Genial Regional macht Schule 2025 - Kochkurs - Fermentieren und Einkochen

Einkochen, Fermentieren und haltbar machen

Am 2. September 2025 fand der 2te Kochkurs des Genial Regional Verein im Rahmen des Projekts „Genial Regional macht Schule 2025“ in der Erich-Kästner-Schule in Bürstadt statt. Referent war Stefan Beckmann, vom Bio-Catering Biond (www.biond.de).

Fermentieren

Fermentiertes Gemüse ist nicht nur eine alte Konservierungsmethode, sondern hat auch eine ganze Reihe gesundheitlicher Vorteile – aber es gibt auch Punkte, die man beachten sollte. Hier ein Überblick:

Gesundheitliche Vorteile von fermentiertem Gemüse

Fördert die Darmgesundheit

  • Milchsäurebakterien (z. B. Lactobacillus) entstehen bei der Fermentation.
  • Diese probiotischen Kulturen können die Darmflora positiv beeinflussen, die Verdauung fördern und Blähungen oder Verstopfung lindern.

Verbesserte Nährstoffaufnahme

  • Durch Fermentation werden Nährstoffe wie Vitamine (z. B. Vitamin C, B-Vitamine, Vitamin K2) besser verfügbar.
  • Mineralstoffe wie Eisen oder Magnesium können leichter aufgenommen werden.

Stärkung des Immunsystems

  • Ein gesunder Darm hängt eng mit einem starken Immunsystem zusammen.
  • Probiotische Bakterien können Entzündungen regulieren und das Risiko für Infektionen senken.

Längere Haltbarkeit & natürliche Konservierung

  • Gemüse bleibt ohne Zusatzstoffe über Monate haltbar..
  • Der Säuregehalt (pH-Wert) verhindert das Wachstum schädlicher Keime.

Positive Wirkung auf Stoffwechsel und Gewicht

  • Einige Studien deuten darauf hin, dass fermentierte Lebensmittel das Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können.

Mögliche Risiken & Dinge zum Beachten

Salzgehalt

  • Bei der klassischen Milchsäuregärung wird viel Salz verwendet. Zu hoher Konsum kann problematisch für Herz-Kreislauf-Patienten oder Menschen mit Bluthochdruck sein.

Histaminbildung

  • Bei der Fermentation entsteht Histamin. Menschen mit Histaminintoleranz reagieren darauf oft mit Kopfschmerzen, Hautausschlägen oder Verdauungsproblemen.

Individuelle Verträglichkeit

  • Zu Beginn können Blähungen, Völlegefühl oder Bauchgrummeln auftreten, bis sich der Darm an die neuen Bakterien gewöhnt.
  • Langsam einführen (z. B. mit 1–2 EL Sauerkraut täglich starten).

Hygiene & Sicherheit

  • Wichtig: Sauberes Arbeiten, sauberes Equipment, richtige Salzkonzentration.
  • Wenn es stark faulig riecht, schleimig wird oder Schimmel bildet → nicht mehr essen.

Nicht für alle geeignet

  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder nach Organtransplantationen sollten vorsichtig sein und ggf. vorher ärztlich abklären.

Kurz gesagt: Fermentiertes Gemüse kann ein echtes Superfood für den Darm und das Immunsystem sein – solange es richtig hergestellt und individuell verträglich ist.

Ideen für fermentiertes Gemüse

Kimchi (klassisch)

  • Chinakohl, Karotten, Paprika, rote Zwiebeln, Kurkuma, Ingwer, Chiliflocken

CurryKraut

  • Chinakohl, Spitzkohl, Weißkohl (manchmal etwas Wirsing), Kurkuma, Ingwer, Cilliflocken, Curry (Kreuzkümmel)

BlumenkohlCurry

  • Blumenkohl (Scheiben), Chinakohl, Spitzkohl, Karotten (Scheiben), rote Zwiebeln, getrocknete Tomaten, Ingwer, Kurkuma, Chiliflocken)

Lauch/Karotten – Kimchi

  • Spitzkohl (grob), Lauch, Karotte (grob gerieben)

