Kraut und Rüben als Genial Regional Schulprojekt

Die Rezepte zum Thema “Kraut und Rüben” stammen vom Genial Regional Verein, welcher im Rahmen des Projekts Genial Regional macht Schule Kochkurse für regional-saisonale Küche mit Lehrkräften von diversen Schulen aus der Region Bergstraße durchführt.

Folgende Gerichte wurden bei diesem Kochkurs zubereitet :

  • Winterwurzelsuppe mit Zwiebel-Chutney und dazu eine Scheibe Knoblauchbrot
  • Fruchtiger Krautsalat aus Spitzkohl und Apfel, dazu Bällchen aus Kidneybohnen und Kimchi
  • Süßkartoffeleintopf mit Polenta-Schnitten und Steckrübenpüree
  • Winterliche Fruchtgrütze mit Vanillesauce

Die Rezepte und Zubereitungstipps :

Gemüsebrühe – verkochen von allen (nicht färbenden) Gemüseresten und Abschnitten

z.B.: Abschnitte von Lauch, Schalen von Wurzelgemüse, Kohlblätter -und Strünke, Obstreste, Zwiebelschalen

keine: färbenden Gemüse, Kartoffelschalen,

dazu:

  • Gemüsereste sammeln (zwischenfrieren)
  • In kaltem Wasser ansetzen und mit verschiedenen Gewürzen (Salz, Lorbeer, Piment, Wacholder, Liebstöckel, Pfefferkörner, Fenchelsamen oder ähnliches)
  • Einmal aufkochen lassen und dann lange köcheln
  • Nach einer bis zwei Stunden ausschalten und abkühlen lassen
  • Durch ein Sieb gießen und abtropfen lassen
  • Entweder direkt verwenden oder portionsweise einfrieren.

Winterwurzelsuppe

  • 1kg Winterwurzeln (z.B.: Knollensellerie, Petersilienwurzeln, Topinambur, Steckrüben, Karotten, Kartoffeln, oä) – putzen, schälen und in 1 cm große Stücke schneiden.
  • Das grob geschnittene Gemüse auf ein Backblech und mit Pommessalz und Öl mischen und bei 160° für 20min backen.
  • Zwiebeln – die Zwiebeln grob würfeln.
  • 1 kg Gemüsebrühe – selbstgekocht-
  • Salz, Paprikapulver, Zitronensaft oder Zitronenschale – zum Abschmecken

 Den Gemüsefond in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Das Gemüse dazugeben und kochen lassen.

Zwiebelchutney

  • 1kg Zwiebeln – in grobe Scheiben schneiden – auf ein Backblech und mit Pommessalz und Öl mischen und bei 160° für 20min backen.
  • 0,4 Äpfel – in kleine Würfel schneiden.
  • 8 El Zucker – mit etwas Wasser in einem Kochtopf karamellisieren lassen.
  • 400ml Essig (Kräuteressig, Apfelessig, Zitronensaft, Apfelsaft oä).
  • Das Karamell mit dem Essig ablöschen und etwas kochen (sich auflösen) lassen. Das Gemüse dazugeben und einkochen lassen. Die Äpfel dazugeben und weiterkochen.
  • Kurkuma, Ingwer, Salz, Chili – zum Abschmecken.

Knoblauchbrot

  • Baguettes in Scheiben schneiden.
  • Knoblauch mit Öl, Salz und etwas Zitronensaft pürieren – (Knoblauch-Pesto)
  • Die Brote damit besteichen und auf ein Backblech (mit Backpapier)
  • Bei 160° für 15 min backen.

Krautsalat aus Spitzkohl und Apfel

  • Spitzkohl/ Weißkohl in feine Streifen schneiden
  • mit Salz verkneten
  • Äpfel grob reiben und dazugeben
  • Zitronensaft, Kräuteressig, Zucker dazugeben und verkneten.
  • Öl dazugeben und verkneten

Bällchen aus Kidneybohnen

  • 3 EL Leinsamen mahlen und mit 6 EL Wasser einweichen.
  • Sonnenblumenkerne mahlen
  • Zwiebeln, Möhren, Petersilienwurzel in sehr kleine Würfel schneiden und anbraten
  • Kidneybohnen abspülen und in einen Mixer geben.
  • angebratenes Gemüse dazugeben und alles mixen.
  • Haferflocken dazugeben.
  • mit Sojasauce, Senf, Salz und Paprikapulver würzen
  • Alles mischen, bis die Konsistenz stimmt.
  • Bällchen (25g) formen und frittieren/ braten.

