmermann. Gegründet hatte sich der Verein nach einer Vorlaufzeit im November 2020 unter dem Namen „Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar e.V.“

    Er setzt sich zusammen aus vielen Mitgliedern, meist Unternehmern aus der Region, die sich vor allem für Regionalität, Nachhaltigkeit und Landschaftserhalt einsetzen. Das ist die Basis für die Produkte, deren erzeugen, verwerten, verarbeiten, vermarkten sie fördern und bewerben möchten.

    Weitere Mitstreiter im Genial Regional Verein sind herzlich willkommen

    „Bisher sind es rund 20 Mitglieder, die zum Teil bereits in verschiedenen Verbänden und Organisationen aktiv sind. Aber auch Landwirte und Verbraucher sind dabei“, so die Vorsitzende. Der Verein ist auf der Suche nach weiteren Mitstreitern aus den Regionen Bergstraße, Heidelberg, Kraichgau und Odenwald, die sich mit den Themen nachhaltiger Produktion und Regionalität identifizieren können und helfen wollen, diese Botschaft nach außen zu tragen. Anlass zum Besuch in Boxheimerhof war, dass dort Mitglied Franz Schreier, dem die Firma ebf GmbH aus Bensheim gehört, 2013 ein Grundstück gekauft hat und mit seinem Gewächshaus experimentiert.

    Genial Regional Verein im Boxheimerhof Bürstadt

    Schreier ist von Haus aus Physiker, hat sich aber inzwischen zum Gärtner entwickelt. Er beschäftigt sich mit dem nachhaltigen Pflanzen und Aufziehen von Produkten in seinen besonderen Gewächshäusern, wie er sagt. „Damit fahren wir quasi doppelte Ernte ein. Zum einen mit dem was dort wächst, zum anderen durch die Energieeinsparung und die Einleitung des überzähligen Stroms ins Netz“, erklärte der Physiker den neugierigen Mitgliedern.

    Er verwendet eine hagelsichere Fluorkunststoff-Folie als Schutz für das Gewächshaus. Die Folie lässt auch UV-Strahlen außen vor, sorgt aber dafür, dass die Sonnenwärme im Innenraum gespeichert wird. Weil das Gewächshaus gut gedämmt ist, hält es die Temperatur auch in der Nachts sehr gut, sagt Schreier. Bei Außentemperaturen von bis zu minus zehn Grad bleibe es innen sogar frostfrei.

    Gebaut ist das Gewächshaus aus Holz und Hanfkalk. „Das ist ein natürliches Material mit sehr guten Dämmeigenschaften. Es kann wie alle verbauten Teile der Natur zurückgegeben werden“, fügt Schreier an. Auch die Folie bestehe aus solchen Bestandteilen. „Das Gewächshaus ist zu 99,9 Prozent recycelbar.“ Bisher gebe es wenige solcher Häuser in Europa, etwa in Luxemburg oder in Paris. Auch im japanischen Hokkaido stehe ein solches Modell.

    Chilis in unzähligen Sorten

    In Boxheimerhof werden zurzeit Chilis angebaut, unter anderem, um deren Samen zu gewinnen. Ein Mitarbeiter kümmert sich um den Anbau unzähliger Sorten. Der wird in weiteren Gewächshäusern auf dem Areal betrieben. Die Chili-Sorten wachsen auf hochwertigem Kompost, den der Abfallzweckverband ZAKB produziert, heißt es. Ein Vertreter des Verbands war beim Vereinstreffen ebenfalls anwesend. Noch fehlen spezielle Photovoltaikmodule, die in China hergestellt und in wenigen Monaten geliefert werden sollen.

    Karl-Ludwig Haller ist inzwischen Mieter bei Schreier. Auf dem Areal züchtet er beispielsweise Kresse unter dem Namen „Nasch Misch“ (wir berichteten). Auf dem Gelände finden sich noch viele „Altlasten“ aus dem früheren Gärtnereibetrieb, darunter der hohe Schornstein, durch den unzählige Liter Schweröl zum Heizen der früheren Gewächshäuser geflossen sind. Auch asbesthaltige Verkleidungen gibt es hier noch. „Wir geben das Areal der Natur zurück, wollen den Boden verbessern und wahrscheinlich eine Kindergärtnerei einrichten, bei der Kinder über mehrere Monate kommen, säen, gießen und ernten dürfen“, sagt Schreier. Der Physiker möchte der nächsten Entscheidergeneration bereits in jungen Jahren die Zusammenhänge in der Natur vermitteln. Das gehe nur über das Erleben.