Blumenkohl/ Lauch/ Karotten Kimchi

  • Blumenkohl (Röschen), Karotte (grob gerieben), Spitzkohl (grob), Lauch

Rotes Kimchi

  • Rotkraut, Blumenkohl, rote Bete, Chinakohl, Möhre

mit Gelber Bete

  • Gelbe Bete (Würfel), Karotten (Scheiben), Lauch, Spitzkohl (grob), Chinakohl

Sauerkraut (klassisch)

  • Spitzkohl, Weißkraut, (Lorbeer, Wachholder)

Rettich Kimchi

  • Rettich (dünne Scheiben), Karotte (dünne Scheiben), Lauch

Grundrezept: Fermentiertes Gemüse

  • ca. 1 kg Gemüse (z. B. Kohl, Karotten, Blumenkohl, Lauch, Rettich, Bete …)
  • 20 g Salz (= 2 % vom Gemüsegewicht) → am besten naturbelassenes Meersalz oder Steinsalz
  • Gewürze nach Belieben: Knoblauch, Ingwer, Chili, Kümmel, Lorbeer, Pfefferkörner …
  • Optional: Starterkultur (z. B. etwas vom Saft eines vorherigen Ferments)

Gemüse vorbereiten

  • Waschen, ggf. schälen und in die gewünschte Form schneiden (Scheiben, Raspeln, Röschen). – unterschiedliche Schnittform – anderer Geschmack

Salzen

  • Gemüse in eine große Schüssel geben, Salz dazu.
  • Mit den Händen kräftig kneten oder stampfen, bis Flüssigkeit austritt (das ist die spätere Lake).

Abfüllen

  • Gemüse dicht in ein sauberes Bügel- oder Schraubglas pressen.
  • Es muss komplett mit Flüssigkeit bedeckt sein. Falls zu wenig Lake da ist: etwas Salzlösung (2 %) nachgießen.

Beschweren

  • Mit einem Gewicht (Glasgewicht, kleiner Teller, sauberes Kohlblatt) das Gemüse unter der Flüssigkeit halten.
  • Wichtig: Gemüse darf nicht mit Luft in Kontakt kommen → sonst Schimmelgefahr.

Fermentieren lassen

  • Glas (Weck-Gläser) verschließen. Nicht öffnen – es darf kein Sauerstoff reinkommen
  • Zimmertemperatur (18–22 °C) für 3–7 Tage stehen lassen.
  • Unterschiedliche Temperatur – anderer Geschmack

Reifen lassen

  • Im Kühlschrank entwickelt sich das Aroma weiter.
  • Haltbarkeit: mehrere Monate, solange das Gemüse unter der Lake bleibt.

Tipps

  • Menge Salz ist entscheidend: ca. 2 % ist optimal (z. B. 1 kg Gemüse → 20 g Salz).
  • Schaumbildung / Blubbern ist normal: das sind die Milchsäurebakterien.
  • Wenn sich ein weißer Film (Kahmhefe) bildet → meist harmlos, aber bei Schimmel (flauschig, farbig) entsorgen.
  • Immer sauber arbeiten – Glas, Hände, Schneidebrett.
  • Geruchs- und Geschmackskontrolle

Die Kursteilnehmer konnten dabei praktische Erfahrung sammeln, über das Fermentieren diskutieren und hatten viel Spaß beim Schneiden, Salzen, Stampfen und Befüllen der Gläser.

Genial Regional macht Schule 2025 - Kochkurs - Geschnittem, Gesalzen und Gestampft

Einkochen

Gesundheitliche Vorteile beim Einkochen

Längere Haltbarkeit

  • Durch Erhitzen werden Mikroorganismen und Enzyme abgetötet → Lebensmittel sind über Monate bis Jahre haltbar.
  • Praktisch für Vorratshaltung und weniger Lebensmittelverschwendung.

Nährstoffsicherung

  • Viele Mineralstoffe (z. B. Kalium, Magnesium, Eisen) bleiben beim Einkochen gut erhalten.
  • auch Ballaststoffe bleiben unverändert und fördern die Verdauung.

Saisonale Vielfalt

  • Saisonales Obst & Gemüse kann eingekocht und ganzjährig genutzt werden – fördert eine abwechslungsreiche Ernährung.

Selbstgemacht = kontrollierte Zutaten

  • Im Gegensatz zu industriellen Konserven enthält Selbstgemachtes keine Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder unnötigen Zucker/Salz (außer man fügt es selbst zu).