Dip für die Bällchen

  • Kimchi mit Frischkäsecreme mischen

Süßkartoffel-Eintopf mit Schwarzen Bohnen

  • 3 Süßkartoffeln – schälen und in Würfel schneiden.
  • Anderes Gemüse (Karotten, Petersilienwurzel, Zucchini, oä) – in Würfel schneiden.
  • 1 Paprika rot – in Würfel schneiden.
  • 2 rote Zwiebel – in Würfel schneiden.
  • Das Gemüse auf ein Backblech geben du mit ÖL, Salz, Kräutersalz und Paprikapulver mischen. Backen bei 180°C für 20 Minuten in den Backofen.
  • 1 weiße Zwiebel, Knoblauch, Kurkuma, Ingwer putzen, ganz klein würfeln und in Öl anbraten.
  • Curry, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Currypaste – mitrösten.
  • 500ml Wasser/ Gemüsebrühe – selbstgekocht – zum Aufgießen.
  • 1 Dosen gehackte Tomaten – dazugeben.
  • Salz, Chili – zum Abschmecken.
  • 1-2 El Reismehl zum Binden – bei Bedarf
  • das Gemüse aus dem Ofen dazugeben.
  • 1 Dose schwarze Bohnen – dazugeben.
  • 300g frischer Blattspinat – für die Deko

Polenta-Würfel

  • 1 l Gemüsebrühe und ca. 50 g Pflanzenmargarine – zum Kochen bringen.
  • 250 g Polenta (Maisgrieß) – in die Brühe einrühren – kurz quellen lassen.
  • Kräutersalz, Muskatnuss – damit würzen.
  • frische Kräuter (nach Belieben und Geschmack) – geschnitten unterheben.
  • In eine rechteckige Form (oder Backblech mit Backpapier) die gequollene Polenta geben und glattstreichen.  Auskühlen lassen.
  • Von allen Seiten goldgelb anbraten.

Steckrübenpüree

  • 500g Steckrüben – schälen und in Würfel schneiden.
  • 500g Kartoffeln – schälen und in Würfel schneiden.
  • 1l Wasser oder Gemüsebrühe – damit aufgießen und weichkochen.
  • Salz, Muskat, Pflanzenmargarine, Pflanzenmilch – zum Abschmecken.
  • Mit einem Kartoffelstampfer (Mixer) zu Püree verarbeiten und Flüssigkeit nach Bedarf dazugeben.

Geht auch nur mit Kartoffel oder mit Süßkartoffeln

Winterliche Fruchtgrütze

  • Birne, Apfel, Pflaume in dekorative Stücke schneiden.
  • In Birnensaft kochen mit Speisestärke binden.

Vanillesauce

  • Mandelmilch aufkochen und Pudding einrühren.

Wir bedanken uns bei Stefan Beckmann für den interessanten Kochkurs, die Rezepte und die Informationen rund um BIO und Veganes Kochen.

Weitere aktuelle Informationen zu „Genial regional macht Schule“ findet man unter Genial Regional macht Schule !! – Jahreszeiten regional erleben bei unserem Kooperationspartner Jahreszeiten regional erleben.

Genial Regional macht Schule - Jahreszeiten regional erleben

Wenn Sie im schulischen Bereich tätig sind und auch mitmachen möchten, dann melden Sie Sich bitte kurz per Mail Genialregional@t-online.de beim Genial Regional Verein.

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    Am Sonntag, den 8. Mai 2022, können Schlemmermäuler und Naturliebhaber zum letzten Mal vor der Sommerpause mit einer Tasche voll regionaler Spezialitäten und Routenvorschlägen auf Tour gehen.