    Nach einem Imbiss setzten sich die Mitglieder zusammen und arbeiteten bei einem Workshop das kommende Programm aus. „Der Verein hat in den nächsten Monaten viel vor. Wir möchten beispielsweise Kochkurse anbieten. Eine weitere Idee ist, einen Food-Truck. Außerdem will man weitere Regionalläden auf die Beine stellen, wie die Vereinsvorsitzende Brigitte Zimmermann sagte. Es habe viel zu besprechen gegeben, bei dieser ersten persönlichen Begegnung.

    Die Homepage des Vereins www.genialregionalverein.de ist gerade online gegangen, aber viele Bereiche müssen noch mit Inhalten gefüllt werden.

    Zusätzlich zur neuen Webseite ist der Genial Regional Verein auch auf Social Media Kanälen mit eigenen Auftritten vertreten. Hier findet Ihr dazu die Links.

    Facebook : https://www.facebook.com/genialregionalverein

    Instagram : https://www.instagram.com/genialregionalverein/

    YouTube : https://www.youtube.com/channel/UCL0oBaoxlX5hK0PcQoKQCRg 

    Folgen Sie uns einfach in den Sozialen Medien und Besuchen Sie unsere Webseite. Wir werden in den nächsten Monaten dort von unserer Arbeit mit dem Fokus auf Bildung in den Bereichen Regionalität, Nachhaltigkeit und Landschaftspflege berichten.

    Den Bericht dazu von Christine Dirigo im Südhessen Morgen finden Sie hier : Gemeinsam für Nachhaltigkeit – Bürstadt – Nachrichten und Informationen (mannheimer-morgen.de)

    Text-Quelle : © Christine Dirigo

    Bild-Quelle : Ottmar Meissner

  • |

    Genial Regional macht Schule – 2026

    Klimaschutz durch mehr regionale und saisonale Lebensmittel. Dieses Thema soll über die Schulen in die Bevölkerung getragen werden. Um dafür eine Grundlage zu schaffen, hat der gemeinnützige Genial Regional Verein in Kooperation mit der Bensheimer Heinrich-Metzendorfschule und weiteren Partnern ein Vernetzungs- und Bildungsangebot im Schuljahr 23/ 24 geschaffen und umgesetzt. Das im Jahr 2024 erfolgreich mit 4 Kochkursen gestartete Projekt des Vereins und seinen Partnern, wird in 2026 fortgesetzt. Es werden weitere 3 saisonal-regionale Kochkurse für Mitglieder und Lehrkräfte allgemeinbildender und beruflicher Schulen angeboten.

    Gestartet wird im Frühjahr 2026 mit dem Thema „Mittelalterliches Kochen mit Kinder“. Es folgen 2 weiteren Veranstaltungsthemen bis Ende des Jahres 2026.

    ModulVeranstaltungsterminThema und Ort
    1D0., 07.05.2026Mittelalterliches Kochen mit Kinder
    – Koch / Referent : Freilichtlabor
    – Veranstaltungsort : Freilichtlabor Lauresham, Lorsch
    2Do., xx.xx.2026
    Brot zubereiten und backen
    – Koch / Referent : Daniel Petruccelli (Berufsschule GG)
    – Veranstaltungsort : Berufliche Schulen Groß-Gerau (BSGG)
    3Di., xx.xx.2026Thema und Ort stehen noch nicht fest

    Pro Modul können 16 Personen teilnehmen, davon 2-3 Personen vom Verein, 1 Referent/Koch, 12 Lehrkräfte. Die Veranstaltung ist insbesondere für Lehrkräfte der Grundschulen, der Haupt- und Realschulen, sowie beruflichen Schulen gedacht. Die Inhalte der Fortbildungsreihe können im Rahmen von Projektwochen und –tagen der entsprechenden Lerngruppe angepasst werden.

    AGENDA / INHALTE und GEPLANTER VERLAUF

    ZeitInhalt
    09.00 Uhr – 10.00 UhrGegenseitiges Kennenlernen und Info zum Verein Genial Regional  
    10.00 Uhr – 11.00 UhrVorstellung der Produzenten und deren Produkte, Informationen zu den Produkten, Rezeptauswahl zum jeweiligen Thema  
    11.00 Uhr – 13.30 UhrGemeinsames Kochen und Essen    
    13.30 Uhr – 14.00 UhrInformation zu Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Hotellerie und Gastronomie  
    14.00 Uhr – 15.00 Uhr    Reflektion und Abschluss der Veranstaltung

    ANMELDUNG und TEILNAHMEMÖGLICHKEIT

    Der Anmeldeschluss liegt jeweils 3 Wochen vor dem Veranstaltungstermin. Es besteht die Möglichkeit, an einzelnen, oder auch an allen Modulen teilzunehmen. Für die Teilnahme wird ein kleiner freiwilliger Kostenbeitrag erhoben, welcher in Form einer Spende am Tag der Veranstaltung entrichtet werden kann.