Gesundheitliche Nachteile & Risiken

Vitaminverluste

  • Hitzeempfindliche Vitamine (v. a. Vitamin C, B-Vitamine, Folsäure) gehen teilweise verloren.
  • Der Verlust hängt von Temperatur & Dauer ab (besonders bei langem Einkochen oder hoher Hitze).

Botulismus-Risiko (sehr selten, aber ernst)

  • Clostridium botulinum kann in sauerstoffarmen, feucht-warmen Milieus wachsen (z. B. bei unsachgemäß eingekochtem Gemüse/Fleisch).
  • Vorbeugung:
  • Strikte Hygiene beim Einkochen.
  • Säurehaltige Lebensmittel (z. B. Obst, Tomaten) sind unkritischer.
  • Bei Gemüse/Fleisch → unbedingt lange genug bei mind. 100 °C (besser 120 °C im Druckkochtopf) einkochen.

Nährstoffeinseitigkeit

  • Wenn man sich stark auf Eingekochtes verlässt, kann es auf Dauer zu weniger Frischkost und Rohkost kommen → schlechtere Vitaminversorgung.

Salz- oder Zuckergehalt

  • Viele Rezepte nutzen Zucker (Marmelade, Kompott) oder Salz (eingelegtes Gemüse). Ein übermäßiger Konsum kann gesundheitlich nachteilig sein.

Auch für das leibliche Wohl der Kursteilnehmer wurde gesorgt. Zum gemeinsamen Mittagessen gab’s frisch zubereitete Grünkern-Bolognese, Apfelmus mit eingekochten Kirschen und schöne Bilder vom Kochkurs des Genial Regional Verein.

Genial Regional macht Schule 2025 - Kochkurs - Grünkern-Bolognese zum gemeinsamen Mittag

Grünkern-Bolognese

  • 200 g Grünkern (geschrotet)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Karotte, klein gewürfelt oder geraspelt
  • 1 Stange Staudensellerie, fein gewürfelt (optional)
  • 1 Dose Tomaten (stückig, ca. 400 g)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 2 TL Oregano (getrocknet)
  • 1 TL Thymian (getrocknet)
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz & Pfeffer nach Geschmack

Grünkern vorbereiten

  • Grünkernschrot in einer trockenen Pfanne kurz anrösten, bis er duftet (gibt ein nussiges Aroma).
  • Danach mit der Gemüsebrühe übergießen und ca. 15 Minuten quellen lassen.

Gemüse anbraten

  • Öl in einem Topf erhitzen.
  • Zwiebel, Knoblauch, Karotte (und Sellerie) anschwitzen, bis sie weich sind.

Tomatenbasis

  • Tomatenmark kurz mitrösten.
  • Mit Rotwein (oder etwas Brühe) ablöschen.
  • Stückige Tomaten und Gewürze (Oregano, Thymian, Lorbeerblatt) dazugeben.

Grünkern untermischen

Mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Den gequollenen Grünkern mit der Brühe unterrühren.

Alles bei mittlerer Hitze ca. 20–30 Minuten köcheln, bis die Sauce schön sämig ist.

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    Saisonal und regional Kochen mit Kindern im Unterricht. Dieses Thema hat der Verein „Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar“ in vier Workshops erfolgreich aufgearbeitet. Bei diesem praxisbetonten Fortbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte und Vereinsmitglieder haben im abgelaufenen Schuljahr rund 20 Männer und Frauen viele Ideen für Projekttage gesammelt. Vereinsvorsitzende Brigitte Zimmermann überreichte in Bürstadt beim abschließenden „Grilllehrgang“ den Anwesenden ihre Teilnahmebestätigungen.

    Warum dieses Fortbildungsangebot?

    Das Wissen um heimisches Gemüse der Saison und die Fähigkeiten es gesund und schmackhaft zuzubereiten, verschwindet in Zeiten von „industriellen Fertiggerichten“ immer mehr. Um diesem Trend entgegen zu wirken hat der Verein das Fortbildungsprogramm gestartet, „Mit unseren Kursen wollen wir genussvollen Klimaschutz auf dem Teller anbieten. “ so Brigitte Zimmermann im Rückblick auf die Fortbildungen. „Nun sind 20 Multiplikatoren bereit das erworbene Wissen an Kinder und Jugendliche weiter zu geben.