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    Interessierte erwartet eine große Auswahl an Leckereien und Landschaften. Neun von 11 Betrieben nehmen im Mai teil. Sie verteilen sich über die gesamte Fläche des Naturparks Neckartal-Odenwald. Da jeder Betrieb die Vespertaschen mit seinen hofeigenen Spezialitäten und denen seiner Partner füllt, variiert die Zusammenstellung der Produkte: Von frischen Backwaren über saisonales Obst und Gemüse, Grünkernfrikadellen und hartgekochten Eiern bis hin zu Wildwurst. Vegetarische Vespertaschen werden ebenfalls angeboten.

    Folgende Betriebe bieten ihre Vespertaschen am 8. Mai an:

    • Hof Heilig in Hardheim-Gerichtstetten
    • Leon Scholl Direktvermarktung in Eberbach-Friedrichsdorf
    • Weingut Uhler & Blank in Wiesenbach
    • die Heinrich Hof GbR in Obrigheim
    • Es-Cider-Haus – Frucht im Glas in Waldbrunn-Oberdielbach
    • Bäckerei Englert in Elztal-Dallau
    • Nonies Hof in Neckarbischofsheim
    • Lauers Grünkern in Walldürn-Altheim
    • Matthias & Lukas Berberich GbR, Hardheim-Rütschdorf

    Diese regional wirtschaftenden Betriebe erhalten durch ihre Arbeit die uns vertraute Kulturlandschaft. Sie erzeugen köstliche Produkte, deren kurze Transportwege Klima und Umwelt schonen. Für Verbraucher*Innen garantieren sie Frische und Qualität. Umgekehrt ist jeder Kauf soziales Engagement, das die in Baden-Württemberg typischen kleinbäuerlichen Strukturen unterstützt. Die Vespertouren bieten die Möglichkeit, inmitten unserer Kultur- und Naturlandschaft diese regionalen Produkte direkt vom Betrieb und seinen Kooperationspartnern aus der Region zu verkosten.

    Gebuchten werden können die Vespertouren im Online-Shop des Naturparks Neckartal-Odenwald bis einschließlich zum Vormittag des 03. Mai 2022:
    www.naturpark-neckartal-odenwald.de/service/online-shop/

    Kontakt:
    Naturpark Neckartal-Odenwald
    Kellereistr. 36
    69412 Eberbach
    Tel.: 06271/942275
    Buero@np-no.de

    Bild-Quelle : Fotograf: Leon Scholl

  • Letzte Vespertouren des Naturparks Neckartal-Odenwald

    Ein genussvolles Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Am Sonntag, den 24. Oktober 2021 lädt die letzte Runde Vespertouren zum Entdecken der Landschaften im Naturpark Neckartal-Odenwald und gleichzeitigem Genießen von regionalen Köstlichkeiten!

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    Da jeder Betrieb die Vespertaschen mit seinen hofeigenen Spezialitäten und denen seiner Partner füllt, variiert die Zusammenstellung der Produkte: Von frischen Backwaren über Hausmacher Wurst und Käse, Obst und Gemüse bis hin zu Mostbirnensenf. Vegetarische Vespertaschen werden ebenfalls angeboten. 

    Regional wirtschaftende Betriebe erhalten durch ihre Arbeit die uns vertraute Kulturlandschaft. Sie erzeugen köstliche Produkte, deren kurze Transportwege Klima und Umwelt schonen. Für Verbraucher*Innen garantieren sie Frische und Qualität. Umgekehrt ist jeder Kauf soziales Engagement, das die in Baden-Württemberg typischen kleinbäuerlichen Strukturen unterstützt. Die Vespertouren bieten die Möglichkeit, inmitten unserer Kultur- und Naturlandschaft diese regionalen Produkte direkt vom Betrieb und seinen Kooperationspartnern aus der Region zu verkosten.

    So geht’s: Über den Online-Shop des Naturparks können Interessierte eine mit lokalen Leckereien zum Sofortverzehr gefüllte Vespertasche buchen. Beim Direktvermarkter ihrer Wahl holen sie die Tasche mit hofeigenen Produkten ab. Ein Wandervorschlag, der direkt am teilnehmenden Betrieb startet, liegt jeder Vespertasche bei.