    Rückfragen beantwortet die Vorsitzende des Genial Regional Verein, Brigitte Zimmermann-Petrullat gerne freitags zwischen 15 und 18 Uhr im Laden „Jahreszeiten regional erleben“ in der Friedhofstr. 35 in Bensheim. Anmeldung zur Teilnahme und weitere Infos auch per Mail an genialregional@t-online.de

    Wir, die Initiatoren und Organisatoren, das sind fünf Institutionen an der Bergstraße, denen das Thema „Gesunde, nachhaltige, saisonale und regionale Ernährung“ ein wichtiges Anliegen ist. Der „Genial Regional Verein“, die Heinrich-Metzendorf-Schule, der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, der DEHOGA und „Jahreszeiten regional erleben“, die Plattform für Regionales an der Bergstraße.

    Genial Regional macht Schule - HEADER - FOOTER

  • Mittelalter-Kochkurs im Freilichtlabor Lauresham

    Sehr spannend war es am 7. Mai 2026 für die Mitglieder des Genial Regional Verein und teilnehmende Lehrkräfte von Bergsträßer Schulen, die sich zum mittelalterlichen Kochkurs in Lorsch trafen. Am Besucher-Informations-Zentrum des Freilichtlabors Lauresham wurden die Teilnehmer freundlich begrüßt und bekamen eine Führung durch das Freilichtlabor Lauresham mit den Schwerpunkten Grundherrschaft, Landwirtschaft, Versorgung und Ernährung im frühen Mittelalter.

    Genial Regional macht Schule 2026 - Kochkurs - Mittelalterliches Kochen - Führung Lauresham

    Bei der Führung durch das Freilichtlabor Lauresham, erfuhren die Kursteilnehmer, wie man früher gekocht und die Lebensmittel angebaut bzw. verarbeitet hat.

    Heute finden wir im Supermarkt fast alles auf Anhieb im Regal, das im Kochtopf oder Backofen verarbeitet wird. Im Mittelalter mussten sich die Menschen deutlich mehr anstrengen, um zu ihrer Nahrung zu kommen. Es fing mit der Bearbeitung des Bodens an, danach kam die Aussaat, und am Ende standen die Ernte und das Kochen.

    Statt einer schier unerschöpflichen Auswahl an Speisen gab es nur das, was angepflanzt werden und gedeihen konnte. Im Mittelalter hatte man auch nur sehr begrenzte Möglichkeiten der Haltbarmachung, zum Beispiel der Kühlung von Nahrungsmitteln. Heute kocht man auf hochmodernen Kochfeldern, im Mittelalter war es der selbst gebaute Ofen oder eine große Steinplatte, auf der gekocht wurde. Das Essen binnen einer Viertelstunde auf die Teller zu zaubern, war früher absolut undenkbar. Die Teilnehmenden erfuhren im Kurs, was es heißt, regional und saisonal zu kochen. Genaue Mengenangaben waren Fehlanzeige und eine Speisefolge gab es ebenfalls nicht. Um regional und saisonal zu kochen, müssten Menschen umdenken. Die geliebten Erdbeeren zum Beispiel müssten sie für die meiste Zeit des Jahres von ihrem Speisezettel streichen.

    Zum Kochkurs wurde der Ofen befeuert und darin Brötchen gebacken. Als Kochstelle diente ein großer Steinblock, auf dem Holzstücke verfeuert wurden. Darüber hing das rustikale Gefäß, in dem ein Eintopf köchelte. Schnell breitete sich ein leckerer Duft aus. Wer Speck und Kräuter für seinen Eintopf haben wollte, nahm sich das selbst aus einer Schale.

    Genial Regional macht Schule 2026 - Kochkurs - Mittelalterliches Kochen und Essen

    Genial Regional macht Schule 2026 – Kochkurse für Lehrkräfte 

    Klimaschutz durch mehr regionale und saisonale Lebensmittel. Dieses Thema soll über die Schulen in die Bevölkerung getragen werden. Um dafür eine Grundlage zu schaffen, hat der gemeinnützige Genial Regional Verein in Kooperation mit regionalen Partnern ein Vernetzungs- und Bildungsangebot im Schuljahr 23/ 24 geschaffen und umgesetzt. Das im Jahr 2024 erfolgreich mit 4 Kochkursen gestartete Projekt wird in 2026 fortgesetzt. Es werden weitere 3 saisonal-regionale Kochkurse für Mitglieder und Lehrkräfte allgemeinbildender und beruflicher Schulen angeboten. Mittelalterliches Kochen in Lauresham, war der 1 dieser 3 Kochkurse in 2026.