    Kreis- und Länderübergreifender Workshop

    Die Kursleitung hatten Gastronomiefachkräfte. Teilnehmen konnten Multiplikatoren aus Bildungseinrichtungen aus Südhessen und Nordbaden. Ziel war auch der Kreis- und Länderübergreifende Austausch. Der Verein „Genial Regional“ hatte den DEHOGA Hessen, die Heinrich Metzendorf Schule, den Geo-Naturpark Bergstraße Odenwald und den Naturpark Neckartal sowie die Location und Plattform „Jahreszeiten regional erleben“ mit im Boot. Kurzfristig hat sich auch noch die Erich-Kästner-Schule in Bürstadt für das Abschlussmodul mit Küche und Freifläche beteiligt. Dafür dankte Brigitte Zimmermann Schulleiterin Stefanie Dekker. Bei allen Modulen wurden neben viel Praxis und Genuss auch neue Kontakte sowie Wissen zu den regional-saisonalen Lebensmitteln vermittelt.

    Warum sollte an Schulen gekocht werden?

    Sabine Gnauck, Abteilungsleiterin an der Heinrich Metzendorf Schule –weist auf die Wichtigkeit hin verstärkt den Basismultiplikatoren, das Thema „regionale, saisonale und nachhaltige Ernährung“ zu vermitteln. Deshalb hat die Metzendorfschule als schulischer Partner für die Berufsausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe und Lebensmittelhandwerk dem Verein gerne ihre Räume für zwei Workshops zur Verfügung gestellt. Gnauck führt weiter aus: „Leider ist die Realität so, dass Kinder und Jugendliche kaum noch eigene Kocherfahrungen zuhause, in der KiTa oder in der Schule machen.

    Übrigens: Die Fortbildungsreihe „genial regional macht Schule“, die sich über das Schuljahr 23/ 24 erstreckte, richtete sich an Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen und Schulstufen. Lehrkräfte konnten im Laufe der Fortbildung persönliche Kontakte zu Erzeugern und den beteiligten Vereinen an der Bergstraße knüpfen.

    Regionale und saisonale Genüsse zubereiten

    Den Start der Workshopreihe machte Guy Bastian von der Kochschule Heidelberg mit dem Thema „Kartoffeln und Kürbisse“ in der Metzendorfschule.

    Im Winter lockte Bio-Koch Stefan Beckmann von Biond an dieTöpfen in der Metzendorfschule. Der Spezialist für vegane Küche zeigte, was man aus Kraut und Rüben so zaubern kann.

    Im Frühjahr hat Kräuterfrau Dorisa Winkenbach von „artemis“ mit Wissbegierigen in Bensheim Kräuter gesammelt. Anschließend wurden sie in der Location „Jahreszeiten“, sortiert und für Speisen verwendet.

    Zum Schuljahresende 23/24 war es dann tierisch: Grillen stand auf dem Plan. Die mehrfachen Hessenmeister Oliver und Sandra Schröbel lieferten Basiswissen und viele Tipps zum Grillen.

    Petra Wagner-Brunnengräber vom Verein dokumentierte Rezepte, um sie den Teilnehmenden zur Verfügung zu stellen. Vereinsmitglied Ottmar Meissner wird einige davon auch über seine digitale Plattform „Jahreszeiten regional erleben“ bereitstellen. So wollen die Organisatoren mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit das „regionale Genuss-Erbe“ für künftige Generationen bewahren.

    Regionale und saisonale Lebensmittel besorgen

    Für den praktischen Teil hatte Landwirt Sigi Ochsenschläger Kartoffel, Kürbisse, Kohl, Kräuter, Salate, Knoblauch und vieles mehr geliefert. Der Erzeuger aus Biblis-Wattenheim nutzte die Treffen, um von seinen Nöten zu berichten. Eigentlich möchte er Gemüse und gutes Fleisch für die Region erzeugen. Doch immer weitere Vorschriften, Dokumentationspflichten und Kontrollen erschweren seine Arbeit. Mit der Gründung einer Solidarischen Landwirtschaft gibt er 100 Leuten Einblicke in die Arbeit. Jeden Freitag liefert er an 3 Standorte deren wöchentlichen Ernteanteil. Seine Frau Dagmar Ochsenschläger sorgt mit ihrem kleinen Hofladen für ein Nahversorgung, die früher kleine Lebensmittelgeschäfte machten. Ergänzt wird das Angebot mit einem Onlineshop eigener Produkte und Erzeugnissen von regionalen Kollegen.