    Zum krönenden Finale der Vespertouren bieten alle neun teilnehmenden Betriebe noch einmal ihre ganz individuellen Vespertaschen an:

    Weingut Uhler & Blank, Sinsheim (Taschenausgabe in Eschelbronn)
    Heinrich Hof Gbr, Obrigheim
    Es-Cider-Haus – Frucht im Glas, Waldbrunn
    Hof Edelmann, Waldbrunn
    Bäckerei Englert, Elztal
    Lauers Grünkern, Walldürn
    Biobackstube Fritzebeck, Seckach
    Leon Scholl Direktvermarktung, Mudau (Taschenausgabe in Eberbach)
    Matthias & Lukas Berberich GbR, Hardheim

    Die letzte Gelegenheit zur Buchung endet am 18. Oktober 2021 im Online-Shop des Naturparks Neckartal-Odenwald möglich:
    www.naturpark-neckartal-odenwald.de/service/online-shop/

    Kontakt:
    Naturpark Neckartal-Odenwald
    Kellereistr. 36
    69412 Eberbach
    Tel.: 06271/942275
    Buero@np-no.de

    Bild-Quelle : Hof Edelmann, Waldbrunn

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    Einkochen, Fermentieren und haltbar machen

    Am 2. September 2025 fand der 2te Kochkurs des Genial Regional Verein im Rahmen des Projekts „Genial Regional macht Schule 2025“ in der Erich-Kästner-Schule in Bürstadt statt. Referent war Stefan Beckmann, vom Bio-Catering Biond (www.biond.de).

    Fermentieren

    Fermentiertes Gemüse ist nicht nur eine alte Konservierungsmethode, sondern hat auch eine ganze Reihe gesundheitlicher Vorteile – aber es gibt auch Punkte, die man beachten sollte. Hier ein Überblick:

    Gesundheitliche Vorteile von fermentiertem Gemüse

    Fördert die Darmgesundheit

    • Milchsäurebakterien (z. B. Lactobacillus) entstehen bei der Fermentation.
    • Diese probiotischen Kulturen können die Darmflora positiv beeinflussen, die Verdauung fördern und Blähungen oder Verstopfung lindern.

    Verbesserte Nährstoffaufnahme

    • Durch Fermentation werden Nährstoffe wie Vitamine (z. B. Vitamin C, B-Vitamine, Vitamin K2) besser verfügbar.
    • Mineralstoffe wie Eisen oder Magnesium können leichter aufgenommen werden.

    Stärkung des Immunsystems

    • Ein gesunder Darm hängt eng mit einem starken Immunsystem zusammen.
    • Probiotische Bakterien können Entzündungen regulieren und das Risiko für Infektionen senken.

    Längere Haltbarkeit & natürliche Konservierung

    • Gemüse bleibt ohne Zusatzstoffe über Monate haltbar..
    • Der Säuregehalt (pH-Wert) verhindert das Wachstum schädlicher Keime.

    Positive Wirkung auf Stoffwechsel und Gewicht

    • Einige Studien deuten darauf hin, dass fermentierte Lebensmittel das Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können.

    Mögliche Risiken & Dinge zum Beachten

    Salzgehalt

    • Bei der klassischen Milchsäuregärung wird viel Salz verwendet. Zu hoher Konsum kann problematisch für Herz-Kreislauf-Patienten oder Menschen mit Bluthochdruck sein.

    Histaminbildung

    • Bei der Fermentation entsteht Histamin. Menschen mit Histaminintoleranz reagieren darauf oft mit Kopfschmerzen, Hautausschlägen oder Verdauungsproblemen.

    Individuelle Verträglichkeit

    • Zu Beginn können Blähungen, Völlegefühl oder Bauchgrummeln auftreten, bis sich der Darm an die neuen Bakterien gewöhnt.
    • Langsam einführen (z. B. mit 1–2 EL Sauerkraut täglich starten).

    Hygiene & Sicherheit

    • Wichtig: Sauberes Arbeiten, sauberes Equipment, richtige Salzkonzentration.
    • Wenn es stark faulig riecht, schleimig wird oder Schimmel bildet → nicht mehr essen.

    Nicht für alle geeignet

    • Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder nach Organtransplantationen sollten vorsichtig sein und ggf. vorher ärztlich abklären.

    Kurz gesagt: Fermentiertes Gemüse kann ein echtes Superfood für den Darm und das Immunsystem sein – solange es richtig hergestellt und individuell verträglich ist.