    Austausch über Branchen hinweg

    Beim gemeinsamen Essen kamen auch Themen zur Sprache, wie Fachkräftemangel, bürokratische Hürden für Handarbeitende Kleinerzeuger oder die Probleme bei den Lieferketten und bei der Transparenz bezügliche der Lebensmittelqualität. Doch bei allen Problemen – der Spaß stand im Vordergrund. „Die Kurse waren kurzweilig, die Gerichte alle lecker und wir sind beim nächsten Mal wieder dabei!“, so der einhellige Wunsch der Lehrkräfte und der teilnehmenden Vereinsmitglieder

    „Es ist wunderbar, dass mit diesen Kochkursen die Aufmerksamkeit auf die regionale und saisonale Küche gelenkt wird.  Die teilnehmenden Lehrer und Lehrerinnen werden dabei auch für den Ausbildungsberuf des Kochs und der Köchin sensibilisiert. Dies ist wichtig, denn bei der Berufswahl ihrer Schüler und Schülerinnen spielen die Lehrkräfte oftmals eine entscheidende Rolle und das Gastgewerbe braucht dringend Fachkräfte, damit es auch in einigen Jahren noch Restaurants mit frisch zubereiteten Speisen gibt. Deshalb unterstützt der DEHOGA Hessen Kreisverband Bergstraße dieses Projekt von Genial Regional sehr gerne, „ so Christine Friedrich von der Kreisgeschäftsstelle.

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    Für das kommende Schuljahr prüft der Verein nun, welche Fortbildungen zu welchen Terminen und zu welchen Konditionen angeboten werden können. Beim Grillworkshop in Bürstadt wurden für das Schuljahr 24/25 folgende Termine, Themen und Locations vorgeschlagen:

    1. Herbst 24: Rund um den Apfel – Beate Weis Streuobstmanufaktur in Heppenheim
    2. Winterte 24/25: Jogurt und Käse in der Heinrich-Metzendorf Schule
    3. Frühling 25: Brotbacken in der Berufsschule in Groß-Gerau
    4. Sommer 25: Haltbarmachen (Trocknen, Dörren, Entsaften, Einkochen, Fermentieren) Erich-Kästner-Schule in Bürstadt

    Weite Informationen zu unserem Projekt „Genial Regional macht Schule“ findet man auf unserer Webseite und im Beitrag Frag Jahreszeiten : Genial Regional macht Schule !! – Jahreszeiten regional erleben bei unserem Partner Jahreszeiten regional erleben.

  • Kooperation & Partnerschaft mit Geo-Naturpark

    Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald ist Kooperationspartner und Gründungsmitglied des Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar e.V. (Genial Regional Verein). Gemeinsam möchte man den erhalt der Kulturlandschaft in der Region Bergstraße-Odenwald unterstützen und mit diversen Bildungs-Aktivitäten, Regionales Bewusstsein im Odenwald und an der Bergstraße stärken.

    Bericht über die Zusammenarbeit mit dem Genial Regional Verein in der „GeoNaturpark aktuell“

    Im Magazin „GeoNaturpark aktuell“, Ausgabe 2 HJ 2021, berichtet der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald über die Zusammenarbeit mit dem Genial Regional Verein und viele weitere Aktivitäten in der Region, welche die gemeinsamen Ziele unterstützen.

    HIER können Sie die aktuelle Ausgabe des Magazins des Geo-Naturparks herunterladen.

    Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

  • Kochevent „Naturparke kulinarisch“

    Das Kochevent „Naturparke kulinarisch“ des Naturparks Neckartal-Odenwald, des BUND Steinachtal und von Slow Food Rhein-Neckar steht unter dem Motto „gesund – regional – nachhaltig – gemeinsam“. Bei gemeinsamem Kochen und persönlichem Austausch können die Naturparke Baden-Württembergs anhand saisonaler und regionaler Spezialitäten entdeckt werden. Dabei können Sie den geübten Helfern von Slow Food nicht nur über die Schulter schauen, sondern auch selbst mitkochen. Zwischen den Gängen aus saisonalen und regionalen Köstlichkeiten gibt es Informatives zum Themenschwerpunkt des Abends. Ein Event voller Genuss und Austausch!