    Ideen für fermentiertes Gemüse

    Kimchi (klassisch)

    • Chinakohl, Karotten, Paprika, rote Zwiebeln, Kurkuma, Ingwer, Chiliflocken

    CurryKraut

    • Chinakohl, Spitzkohl, Weißkohl (manchmal etwas Wirsing), Kurkuma, Ingwer, Cilliflocken, Curry (Kreuzkümmel)

    BlumenkohlCurry

    • Blumenkohl (Scheiben), Chinakohl, Spitzkohl, Karotten (Scheiben), rote Zwiebeln, getrocknete Tomaten, Ingwer, Kurkuma, Chiliflocken)

    Lauch/Karotten – Kimchi

    • Spitzkohl (grob), Lauch, Karotte (grob gerieben)

    Blumenkohl/ Lauch/ Karotten Kimchi

    • Blumenkohl (Röschen), Karotte (grob gerieben), Spitzkohl (grob), Lauch

    Rotes Kimchi

    • Rotkraut, Blumenkohl, rote Bete, Chinakohl, Möhre

    mit Gelber Bete

    • Gelbe Bete (Würfel), Karotten (Scheiben), Lauch, Spitzkohl (grob), Chinakohl

    Sauerkraut (klassisch)

    • Spitzkohl, Weißkraut, (Lorbeer, Wachholder)

    Rettich Kimchi

    • Rettich (dünne Scheiben), Karotte (dünne Scheiben), Lauch

    Grundrezept: Fermentiertes Gemüse

    • ca. 1 kg Gemüse (z. B. Kohl, Karotten, Blumenkohl, Lauch, Rettich, Bete …)
    • 20 g Salz (= 2 % vom Gemüsegewicht) → am besten naturbelassenes Meersalz oder Steinsalz
    • Gewürze nach Belieben: Knoblauch, Ingwer, Chili, Kümmel, Lorbeer, Pfefferkörner …
    • Optional: Starterkultur (z. B. etwas vom Saft eines vorherigen Ferments)

    Gemüse vorbereiten

    • Waschen, ggf. schälen und in die gewünschte Form schneiden (Scheiben, Raspeln, Röschen). – unterschiedliche Schnittform – anderer Geschmack

    Salzen

    • Gemüse in eine große Schüssel geben, Salz dazu.
    • Mit den Händen kräftig kneten oder stampfen, bis Flüssigkeit austritt (das ist die spätere Lake).

    Abfüllen

    • Gemüse dicht in ein sauberes Bügel- oder Schraubglas pressen.
    • Es muss komplett mit Flüssigkeit bedeckt sein. Falls zu wenig Lake da ist: etwas Salzlösung (2 %) nachgießen.

    Beschweren

    • Mit einem Gewicht (Glasgewicht, kleiner Teller, sauberes Kohlblatt) das Gemüse unter der Flüssigkeit halten.
    • Wichtig: Gemüse darf nicht mit Luft in Kontakt kommen → sonst Schimmelgefahr.

    Fermentieren lassen

    • Glas (Weck-Gläser) verschließen. Nicht öffnen – es darf kein Sauerstoff reinkommen
    • Zimmertemperatur (18–22 °C) für 3–7 Tage stehen lassen.
    • Unterschiedliche Temperatur – anderer Geschmack

    Reifen lassen

    • Im Kühlschrank entwickelt sich das Aroma weiter.
    • Haltbarkeit: mehrere Monate, solange das Gemüse unter der Lake bleibt.

    Tipps

    • Menge Salz ist entscheidend: ca. 2 % ist optimal (z. B. 1 kg Gemüse → 20 g Salz).
    • Schaumbildung / Blubbern ist normal: das sind die Milchsäurebakterien.
    • Wenn sich ein weißer Film (Kahmhefe) bildet → meist harmlos, aber bei Schimmel (flauschig, farbig) entsorgen.
    • Immer sauber arbeiten – Glas, Hände, Schneidebrett.
    • Geruchs- und Geschmackskontrolle

    Die Kursteilnehmer konnten dabei praktische Erfahrung sammeln, über das Fermentieren diskutieren und hatten viel Spaß beim Schneiden, Salzen, Stampfen und Befüllen der Gläser.