    Mit dem Naturpark Südschwarzwald zu Gast

    Am Samstag, den 02. April 2022, ist der Naturpark Südschwarzwald zu Gast bei „Naturparke kulinarisch“. Lernen Sie seine kulinarischen Spezialitäten kennen und erfahren Sie, wie in Zeiten des Klimawandels Landschaftselemente als Wasserspeicher genutzt werden können. Bei der Machbarkeitsstudie des Naturparks Südschwarzwald wird aufgezeigt, wie die stärkeren Niederschlagsmengen im Winterhalbjahr durch Humusaufbau und weitere Maßnahmen für trockene Sommer gespeichert werden können. Auch bei uns ein relevantes Thema!

    Gut zu wissen

    Die Plätze sind begrenzt. Anmeldungen bis einschließlich 27. März bei Jochen Schwarz unter:

    bund.steinachtal@bund.net oder 06220/9143581

    Bitte geben Sie bei Anmeldung an, ob Sie das Fleischgericht oder die vegetarische Hauptspeise bevorzugen.

    Falls Sie unter Allergien oder Unverträglichkeiten leiden, können Sie uns diese ebenfalls mitteilen. Wir werden uns bemühen, diese im Menüplan zu berücksichtigen.

    Beginn: 17.00 Uhr (Ende gegen 22.00 Uhr)

    Ort: Wiesenbach, Antoniushof – Museum und Kulturzentrum (die Räumlichkeiten sind barrierefrei)

    Haltestelle: Wiesenbach (Baden), Löwen

    Teilnahmegebühr: Vegetarisch 27 €; mit Fleisch 33 €

    Die aktuellen Hygienemaßnahmen werden rechtzeitig vor der Veranstaltung bekannt gegeben.

    Weitere Infos unter: https://www.naturpark-neckartal-odenwald.de/geniessen/naturparke-kulinarisch/

    Bild-Quelle : Laura Willer

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    Preisverleihung für Trockenmauerprojekt am Heppenheimer Schlossberg

    Beim 7. Wettbewerb „Landschaft in Bewegung“ hat die Bergstraße gleich 3 von 5 Preisen im Wert von je 10.000 € abgeräumt.

    Um die Preisgelder für den Wettbewerb, den die Metropolregion Rhein-Neckar alle 2 Jahre organisiert, hatten sich insgesamt 21 Projekte beworben.

    Von Seiten der Jury lobte Prof. Dr. Swantje Grotheer von der TH Berlin das Niveau der Anträge und den Vernetzungsgrad der Beteiligten.

    Dr. Claus Peinemann vom Verband Region Rhein-Neckar stellte am Dienstag 28.11. die fünf Sieger vor. Im Reiss-Engelhorn Museum in Mannheim gingen 3 von 5 Schecks an die Bergstraße, 1 an ein Projekt aus der Pfalz und 1 an ein Projekt des Naturparks Neckartal.

    Von der Bergstraße wurde das Trockenmauerprojekt am Heppenheimer Schlossberg des Genial Regional Verein, NABU und Stadt Heppenheim mit 10.000 € prämiert. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Auf dem Bild stehen auf der rechten Seite, unsere Vorstandsmitglieder Beate Weis (Organisatorin des Trockenmauerkurs) und Brigitte Zimmermann.

    Genial Regional Verein - Trockenmauern Bergstraße - Das Trockenmauer-Projekt am Heppenheimer Schlossberg

    Projektbeschreibung : Naturstein-Trockenmauern am Schlossberg fachgerecht sanieren und erstellen. Ein Intensivkurs in Theorie und Praxis für Grundstücksbesitzer, Landwirte, Winzer und Multiplikatoren. Am Heppenheimer Hausberg, dem Schloßberg, wurde Fachwissen zum traditionellen Trockenmauerbau weitergegeben und erlernt.

    Außerdem fließen 10.000 € für ein Projekt der Stadt Bensheim mit dem Wasserschutzverband an der ehemaligen Neckarschleife bei Langwaden und Fehlheim. Die dritte Prämie ging an die Biodiversitätsoffensive Lautertal-Bensheim.

    Der Genial Regional Verein und das Projekt-Team „Trockenmauern Bergstraße“ sagte Danke und beglückwünscht auch die weiteren ausgezeichneten Projekte.

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    Kartoffel und Kürbis als Genial Regional Schulprojekt

    Mit Kartoffeln und Kürbissen lassen sich rasch leckere Gerichte zubereiten. Doch das Wissen um heimisches Gemüse der Saison und die Fähigkeiten es gesund und schmackhaft zuzubereiten, verschwindet in Zeiten von „industriellen Fertiggerichten“ immer mehr.  Davon berichtet Guy Bastian von der Kochschule Heidelberg, beim 1. Workshop von „genial regional macht Schule“ zum Thema „Kartoffeln und Kürbisse“.  „Oft habe ich bei meinen Koch-Kursen gebildete Menschen, die nicht wissen, wie man Gemüse schält oder andere Lebensmittel verarbeitet!“

    Sabine Gnauck, Abteilungsleiterin an der Heinrich Metzendorfschule – dem Veranstaltungsort des Workshops, weist auf die Wichtigkeit hin, das Thema „regionale, saisonale und nachhaltige Ernährung“ verstärkt den Basismultiplikatoren zu vermitteln. Die Metzendorfschule als schulischer Partner für die Berufsausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe und Lebensmittelhandwerk stelle dafür gerne ihre Räume zur Verfügung. Gnauck führt weiter aus: „Leider ist die Realität so, dass Kinder und Jugendliche kaum noch eigene Kocherfahrungen zuhause, in der KiTa oder in der Schule machen.“ Die Fortbildungsreihe „genial regional macht Schule“, die sich über das Schuljahr 23/ 24 erstreckt, richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen und Schulstufen. Lehrkräfte können im Laufe der Fortbildung zum einen persönliche Kontakte zu Erzeugern und den beteiligten Vereinen an der Bergstraße knüpfen und zum anderen ihr erworbenes Wissen als Multiplikatoren weitergeben.

    „Mit unseren Kursen wollen wir genussvollen Klimaschutz auf dem Teller anbieten. “ so Beate Weis, 2. Vorsitzende des „Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar e.V.“ bei der Begrüßung in der Lehrküche der Bensheimer Berufsschule. Das Projekt besteht aus 4 Modulen, die einzeln buchbar sind. Der Verein gestaltet die Kochkurse in Kooperation mit dem DEHOGA Hessen, der Heinrich Metzendorfschule, dem Geo-Naturpark Bergstraße Odenwald und dem Naturpark Neckartal sowie die Plattform „Jahreszeiten regional erleben“. Neben viel Praxis und Genuss werden neue Kontakte und das Wissen zu den regional-saisonalen Lebensmitteln auch in der Theorie vermittelt.

     „Es ist wunderbar, dass mit diesen Kochkursen die Aufmerksamkeit auf die regionale und saisonale Küche gelenkt wird und dabei die teilnehmenden Lehrer und Lehrerinnen für den Ausbildungsberuf des Kochs und der Köchin sensibilisiert werden. Dies ist wichtig, denn bei der Berufswahl ihrer Schüler und Schülerinnen spielen die Lehrkräfte oftmals eine entscheidende Rolle und das Gastgewerbe braucht dringend Fachkräfte, damit es auch in einigen Jahren noch Restaurants mit frisch zubereiteten Speisen gibt. Deshalb unterstützt der DEHOGA Hessen Kreisverband Bergstraße (Hotel- und Gastronomieverband) dieses Projekt von Genial Regional sehr gerne.“ So Christine Friedrich von der Kreisgeschäftsstelle.

    Für den praktischen Teil des 1. Moduls hat Landwirt Siggi Ochsenschläger verschiedene Kartoffel– und Kürbissorten geliefert. Der Erzeuger aus Biblis-Wattenheim berichtet von der wachsenden Bürokratie, die auf alle – auch die kleinen – Landwirte einwirke. Eigentlich möchte er Gemüse und gutes Fleisch für die Region erzeugen. Doch immer weitere Vorschriften, Dokumentationspflichten und Kontrollen erschweren seine Arbeit. Mit der Gründung einer Solidarischen Landwirtschaft gibt er 100 Leute Einblicke in die Arbeit. Jeden Freitag liefert er an 4 Standorte deren wöchentlichen Ernteanteil. Seine Frau Dagmar Ochsenschläger sorgt mit ihrem kleinen Hofladen für ein Nahversorgung, den früher die lokalen Lebensmittelgeschäfte machten. Ergänzt wird das Angebot mit einem Onlineshop eigener Produkte und Erzeugnissen von regionalen Kollegen.