    Genial Regional macht Schule 2025 - Kochkurs - Geschnittem, Gesalzen und Gestampft

    Einkochen

    Gesundheitliche Vorteile beim Einkochen

    Längere Haltbarkeit

    • Durch Erhitzen werden Mikroorganismen und Enzyme abgetötet → Lebensmittel sind über Monate bis Jahre haltbar.
    • Praktisch für Vorratshaltung und weniger Lebensmittelverschwendung.

    Nährstoffsicherung

    • Viele Mineralstoffe (z. B. Kalium, Magnesium, Eisen) bleiben beim Einkochen gut erhalten.
    • auch Ballaststoffe bleiben unverändert und fördern die Verdauung.

    Saisonale Vielfalt

    • Saisonales Obst & Gemüse kann eingekocht und ganzjährig genutzt werden – fördert eine abwechslungsreiche Ernährung.

    Selbstgemacht = kontrollierte Zutaten

    • Im Gegensatz zu industriellen Konserven enthält Selbstgemachtes keine Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder unnötigen Zucker/Salz (außer man fügt es selbst zu).

    Gesundheitliche Nachteile & Risiken

    Vitaminverluste

    • Hitzeempfindliche Vitamine (v. a. Vitamin C, B-Vitamine, Folsäure) gehen teilweise verloren.
    • Der Verlust hängt von Temperatur & Dauer ab (besonders bei langem Einkochen oder hoher Hitze).

    Botulismus-Risiko (sehr selten, aber ernst)

    • Clostridium botulinum kann in sauerstoffarmen, feucht-warmen Milieus wachsen (z. B. bei unsachgemäß eingekochtem Gemüse/Fleisch).
    • Vorbeugung:
    • Strikte Hygiene beim Einkochen.
    • Säurehaltige Lebensmittel (z. B. Obst, Tomaten) sind unkritischer.
    • Bei Gemüse/Fleisch → unbedingt lange genug bei mind. 100 °C (besser 120 °C im Druckkochtopf) einkochen.

    Nährstoffeinseitigkeit

    • Wenn man sich stark auf Eingekochtes verlässt, kann es auf Dauer zu weniger Frischkost und Rohkost kommen → schlechtere Vitaminversorgung.

    Salz- oder Zuckergehalt

    • Viele Rezepte nutzen Zucker (Marmelade, Kompott) oder Salz (eingelegtes Gemüse). Ein übermäßiger Konsum kann gesundheitlich nachteilig sein.

    Auch für das leibliche Wohl der Kursteilnehmer wurde gesorgt. Zum gemeinsamen Mittagessen gab’s frisch zubereitete Grünkern-Bolognese, Apfelmus mit eingekochten Kirschen und schöne Bilder vom Kochkurs des Genial Regional Verein.

    Genial Regional macht Schule 2025 - Kochkurs - Grünkern-Bolognese zum gemeinsamen Mittag

    Grünkern-Bolognese

    • 200 g Grünkern (geschrotet)
    • 2 EL Olivenöl
    • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
    • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
    • 1 Karotte, klein gewürfelt oder geraspelt
    • 1 Stange Staudensellerie, fein gewürfelt (optional)
    • 1 Dose Tomaten (stückig, ca. 400 g)
    • 2 EL Tomatenmark
    • 500 ml Gemüsebrühe
    • 2 TL Oregano (getrocknet)
    • 1 TL Thymian (getrocknet)
    • 1 Lorbeerblatt
    • Salz & Pfeffer nach Geschmack

    Grünkern vorbereiten

    • Grünkernschrot in einer trockenen Pfanne kurz anrösten, bis er duftet (gibt ein nussiges Aroma).
    • Danach mit der Gemüsebrühe übergießen und ca. 15 Minuten quellen lassen.

    Gemüse anbraten

    • Öl in einem Topf erhitzen.
    • Zwiebel, Knoblauch, Karotte (und Sellerie) anschwitzen, bis sie weich sind.

    Tomatenbasis

    • Tomatenmark kurz mitrösten.
    • Mit Rotwein (oder etwas Brühe) ablöschen.
    • Stückige Tomaten und Gewürze (Oregano, Thymian, Lorbeerblatt) dazugeben.

    Grünkern untermischen

    Mit Salz & Pfeffer abschmecken.

    Den gequollenen Grünkern mit der Brühe unterrühren.