    Beim gemeinsamen Essen der deftigen und süßen Kürbis- und Kartoffelgerichte wurde auch über die heutige Nahversorgung, Lieferketten und Transparenz bei der Lebensmittelqualität diskutiert. Petra Wagner-Brunnengräber vom Verein dokumentierte die Rezepte, die Ottmar Meissner über die Plattform Jahreszeiten regional erleben – Regionales an der Bergstraße bereitstellen will. Die Organisatoren wollen mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit künftigen Generationen das regionale Genuss-Erbe bewahren.

    „Der Kurs hat Spaß gemacht, die Gerichte sind alle lecker und ich bin beim nächsten Mal wieder dabei!“, so ein Vereinsmitglied von „genial regional“ Da es im Kurs noch freie Plätze gibt, sucht der Verein noch pädagogisch aktive Menschen aus den Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar für die verbleibenden Koch-Events.

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    Weiter geht es dann im neuen Jahr, am Mittwoch 31. Januar 24. Dann steht Bio-Koch Stefan Beckmann mit den Teilnehmenden an den Töpfen. Der Spezialist für vegane Küche, zeigt was man aus Kraut und Rüben so zaubern kann.  Im Frühjahr ist Torsten Lettmann vom Restaurant „Herzblut und Zinke“ im Landesmuseum in Darmstadt an der Reihe. Er bearbeitet mit den Lehrkräften das Thema „Kräuter, Erdbeeren und Spargel“. Zum Schuljahresende 23/24 wird es dann tierisch: Grillen steht auf dem Plan und die mehrfachen Hessenmeister Oliver und Sandra Schröbel stehen mit Tipps bereit. 

    Weitere Informationen zu „Genial regional macht Schule“ findet man unter Genial Regional macht Schule !! – Jahreszeiten regional erleben, inkl. Rezepte, der 5 zubereiteten Gerichte.

    Genial Regional macht Schule - 1. Kochkurs (3)

    Wenn Sie im schulischen Bereich tätig sind und auch mitmachen möchten, dann melden Sie Sich bitte kurz per Mail Genialregional@t-online.de beim Genial Regional Verein.

  • Genial Regional Verein feiert 2-jähriges Gründungsjubiläum

    Mitglieder entwickeln neue Ideen & Aktivitäten

    Der Verein „Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar e.V.“  hat Grund zum Feiern. Im November 2020 digital gegründet, haben die Mitglieder in den vergangenen beiden Jahren bereits etliche Kreis- und Landesgrenzen überschreitende Projekt rund um regionale Lebensmittel, Nachhaltigkeit und Landschaftserhalt auf den Weg gebracht.

    Bei einer kleinen Feierstunde in der „Alten Dorfmühle“ in Bensheim-Auerbach, bedankte sich die Vorsitzende Brigitte Zimmermann-Petrullat bei den Mitgliedern des Vereins für die tatkräftige Unterstützung in den vergangenen Jahren.

    Bei saisonaler und regionaler Küche des Mitgliedes „Alte Dorfmühle“  entwickelten die Anwesenden neue Idee, wie das Bewusstsein und die Wertschätzung für nachhaltige regionale Produkte in der Bevölkerung aktiviert und das Vertrauen in Regionales gestärkt werden könnte. Thema war auch die Mitgliederwerbung und die Stärkung des Ehrenamtes. Eine Idee aus der Runde, die der Vorstand in 2023 umsetzen möchte ist, ein saisonal-regionaler Kochkurs für Mitglieder und Unterrichtspersonal. Dazu soll mit Schulen, DEHOGA und anderen Einrichtungen kooperiert werden.

    Der Verein freut sich, wenn weitere Personen und Organisationen ein Interesse an der Zusammenarbeit mit dem Genial Regional Verein haben. Nehmen Sie gerne Kontakt zum Verein – Genial Regional Verein auf.