    Alles bei mittlerer Hitze ca. 20–30 Minuten köcheln, bis die Sauce schön sämig ist.

  • Genial Regional Verein feiert 2-jähriges Gründungsjubiläum

    Mitglieder entwickeln neue Ideen & Aktivitäten

    Der Verein „Genial Regional Heidelberg Rhein-Neckar e.V.“  hat Grund zum Feiern. Im November 2020 digital gegründet, haben die Mitglieder in den vergangenen beiden Jahren bereits etliche Kreis- und Landesgrenzen überschreitende Projekt rund um regionale Lebensmittel, Nachhaltigkeit und Landschaftserhalt auf den Weg gebracht.

    Bei einer kleinen Feierstunde in der „Alten Dorfmühle“ in Bensheim-Auerbach, bedankte sich die Vorsitzende Brigitte Zimmermann-Petrullat bei den Mitgliedern des Vereins für die tatkräftige Unterstützung in den vergangenen Jahren.

    Bei saisonaler und regionaler Küche des Mitgliedes „Alte Dorfmühle“  entwickelten die Anwesenden neue Idee, wie das Bewusstsein und die Wertschätzung für nachhaltige regionale Produkte in der Bevölkerung aktiviert und das Vertrauen in Regionales gestärkt werden könnte. Thema war auch die Mitgliederwerbung und die Stärkung des Ehrenamtes. Eine Idee aus der Runde, die der Vorstand in 2023 umsetzen möchte ist, ein saisonal-regionaler Kochkurs für Mitglieder und Unterrichtspersonal. Dazu soll mit Schulen, DEHOGA und anderen Einrichtungen kooperiert werden.

    Der Verein freut sich, wenn weitere Personen und Organisationen ein Interesse an der Zusammenarbeit mit dem Genial Regional Verein haben. Nehmen Sie gerne Kontakt zum Verein – Genial Regional Verein auf.

  • Hofführungen und Verkostungen – Vespertouren während der Fairen Woche

    Werfen Sie zum Abschluss der Fairen Woche einen Blick hinter die Kulissen regionaler Betriebe oder verkosten deren Produkte!

    Zu den monatlichen Vespertouren des Naturparks Neckartal-Odenwald gibt es am 26. September ganz besondere Angebote. Betriebe laden zu einer Weideführung, einem Einblick in ihre Backstube, einer Stallführung oder einer Weinverkostung. Lernen Sie so die Arbeitsbedingungen lokaler Betriebe kennen!

    Denn die Faire Woche widmet sich dieses Jahr dem Nachhaltigkeitsziel Nummer 8 der Vereinten Nationen: „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“. Auch in Deutschland ist menschenwürdige Arbeit nicht immer eine Selbstverständlichkeit, denken wir z.B. an die Arbeitsbedingungen in Massenproduktionen. Solche gibt es leider auch in Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie.

    Unterstützten sie das Engagement von klein- und mittelständigen Betrieben in unserer Region

    Mit dem Kauf einer Vespertasche unterstützten sie im Gegensatz dazu das Engagement von klein- und mittelständigen Betrieben in unserer Region. Über den Online-Shop des Naturparks können Interessierte eine mit lokalen Leckereien zum Sofortverzehr gefüllte Vespertasche buchen. Beim Direktvermarkter ihrer Wahl holen sie die Tasche mit hofeigenen Produkten ab. Ein lokaler Wandervorschlag, der ab Hof startet, wird der Tasche ebenfalls beiliegen. So lassen sich während einer Pause in entspannter Atmosphäre regionale Produkte kosten!

    Diese Betriebe bieten am 26. September um 11.00 Uhr Sonderaktionen an:

    Bäckerei Fritzebeck: Backstubenführung in Seckach

    Leon Scholl Direktvermarktung: Weideführung in Eberbach

    Matthias & Lukas Berberich GbR: Stallführung in Hardheim

    Weingut Uhler & Blank: Weinprobe in Eschelbronn

    Buchung der Vespertaschen und Sonderaktionen unter

    www.naturpark-neckartal-odenwald.de/service/online-shop/

    Weitere Infos unter
    www.naturpark-neckartal-odenwald.de/geniessen/vespertouren-2021/

    Bild-Quelle : Laura Willer